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Aktuelles aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

 

Waldschutz-Info Nr. 12 - Tannen-Rindennekrose

Seit dem Jahr 2016 wird im nordwestdeutschen Tiefland regional ein Absterben von Weißtannen (Abies alba) und Küstentannen (A. grandis) beobachtet, das dem typischen Krankheitsbild der Tannen-Rindennekrose entspricht. Betroffen sind Tannen im Alter von 35-60 Jahren in gutwüchsigen Beständen, bevorzugt freigestellte, stark besonnte Bäume, insbesondere Zukunfts- oder Randbäume. Die Erkrankung ist bisher noch nicht zum Stillstand gekommen und die Schadintensität hat sich ausgeweitet.

Download: Waldschutz-Info Nr. 12


Waldschutz-Info Nr. 11 - Informationen zum Pflanzenschutzmittelverzeichnis sowie zu aktuell zugelassenen Rodentiziden im Forst und deren Anwendungsbestimmungen

Hinweis: Ab 2019 können offizielle Informationen über zugelassene Pflanzenschutzmittel ausschließlich der Online-Datenbank des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entnommen werden. Die gedruckte Form steht dann nicht mehr zum Download bereit. Seit Herbst 2018 sind neu bzw. wieder zugelassene Rodentizide in der BVL Datenbank aufgenommen.

Download: Waldschutz-Info Nr. 11


Waldzustandsbericht 2018 für Niedersachsen veröffentlicht

Das Vegetationsjahr 2017/2018 (Oktober-September) war eines der wärmsten seit Messbeginn 1881. Mit der warmen Frühjahreswitterung und die aus dem Winter gut gefüllten Bodenwasservorräte waren die Bedingungen für den Austrieb und das Wachstum der Waldbäume zunächst sehr gut. Eine Trockenperiode, die mit Rekordtemperaturen im April und Mai einsetzte und bis in den September andauerte, bewirkte allerdings eine rasche Austrocknung der Waldböden, so dass ab Juli auf vielen Standorten Wassermangel einsetzte.

Diese außergewöhnlich lang anhaltende Trockenheit löste bei einigen Baumarten bereits ab Juli 2018 Herbstverfärbung und vorzeitigen Blattabfall aus. Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Niedersachsen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 2 Prozentpunkte auf 19 %. Der Anteil stark geschädigter Bäume und die Absterberate liegen weiterhin auf einem insgesamt niedrigen Niveau.

Weitere Themen im diesjährigen Waldzustandsbericht: Witterung und Klima, Auswirkungen der Trockenheit 2018 auf Wachstum und Vitalität, Auswirkungen des  Sturms „Friederike“, Insekten und Pilze, Stoffeinträge, Schwermetalle im Sickerwasser, Veränderungen des Waldwachstums, Erhaltung und Vermehrung seltener Baumarten.

Download: Waldzustandsbericht 2018 Niedersachsen [ca. 8,5 MB]


Waldzustandsbericht 2018 für Sachsen-Anhalt veröffentlicht

Die Vegetationszeit 2018 war in Sachsen-Anhalt die wärmste seit Messbeginn. Da außerdem nur 45 % der sonst üblichen Niederschlagsmenge fiel, kam es zu einer Dürre, die extremer war als in den Rekordsommern 1976 und 2003.

Mit der warmen Frühjahrswitterung und den aus dem Winter gut gefüllten Bodenwasservorräten waren die Bedingungen für die Entwicklung der Waldbäume zunächst sehr gut. Aufgrund der lange anhaltenden Trockenheit waren dann jedoch im Juli bereits Trockenstresssymptome sichtbar. Nach der Waldzustandserhebung 2018 stieg die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf 21 % an. Der Anteil starker Schäden und die Absterberate lagen 2018 deutlich über den langjährigen Mittelwerten.

Weitere Themen im diesjährigen Waldzustandsbericht sind: Witterung und Klima, Auswirkungen der Trockenheit 2018 auf Wachstum und Vitalität, Auswirkungen des  Sturms „Friederike“, Insekten und Pilze, Stoffeinträge, Schwermetalle im Sickerwasser, Veränderungen des Waldwachstums, Erhaltung und Vermehrung seltener Baumarten.

