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Aktuelles aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

 

Waldzustandsbericht 2016 für Sachsen-Anhalt veröffentlicht

Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt beträgt in diesem Jahr 17 %. Während sich bei den älteren Buchen die Kronenverlichtung um 7 %-Punkte auf jetzt 39 % erhöhte, ging die mittlere Kronenverlichtung älterer Eichen und Fichten zurück, bei den älteren Kiefern gab es keine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr. Die Zunahme der Kronenverlichtung den älteren Buchen ist vor allem eine Folge der warm-trockenen Witterung und der intensiven Fruchtbildung der Buchen in diesem Jahr. Auffällig war eine früh einsetzende Herbstverfärbung und vorzeitiger Blattabfall der Buchen ab August 2016.

Die Waldbestände in Sachsen-Anhalt wachsen vorwiegend auf unverlehmtem Sand. Im diesjährigen Waldzustandsbericht werden die Standorte und bodenchemischen Kenngrößen dieser Substratgruppe ausführlich dargestellt. Weitere Themen sind: Witterung und Klima, Insekten und Pilze, Stoffeinträge, Bodenwasserhaushalt und Trockenstress sowie die Schwermetallbelastung der Wälder.

Download: Waldzustandsbericht 2016 Sachsen-Anhalt [ca. 12,3 MB]


Waldzustandsbericht 2016 für Hessen veröffentlicht

Nach der Verbesserung des Kronenzustandes im hessischen Wald im Vorjahr hat sich die mittlere Kronenverlichtung in 2016 wieder um 4 %-Punkte verschlechtert. Sie liegt in diesem Jahr bei 25 %. Die Verlichtung der Kronen bei den älteren Bäumen ist von 25 % (2015) auf 30 % angestiegen. Bei den jüngeren Bäumen hat sie von 7 % (2015) auf 12 % zugenommen. Zu diesem Anstieg der Kronenverlichtung hat insbesondere die diesjährige Fruchtbildung der Buche beigetragen. Auffällig war eine früh einsetzende Herbstverfärbung und vorzeitiger Blattabfall der Buche ab August 2016.

Zusammen mit den Ergebnissen der Waldzustandserhebung enthält der Bericht für das Jahr 2016 weitere aktuelle Informationen zur Witterung, zum Insekten- und Pilzbefall sowie neue Forschungsergebnisse zum Trockenstress in Wäldern und zu Entwicklungen in den hessischen Waldböden.

Download: Waldzustandsbericht 2016 Hessen [ca. 16 MB]


Waldschutz-Info Nr. 7 - Kieferngroßschädlinge und Nonne

Im September wurde aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen starker Fraß durch die zweite Generation der Kiefernbuschhornblattwespe gemeldet. Mit dem starken Fraß der Sommergeneration der Blattwespen in Kombination mit dem verbreitet endophytisch vorkommenden Erreger des Diplodia-Triebsterbens lag eine akute existenzielle Gefährdung der betroffenen Kiefernbestände vor.  Im Ergebnis mussten in der 36. und 37. Kalenderwoche in Sachsen-Anhalt 610 ha und in Niedersachsen 911 ha aviochemisch behandelt werden.

Des Weiteren wird über die Ergebnisse der Pheromonfallen-Überwachung 2016 und die aktuelle Gefährdung durch die anderen Kieferngroßschädlinge und die Nonne berichtet.

Download: Waldschutz-Info Nr. 7


Waldschutz-Info Nr. 6 - Herbstprognose Kurzschwanzmäuse 2016

Die Massenvermehrung der oberirdisch fressenden Kurzschwanzmäuse ist zusammengebrochen. Die Herbstfänge der NW-FVA im Jahr 2016 ergaben dennoch lokal maximale bereinigte Indexwerte von 28,6 je 100 Fallennächte für Erd- und Feldmäuse und 46,8 je 100 Fallennächte für Rötelmäuse. Die parallel durchgeführte Überwachung mit Apfelsteckreisern ergab nach einer Woche im Maximum Annahmeraten von 84%. Die bisherigen Ergebnisse der Überwachung lassen den Rückschluss zu, dass die Populationen der Kurzschwanzmäuse sich überregional in der Latenzphase befinden.