Download: Waldzustandsbericht 2018 Sachsen-Anhalt [ca. 8,3 MB]


Waldschutz-Info Nr. 10 - Rußrindenkrankheit an Ahorn (Cryptostroma corticale)

Als Folge des trockenen Sommers 2018 kam es in den Trägerländern der NW-FVA,insbesondere in Hessen und Sachsen-Anhalt vermehrt zum Auftreten der Rußrindenkrankheit an Ahorn. Diese wird durch den ursprünglich in Nordamerika beheimateten, invasiven Schlauchpilz Cryptostroma corticale ausgelöst.

Die Ausbreitung des Pilzes erfolgt luftgebunden über Sporen (Konidien). Die Rußrindenkrankheit tritt in Deutschland in erster Linie beim Bergahorn (Acer pseudoplatanus), seltener bei Spitz- (A. platanoides) und Feldahorn (A. campestre) auf. Der Erreger befällt sowohl Wald- als auch Parkbäume.

Download: Waldschutz-Info Nr. 10


Waldzustandsbericht für Hessen veröffentlicht

Die gute Wasseraufspeicherung der Böden im Winterhalbjahr 2017/2018 verhinderte dieses Jahr stärkere Schäden an den Waldbäumen, wie sie sonst infolge der extrem trocken-warmen Witterung im Sommer 2018 zu erwarten gewesen wären. 

So hat sich die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Hessen (alle Baumarten) 2018 um 2 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Sie liegt in diesem Jahr bei 24 %.

Bei den älteren Bäumen ist die Kronenverlichtung von 26 % (2017) auf 28 % angestiegen. Bei den jüngeren Bäumen hat sie ebenfalls zugenommen: von 10 % (2017) auf 12 %. 

Zusammen mit den Ergebnissen der Waldzustandserhebung enthält der Bericht für das Jahr 2018 u. a. weitere aktuelle Informationen zur Witterung, zum Insekten- und Pilzbefall, zu den Stoffeinträgen, zum Waldwachstum, zu seltenen Baumarten sowie  zu den Auswirkungen der Trockenheit 2018 auf das Wachstum und die Vitalität.

Download: Waldzustandsbericht 2018 Hessen [ca. 9 MB]


Waldschutz-Info Nr. 9 - Herbstprognose Kurzschwanzmäuse 2018

Die bisherigen Ergebnisse der Überwachung der Populationen der Kurzschwanzmäuse durch die Abteilung Waldschutz der NW-FVA lassen den Rückschluss zu, dass sich diese nach der kurzen Gradationsphase im letzten Jahr wieder in der Retrogradation befinden. Die Überwachung der Kurzschwanzmäuse mit Hilfe von Schlagfallen (Index-100-Fangnächte) und Steckholzreisern wurde im Kaufunger Wald, Reinhardswald, Solling, Harz und in Südniedersachsen durchgeführt und gibt nur eine regionale Tendenz wieder.

Die Herbstfänge in 2018 ergaben lokal maximal bereinigte Indexwerte von 25,3 je 100 Fangnächte für Erd- und Feldmäuse und 24,0 je 100 Fangnächte für Rötelmäuse. Die parallel durchgeführte Überwachung mit Apfelsteckreisern ergab nach einer Woche im Maximum Annahmeraten von 50%.

Download: Waldschutz-Info Nr. 9


Waldschutz-Info Nr. 8 - Kieferngroßschädlinge und Nonne

In der neuen Waldschutz-Info werden die Ergebnisse der diesjähringen Pheromonfallen-Überwachung dargestellt und anhand des Jahresgeschehens Empfehlungen für weitere Maßnahmen gegeben. Bei der Forleule fanden weder in Niedersachsen noch in Sachsen-Anhalt beim Fallenfang Überschreitungen der Warnschwelle statt. In Sachsen-Anhalt wurde 2018 jedoch Fraß festgestellt. Auf diesen Flächen wird eine verdichtete winterliche Puppensuche empfohlen. Während sich die Nonne in Niedersachsen weiterhin in der Latenz befindet, sind die Fangzahlen in Sachsen-Anhalt gestiegen. In einigen Forstämtern wurden die Warnschwellen überschritten. Hier wird als nächste Überwachungsmaßnahme die Puppenhülsen- und Eisuche empfohlen. Auch beim Kiefernspinner wurden in Niedersachsen keine Warnschwellen überschritten, während dies in Sachsen-Anhalt in einzelnen Forstämtern der Fall war. Dort wird eine verdichtete winterliche Puppensuche empfohlen. Ebenfalls wird eine verdichtete winterliche Puppensuche auf Fraßflächen der Kiefernbuschhornblattwespe empfohlen. Der Kiefernspanner ist weiter in beiden Bundesländern in der Latenz.

Download: Waldschutz-Info Nr. 8


Praxis-Information Nr. 5 zum Wurzelschwamm erschienen

Die Praxis-Info Nr. 5 zum Gemeinen Wurzelschwamm (Heterobasidion annosum s. l.) gibt einen Überblick über den derzeitigen Wissensstand und die forstliche Relevanz dieses Wurzel- und Stammfäulepilzes. Darin sind biologische und wissenschaftliche Grundlagen zusammengestellt und für die forstliche Praxis aufbereitet worden. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Beständen, die mit Wurzelschwamm befallen sind, entsprechend der aktuellen Sachlage gegeben.

 

Donwload: Praxis-Information Nr. 5 Gemeiner Wurzelschwamm [4 MB]


Naturwaldportrait "Wattenberg und Hundsberg" erschienen

In der Reihe „Hessische Naturwaldreservate im Portrait“ stellen die NW-FVA und HessenForst Erkenntnisse der Naturwaldreservate-Forschung für die breite Öffentlichkeit vor.

Die über 200-jährigen Buchenwälder dieses Naturwaldreservats gehören zu den ältesten in Hessen. Hinsichtlich seiner Waldstruktur, seiner Bodenvegetation und seiner Brutvogelgemeinschaften unterscheidet sich das Naturwaldreservat 30 Jahre nach seiner Ausweisung bereits heute stark von seinen bewirtschafteten Vergleichsflächen. Mit der in diesem Gebiet erstmals erprobten boden- und standortskundlichen Feinkartierung steht nun ein neues, wichtiges Element der Naturwaldreservateforschung zur Verfügung.

Alle bisher gedruckten Portraits können als PDF heruntergeladen oder unter naturwald@nw-fva.de kostenlos bestellt werden.


Waldschutz-Info Nr. 7 - Aktuelle Lage bei Borkenkäfern

Überall in Deutschland zeigt sich derzeit ein gravierender Mangel an Wasser. Die noch andauernden Hitzewellen haben die Entwicklung wärmeliebender Insekten begünstigt und zugleich deren Wirtsbäume geschwächt. Vor allem in aktuellen Windwurfgebieten zeigt sich derzeit verbreitet starker Käferbefall.

Aus allen Teilen des Zuständigkeitsbereiches der NW-FVA laufen Meldungen über lokal massiv auftretenden frischen Stehendbefall durch Borkenkäfer ein. Dabei bildet der Buchdrucker in Fichtenbeständen eindeutig den Schwerpunkt, es zeigen sich jedoch auch vermehrte Vorkommen des Lärchenborkenkäfers und teilweise erhebliche Beteiligung des Kupferstechers, der lokal auch ältere Fichten vollständig besiedelt. Auffallend ist der verschwenderische Umgang der Käfer mit dem Brutraum, bei dem der Stamm nur selten voll besiedelt wird, was auf fehlende Abwehrkraft der Bäume weist. Typisch ist ebenfalls das gleichzeitige Auftreten unterschiedlicher Entwicklungsstadien. Oft sind frühe Larvenstadien und fast schlupfbereite Jungkäfer des Buchdruckers nebeneinander zu finden und späte Stadien des Kupferstechers siedeln parallel auch in stärkeren Stammbereichen.

Download: Waldschutz-Info Nr. 7


Allan Hong-Wa (l.); Dr. Martin Hofmann (r.)

Förster aus Madagaskar informiert sich an der NW-FVA

Am 19. Juni war Herr Allan Hong-Wa, örtlicher Leiter eines von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit(GIZ)-finanzierten Aufforstungsprojektes in Madagaskar, zu Gast an der Abteilung Waldgenressourcen in Hann. Münden.

Die Abteilung Waldgenressourcen bot Herrn Hong-Wa einen umfassenden Einblick in die Arbeiten der Abteilung Waldgenressourcen. Von besonderem Interesse waren für ihn der Baumschulbetrieb, neueste Veredelungstechniken und Vermehrungstechniken in vitro sowie Pappelplantagen im Kurzumtrieb. In dem GIZ-Projekt sollen durch die Aufforstung von Gemeindewald in der Projektregion Diana mit schnellwachsendem Eukalyptus zur Holzkohlegewinnung die Naturwälder entlastet und gleichzeitig Einkommen für die ländliche Bevölkerung generiert werden.