Download: Waldschutz-Info Nr. 6


Waldzustandsbericht 2016 für Niedersachsen veröffentlicht

Die mittlere Kronenverlichtung aller Waldbäume in Niedersachsen erhöhte sich 2016 gegenüber dem Vorjahr um 2 %-Punkte und beträgt jetzt 17 %. Zu diesem Anstieg der Kronenverlichtung hat die diesjährige Fruchtbildung der Buche beigetragen. Der Anteil starker Schäden und die Absterberate blieben stabil. Auffällig war eine früh einsetzende Herbstverfärbung und vorzeitiger Blattabfall der Buche ab August 2016.

Im diesjährigen Bericht wird die Substratgruppe „unverlehmter Sand“, die am häufigsten in den Wäldern des niedersächsischen Tieflandes vorkommt, ausführlich dargestellt. Weitere Themen sind: Witterung und Klima, Insekten und Pilze, Stoffeinträge, Bodenwasserhaushalt und Trockenstress sowie die Schwermetallbelastung der Wälder.

Download: Waldzustandsbericht 2016 Niedersachsen [14 MB]


Gefährdungen der Ökosystemdienstleistungen von Wäldern

Mit diesem Titel ist der Tagungsband der gleichnamigen Tagung in den „Beiträgen aus der NW-FVA“ als Band 14 erschienen.

Umwelteinflüsse beeinflussen die Ökosystemdienstleistungen von Wäldern in unterschiedlicher Weise. Während in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts vorwiegend die Einträge versauernder und eutrophierender Stoffe betrachtet wurden, rücken zunehmend die Folgen des bereits zu beobachtenden und des erwarteten Klimawandels in den Fokus. Auf der Tagung „Gefährdungen der Ökosystemdienstleistungen von Wäldern“ wurden insbesondere die Gefährdungen der Wasserdienstleistungen und Regulationsfunktionen von Wäldern durch Umwelteinflüsse und entsprechende Anpassungsstrategien diskutiert. In diesem Band werden ausgewählte Vorträge und Posterbeiträge der Tagung veröffentlicht. Der Band richtet sich insbesondere an Wissenschaftler und Praktiker aus den Bereichen Umweltmonitoring, Forsthydrologie, Waldbau und Standortskunde.

Der Band „Gefährdungen der Ökosystemdienstleistungen von Wäldern“ kann hier als PDF-Datei (ca. 9 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (193 S.; ISBN 978-3-86395-275-4).


Waldschutz-Info Nr. 5 - Informationen zur allgemeinen Waldschutzlage

Die Abteilung Waldschutz informiert zu verschiedenen Aspekten aus dem Bereich des Waldschutzes.

Die aktuelle Waldschutz-Info gibt Informationen zur Gefährdungsentwicklung durch Borkenkäfer. Erste Ergebnisse zur Fallenüberwachung der Kieferngroßschädlinge und des Schwammspinners liegen vor. Bei der Forleule und dem Schwammspinner zeichnet sich ein Anstieg der Fangzahlen ab. Bei den Kurzschwanzmäusen scheint sich die Lage zu entspannen. Des Weiteren wird kurz über die Bekämpfung der Kiefernbuschhornblattwespe berichtet. Außerdem werden Informationen zum Zustand der Buche, dem Diplodia-Tiebsterben und der Tannen-Rindennekrose gegeben.

Download: Waldschutz-Info Nr. 5


Naturwaldreservate-Portrait "Stirnberg" erschienen

In der Reihe „Hessische Naturwaldreservate im Portrait“ stellen die NW-FVA und HessenForst Erkenntnisse der Forschung in Naturwaldreservaten einer breiten Öffentlichkeit vor.

Das Naturwaldreservat „Stirnberg“ (Rhön) wurde bereits 1997 ausgewiesen. Aus der Zusammenschau aller bisher vorliegenden Ergebnisse, die in diesem neu erschienen Heft veröffentlicht werden, ergibt sich ein facettenreiches Portrait eines montanen Buchenwaldgebietes und seiner historischen wie auch aktuellen Entwicklung.

Alle bisher gedruckten Portraits können als PDF heruntergeladen oder unter naturwald@nw-fva.de kostenlos bestellt werden.

 


Waldbauliche Klimaanpassung im regionalen Fokus. Sind unsere Wälder fit für den Klimawandel?