Online-Herkunftsempfehlungen für Niedersachsen aktualisiert

Die über die Homepage der NW-FVA (www.nw-fva.de/HKE) zur Verfügung gestellten Herkunftsempfehlungen für alle Waldbesitzenden in Niedersachsen sind aktualisiert worden.

Die wesentlichen Änderungen (zu 2014) beziehen sich auf die Aufnahme von neuem Ausgangsmaterial. So wurden z.B. seit der letzten Aktualisierung 12 Samenplantagen der Baumarten Sand- und Moorbirke, Douglasie, Kiefer, Europ. und Japan. Lärche, Buche, Sommerlinde und Stieleiche neu zugelassen und sind nun auch in den Herkunftsempfehlungen gelistet.

Eine weitere Änderung bezieht sich auf die zeitlich befristete Ausweitung der Herkunftsempfehlungen (bis Ende 2021) im Hauptschadensgebiet nach dem Sturm in Südniedersachsen. Hier wurden bei etlichen Baumarten auch benachbarte Herkunftsgebiete bzw. Teile davon in die Herkunftsempfehlungen aufgenommen, um angesichts der dort zu befürchtenden Verknappung von Vermehrungsgut den Waldbesitzern mehr Flexibilität bei der Pflanzenbeschaffung zu ermöglichen, ohne den Förderanspruch zu verlieren.


Waldschutz-Info Nr. 6 - Käferschlupf und Vorausflugbehandlung Holzpolter

Wie erwartet wurde das liegende Sturmholz im Frühjahr von aus der Überwinterung stammenden Buchdruckern besiedelt.Aufgrund der für diese Käferbruten seit Wochen anhaltend günstigen Witterungslage sind die Bruterfolge im Allgemeinen gut bis sehr gut. Die Entwicklung bis zum Jungkäfer wird bereits zwei Wochen früher als in normalen Jahren abgeschlossen sein. Es treten bereits jetzt verbreitet Puppen unter der Rinde auf.. Ab Mitte Juni ist damit zu rechnen, dass in den tieferen Lagen beginnend große Mengen an Jungkäfern ausschwärmen. Ab dann muss lokal mit erheblichem frischen Stehendbefall gerechnet werden.

Download: Waldschutz-Info Nr. 6


Naturwald-Info für Niedersachsen und Hessen online

Ab sofort finden Sie auf der Web-Seite des Sachgebietes Waldnaturschutz/Naturwaldforschung der NW-FVA Informationen über Naturwälder (Niedersachsen) und Naturwaldreservate (Hessen). Sie haben die Möglichkeit diese Waldgebiete über eine Karte oder auch Tabelle auszuwählen. Der nachfolgende Link führt Sie direkt weiter www.nw-fva.de/NwInfo/.

Naturwälder und Naturwaldreservate sind Waldgebiete, die ihrer natürlichen Entwicklung ohne direkte menschliche Eingriffe überlassen werden. Ihre Entwicklungsdynamik wird wissenschaftlich erfasst und ausgewertet, um daraus Rückschlüsse für die Waldbehandlung und den Naturschutz zu ziehen. Gleichzeitig dienen sie dem Naturschutz.

Derzeit sind in beiden Ländern 138 Naturwaldreservate mit einer Fläche von 5280 ha ausgewiesen, deren wissenschaftliche Untersuchung von der NW-FVA  und externen Forschungspartnern durchgeführt wird.


Luftreinhaltung hat zu besseren Bodenverhältnissen in Europas Wäldern geführt

Der Gehalt an Sulfat, Nährstoffen und Aluminium im Sickerwasser europäischer Waldböden ist aufgrund abnehmender Schwefelemissionen zurückgegangen. Dies zeigt eine in der Zeitschrift Global Change Biology veröffentlichte Studie unter Beteiligung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt.