Mit diesem Titel und dieser Fragestellung ist soeben ein Buch erschienen, welches im Rahmen des BMBF geförderten Forschungsverbundes „KLIMZUG – Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“ erarbeitet wurde. Es werden die Ergebnisse von folgenden drei Forschungsprojekten vorgestellt, die Fragen zur weiteren Entwicklung des Waldes unter sich änderndem Klima in drei Modellregionen bearbeiten:

• KLIMZUG-Nordhessen – Klimaanpassungsnetzwerk für die Modellregion Nordhessen
• REGLAM – Regionales Klimaanpassungsprogramm Modellregion Dresden
• INKA BB Klimawandel und Innovation Brandenburg

Das Softcover-Buch ist über den Buchhandel zu beziehen (Hrsg.: J. Eichhorn, M. Guericke, D.-R. Eisenhauer, 354 Seiten, ISBN: 978-3-86581-796-9)


v.l. Prof. Dr. Peter Weingarten, Staatssekretär Dr. Herrmann Onko Aeikens, Prof. Dr. Ulrike Arens-Azevedo, Prof. Dr. Harald Grethe, Bundesminister Christian Schmidt, Prof. Dr. Hermann Spellmann, Prof. Dr. Jürgen Bauhus

Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft – Gutachten an Bundesminister Christian Schmidt überreicht

Die Wissenschaftlichen Beiräte für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) und für Waldpolitik (WBW) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übergaben am 2. September 2016 ihr gemeinsames Gutachten „Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen Ernährung und Holzverwendung“ an Bundesminister Christian Schmidt (BMEL).
In dem gemeinsamen Gutachten befürworten sie ambitionierte Emissionsziele und sprechen Empfehlungen für Politikmaßnahmen aus, mit denen substanzielle Beiträge zur Senkung der Treibhausgasemissionen und zur Bindung von Kohlenstoff in den Sektoren Landwirtschaft und Ernährung sowie Forstwirtschaft und Holzverwendung erreicht werden können.

Download:
Gemeinsame Pressemitteilung der Wissenschaftlichen Beiräte WBAE und WBW [PDF; 398 KB]
Gutachten des WBAE und WBW: Klimaschutz in der Land- und Forstwirtschaft sowie den nachgelagerten Bereichen Ernährung und Holzverwendung [Stand Nov. 2016; ca. 8 MB]
Das Klimaschutzgutachten ist mittlerweile ebenfalls als Sonderheft Nr. 222 der Zeitschrift "Berichte über Landwirtschaft" (Hrsg.: BMEL, http://dx.doi.org/10.12767/buel.v222i1.149.g295) erschienen.


Neuauflage der Praxis-Information zum Eschentriebsterben

Die Praxis-Info Nr. 4 zum Eschentriebsterben vom April 2013 wurde überarbeiteten und ist im August 2016 neu erschienen. Sie umreißt den derzeitigen Stand der Kenntnisse zum Eschentriebsterben. Es sind biologische und wissenschaftliche Grundlagen zusammengestellt und für die forstliche Praxis aufbereitet worden. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Esche in der forstlichen Praxis entsprechend der aktuellen Sachlage gegeben.

 

Download: Praxis-Information Nr. 4 Eschentriebsterben (August 2016) [1,5 MB]


Posterserie zur Biologischen Vielfalt von Wäldern

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wäldern sind von großer Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt. Das Sachgebiet Waldnaturschutz/Naturwaldforschung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt hat zu diesem Thema eine Posterserie erarbeitet und erstmals 2008 auf der Messe der Biologischen Vielfalt in Braunschweig vorgestellt. Die insgesamt 5 Poster beleuchten verschiedene Aspekte der Biodiversität von Wäldern.

Die Posterserie wurde 2016 aktualisiert und kann als PDF heruntergeladen werden.

 

Download: Posterserie Biologische Vielfalt


Waldschutz-Info Nr. 4 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2015 / 2016"

Die Winterliche Puppensuche 2015/2016 wurde in 509 Suchbeständen in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Bei 486 Proben (95%) erfolgte eine Vitalitätsuntersuchung der überwinternden Stadien.

Der Kiefernspanner befindet sich weiter in der Latenz, während sich die Anzahl der Puppenfunde der Forleule im Vergleich zum letzten Jahr leicht erhöht hat. Bei den Kiefernspinnerraupen wurden teilweise hohe Paratisierungsraten festgestellt. Auch ein hoher Anteil der eingesandten Kokons der Buschhornblattwespe waren parasitiert oder leer, so dass Nachsuchen nicht erforderlich sind.

 

Download: Waldschutz-Info Nr. 4 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2015 / 2016"


Waldschutz-Info Nr. 3 "Erhöhte Gefährdung durch Borkenkäfer"

Das Sturmtief Niklas Ende März 2015 mit meist Nester- und Einzelwürfen führte nicht wie befürchtet zu einem schnellen Anstieg der Borkenkäferschäden. Die lokalen Käferpopulationen besiedelten zunächst das frische liegende Sturmholz statt stehender Fichten. Im weiteren Verlauf des Jahres konnte das aufgearbeitete Sturmholz oft vor Ausschlupf der Jungkäfer aus dem Wald entfernt werden.Es muss davon ausgegangen werden, dass Betriebe mit verstreutem Borkenkäferbefall im Jahre 2015 erhebliche Mengen überwinternder Käfer beherbergen. Deshalb werden vorbereitende Maßnahmen empfohlen und die Durchführung einer integrierten Bekämpfung erläutert.

Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass in Folge der zahlreichen Windwürfe  kontinuierlich frische Fichtenstubben vorhanden sind, die dem Großen Braunen Rüsselkäfer (Hylobius abietis) gute Vermehrungsmöglichkeiten bieten.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3 "Erhöhte Gefährdung durch Borkenkäfer"


Waldschutz-Info Nr. 2 "Frostspanner: Fraßprognose für das Frühjahr 2016"

In den letzten Jahren haben die Populationsdichten des Kleinen Frostspanners (Operophtera brumata L.) und des Großen Frostspanners (Erannis defoliaria L.) rückläufige Tendenzen. Die Ergebnisse der in den betreuten Bundesländern durchgeführten Überwachungen mit Leimringen aus dem Herbst/Winter 2015 werden vorgestellt. Die Zahlen und das Fraßgeschehen des Vorjahres in Eichenbeständen belegen, dass sich die Frostspannerpopulationen weiter in der Latenz befinden.

Für 2016 werden keine Bekämpfungen empfohlen. Starker Fraß im Frühjahr 2016 sollte unbedingt im Waldschutz-Meldeportal dokumentiert werden. In wiederholt befressenen Beständen sind angemessene Überwachungsmaßnahmen zwingend erforderlich, denn ohne geeignete Prognoseverfahren (z.B. Leimringe) sind Behandlungen mit  Pflanzenschutzmitteln nicht möglich.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2 "Frostspanner: Fraßprognose für das Frühjahr 2016"


Waldschutz-Info Nr. 1 "Witterung 2015"

Die Witterung vom Winter 2014/15 bis Winter 2015/16 wird für den Zuständigkeitsbereich der NW-FVA dargestellt. Allgemein war das Jahr 2015 zu warm. In weiten Teilen des Zuständigkeitsgebietes der NW-FVA hatten sich bis in den Juni Niederschlagsdefizite aufgebaut. Im Juni spitzte sich das Wasserdefizit in der Landwirtschaft sichtbar zu. Die Bodenfeuchte unter landwirtschaftlichen Kulturen erreichte vielfach die niedrigsten Werte seit 1962, so dass angesichts der extremen Trockenheit örtlich in erheblichem Umfang künstlich beregnet werden musste. Lufttemperaturen über 30 °C und starke Sonneneinstrahlung verschärften Anfang Juli die Situation auch für Waldbäume. Regenfälle ab Anfang Juli und moderate Temperaturen Ende Juli führten gebietsweise zu einer Entspannung. Der Winter 2015/16 (Dez. - Feb.) war einer der wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1881.