Pressemitteilung


Waldschutz-Info Nr. 5 - Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) zur Bekämpfung rinden- und holzbrütender Insekten in Wasserschutzgebieten (WSG)

Im Sinne des integrierten Pflanzenschutzes ist es vorrangiges Ziel der Forstbetriebe, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Wald zu minimieren. Aufgrund der derzeit jedoch nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Transportkapazitäten und der zwischenzeitlich begrenzten Aufnahmefähigkeit der Sägewerke ist die sofortige Abfuhr des Holzes auch aus Wasserschutzgebieten nicht immer möglich. Auch die Nass- und Trockenlagerung des Windwurfholzes ist aufgrund von nicht vorhandenen oder nur bedingt geeigneten Lagermöglichkeiten sowie aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit nicht mehr überall möglich. Zur Vermeidung der Holzentwertung und zum Schutz von umliegenden Waldbeständen ist es daher erforderlich, dass liegendes Nadelholz mit Hilfe von zugelassenen Pflanzenschutzmitteln notfalls auch in WSG gegen Borkenkäferbefall geschützt wird.

Download: Waldschutz-Info Nr. 5


Zukunftstag an der NW-FVA

Am 26. April 2018 besuchten insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Zukunftstages die NW-FVA an ihren beiden Standorten: Göttingen und Hann. Münden. Sie führten Experimente im bodenkundlichen bzw. genetischen Labor durch, erfuhren etwas über Mäuse und deren Schadbilder, topften Pflanzen im Gewächshaus um, identifizierten Pilz-Schäden an Bäumen ... und bekamen so einen kleinen Einblick in die Arbeit einer Forschungseinrichtung, die im und für den Wald forscht.


Waldschutz-Info Nr. 4 - Frostspanner: Fraßprognose für das Frühjahr 2018

Für das Jahr 2018 wird von der NW-FVA keine Bekämpfung des Frostspanners empfohlen. In wiederholt befressenen Beständen sind weitere  Überwachungsmaßnahmen einzuleiten, denn ohne ein geeignetes Prognoseverfahren (z.B. Leimringe) ist die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht möglich. Um bei anhaltendem Fraß einen Nachweis für die steigende Gefährdung zu haben, ist die zusätzliche Dokumentation aller stärkeren Fraßereignisse im Waldschutz-Meldeportal unabdingbar. Insbesondere im Bereich der Forstämter, in denen eine Warnschwellenüberschreitung festgestellt wurde, wird zu erhöhter
Aufmerksamkeit in Bezug auf den Frühjahrsfraß geraten.

Download: Waldschutz-Info Nr. 4


Waldschutz-Info Nr. 3 - Gefährdung durch Borkenkäfer nach Sturm

Sturmschäden, insbesondere in Folge des Orkans Frederike, haben dazu beigetragen, dass große Holzmengen im Wald liegen. Diese bieten ein erhöhtes Risiko für Folgeschäden, insbesondere durch den Buchdrucker. Es werden Hinweise zur Aufarbeitung des Sturmholzes und zur Holzlagerung und Konservierung gegeben. Zusätzlich wird auf die Gefährdung durch Borkenkäfer eingegangen und Möglichkeiten für Waldschutzmaßnahmen besprochen.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3


Richtfest an der NW-FVA in Göttingen

Die NW-FVA hat am 28. März 2018 das Richtfest für den Ersatzneubau des baufällig gewordenen Gebäudes III gefeiert. Zu den Gästen zählten der niedersächsische Finanzminister Reinhold Hilbers, der Staatssekretär Rainer Beckedorf aus dem niedersächsischen Forstministerium sowie der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Der ökologisch und energetisch vorbildliche Neubau in Holzständerbauweise und mit einer Lärchenholz-Außenverschalung leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Im Bauholz wird langfristig CO2 gebunden und es werden in ihrer Produktion energieaufwändige Baumaterialien ersetzt bzw. vermieden. Die Wärmeerzeugung erfolgt mit Holzpellets.

Der zweigeschossige, unterkellerte Neubau beherbergt auf gleicher Fläche, wie das abgerissene Altgebäude auf ca. 1.200 m2 Nutzfläche: 41 Arbeitsplätze, 6 Laborräume, eine Werkstatt, diverse Lager- und Spezialräume sowie einen 50 m2 großen Besprechungsraum. Der Neubau bildet zusammen mit dem Hauptgebäude der NW-FVA und dem Umweltlabor eine U-Form, wodurch im Innenhof eine alte großkronige Eiche umrahmt wird.