Download: Waldschutz-Info Nr. 1 "Witterung 2015"


Europäische Waldwirtschaft hat sehr wohl zum Klimaschutz beigetragen
- Kommentar zum Science Artikel von Naudts et al. 2016

Die am 5. Februar 2016 in der Zeitschrift Science veröffentlichte Studie mit dem Titel "Europas Waldwirtschaft hat nicht zur Abschwächung der Klimaerwärmung beigetragen" (im Original: Europe´s forest managment did not mitigate climate warming) von Naudts et al. 2016 ist unzutreffend, unvollständig und hat einige gravierende Mängel. Sie sollte nicht dazu herangezogen werden, die Klimaschutzleistung der Europäischen Forstwirtschaft zu diskutieren, so der Kommentar von J. Bauhus, A. Bolte, M. Dieter, F. Lang, J. Rock, und H. Spellmann (2016) mit dem Titel "Der Beitrag der Europäischen Waldwirtschaft zum Klimaschutz".

Lesen Sie hier den Kommentar von Bauhus et al. 2016 als PDF


(v.l.n.r) Prof. Dr. Hermann Spellmann NW-FVA; Dr. Christiane Holländer MELUR SH; Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser HMUKLV; Minister Dr. Hermann Onko Aiekens MLU LSA; Minister Christian Meyer ML NDS

10 Jahre NW-FVA

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt feierte am 26. Februar 2016 ihr 10-jähriges Bestehen. Zur Festveranstaltung kamen Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik aus Nordwestdeutschland. Prof. Dr. Hermann Spellmann, Direktor der NW-FVA, zog in seinem Vortrag Bilanz über die ersten 10 Jahre der Mehrländer-Behörde und gab einen Ausblick. Prof. Dr. Sven Wagner (Professur für Waldbau an der Technischen Universität Dresden) referierte als Festredner über ein ureigenes forstliches Thema: die „Forstliche Nachhaltigkeit – stark, schwach, differenziert“.

Lesen Sie mehr:
Pressemitteilung - Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressemitteilung - Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik bescheinigt Deutscher Forstwirtschaft überwiegend gute Erreichung der Ziele der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, erhielt am 18. Februar 2016 die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik (WBW) von dessen Vorsitzenden, Prof. Dr. H. Spellmann überreicht.

Der WBW bescheinigt der Forstwirtschaft , dass sie nachhaltig arbeitet und die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft an den Wald in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Erholung und Klimaschutz gut ausbalanciert bedient. Im Hinblick auf die zukünftige Erfüllung der von der Bundesregierung gesteckten Ziele kündigt sich allerdings ein Ungleichgewicht an: während Indikatoren im Bereich Biodiversität und Waldnaturschutz auf eine durchgängig positive Entwicklung verweisen, deuten die Indikatoren aus dem Bereich Eigentum, Arbeit und Einkommen langfristig eher auf eine Verschlechterung hin.

Download: Kurzstellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik


Eingeführte Baumarten - Kompromiss zwischen Vertretern des Naturschutzes und der Forstwirtschaft

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Verband Forstlicher Versuchs- und Forschungsanstalten (DVFFA) haben ein gemeinsames Papier zum Thema „eingeführte Baumarten“ herausgegeben, bei dem der Fokus auf Gemeinsamkeiten liegt.

Vorausgegangen war eine kontroverse Diskussion zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz nach der Veröffentlichung des BfN-Skripts 352 „Naturschutzfachliche Invasivitäts­bewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen“. Als Antwort darauf und zur Versachlichung der Diskussion wurden von Forstwissenschaftlern in der Schriftenreihe Göttinger Forstwissenschaften (Band 7) Potenziale und Risiken von 15 eingeführten Baumarten auf der Grundlage wissenschaftlicher Literatur und langjähriger Forschungsarbeiten aufgezeigt.

Download: Gemeinsames Papier des BfN und des DVFFA


Pilotstudie zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Forstwirtschaft in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts

Der Bericht des gleichnamigen Projekts ist als Band 13 der Beiträge aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt erschienen. Darin sind in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts auf der Basis räumlich hoch aufgelöster Klima-, Standort-, Bestandes- und Risikoinformationen Entscheidungshilfen für das operationale Handeln von Forstbetrieben entwickelt worden. Als Modellregionen dienten der Oberharz, der Fläming und die Colbitz-Letzlinger Heide.

Die "Pilotstudie zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels" kann hier als PDF-Datei (ca. 11,4 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (221 S.; ISBN 978-3-86395-239-6).


NW-FVA ist neuer assoziierter Partner im Göttingen Campus

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und die Universität Göttingen bauen ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Anwendung weiter aus.

Download: Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Göttingen und der NW-FVA


 

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