Im Februar 2019 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein und die ausgelagerten Abteilungen Waldschutz und Umweltkontrolle in den Ersatzneubau zurückkehren.


Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik (WBW) befindet in einer Stellungnahme, dass die von Greenpeace e. V. in Auftrag gegebene Studie „Waldvision Deutschland“ keine Orientierung für eine global verantwortliche und generationengerechte Waldnutzung bietet

In der dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übermittelten Stellungnahme wird die vom Öko-Institut e. V., Freiburg im Februar 2018 veröffentlichte und von Greenpeace e. V. in Auftrag gegebene Studie „Waldvision Deutschland“ eingehend auf die Belastbarkeit der Ergebnisse und der darauf aufbauenden Schlussfolgerungen geprüft.

Der WBW konstatiert in seinen Schlussfolgerungen, dass die Studie aufgrund gravierender methodischer Mängel nicht den Anforderungen an eine evidenzbasierte Politikberatung genügt. Darüberhinaus werden die Ergebnisse nur aus dem Blickwinkel des Naturschutzes und, basierend auf falscher Datengrundlage, aus dem Blickwinkel des Klimaschutzes diskutiert. Die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie fordert hingegen einen ganzheitlichen und integrativen Ansatz (Bundesregierung 2016) zur Lösung der Konflikte zwischen unterschiedlichen Ansprüchen an den Wald.

Der WBW verweist daher in seiner Stellungnahme auf seine zentralen Empfehlungen zum Klimaschutz aus dem Jahr 2016. Diese sollen demnächst mit Empfehlungen zu einem effizienten Waldnaturschutz in Deutschland ergänzt werden.


Waldschutz-Info Nr. 2 - Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche
in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen 2017 / 2018

Die Winterliche Puppensuche 2017/18 wurde in 541 Suchbeständen von Mitarbeitern der Betreuungsforstämter des Landeszentrums Wald Sachsen-Anhalt, der Bundesforstbetriebe Mittelelbe und Nördliches Sachsen-Anhalt und des FoA Uelzen der Landwirtschaftskammer Niedersachsen durchgeführt. Zusätzlich erfolgten Nachsuchen in 91 Waldbeständen. Insgesamt wurde in 632 Kiefernbeständen nach Überwinterungsstadien der Kieferngroßschädlinge gesucht.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2


Klimaschutz-Beirat der Stadt Göttingen tagt in der NW-FVA
Am 13.3. fand die reguläre Sitzung des Klimaschutz-Beirates der Stadt Göttingen in den Räumen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt statt. Nach einer Führung durch das Umweltlabor und das Sachgebiet Fernerkundung/GIS stellte der Direktor der Versuchsanstalt, Prof. Dr. Hermann Spellmann, die Anstalt vor und leitete die Sitzung mit einem Vortrag über die Klimafolgen-Forschung an der Versuchsanstalt ein. Weitere Themen der Sitzung waren der Bericht des Klimaschutz-Managements, ein Bericht des Vertreters des Klimaschutz-Beirates im Umweltausschuss, Nils König, über die klimaschutzrelevanten Punkte der letzten Sitzungen, die Vorstellung der neuen Mobilitätsmanagerin der Stadt und ihrer Aufgaben sowie des Radverkehrsentwicklungsplans.


Waldschutz-Info Nr. 1 - Witterung 2017

Die Witterung des Jahres 2017 wird für den Zuständigkeitsbereich der NW-FVA anhand vorliegender Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) charakterisiert. Als Referenz dient die international gültige Referenzperiode 1961-1990.

In der Gesamtbetrachtung war das Jahr 2017 wieder deutlich zu warm. In der Summe gab es Niederschlagsüberschüsse. Die Niederschlagsverteilung war im Jahresverlauf allerdings sehr ungleichmäßig. Die Sonnenscheindauer war unterschiedlich.

Die Bedeutung einiger mehr oder minder extremer Witterungsereignisse auf den  Waldschutz werden gesondert erläutert.

Download: Waldschutz-Info Nr. 1


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für Wälder in Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein

 

Termine 2018:  

18. Dezember 2018
Holznutzung und Nährstoffnachhaltigkeit. Abschlusstagung zum Verbundprojekt "Energieholzernte und stoffliche Nachhaltigkeit in Deutschland (EnNa)" in Berlin. Programm und Informationen zur Anmeldung