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Aktuelles aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

 

Neuauflage der Praxis-Information zum Eschentriebsterben

Die Praxis-Info Nr. 4 zum Eschentriebsterben vom April 2013 wurde überarbeiteten und ist im August 2016 neu erschienen. Sie umreißt den derzeitigen Stand der Kenntnisse zum Eschentriebsterben. Es sind biologische und wissenschaftliche Grundlagen zusammengestellt und für die forstliche Praxis aufbereitet worden. Darüber hinaus werden Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der Esche in der forstlichen Praxis entsprechend der aktuellen Sachlage gegeben.

 

Download: Praxis-Information Nr. 4 Eschentriebsterben (August 2016) [1,5 MB]


Posterserie zur Biologischen Vielfalt von Wäldern

Der Schutz und die nachhaltige Nutzung von Wäldern sind von großer Bedeutung für den Erhalt der Biologischen Vielfalt. Das Sachgebiet Waldnaturschutz/Naturwaldforschung der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt hat zu diesem Thema eine Posterserie erarbeitet und erstmals 2008 auf der Messe der Biologischen Vielfalt in Braunschweig vorgestellt. Die insgesamt 5 Poster beleuchten verschiedene Aspekte der Biodiversität von Wäldern.

Die Posterserie wurde 2016 aktualisiert und kann als PDF heruntergeladen werden.

 

Download: Posterserie Biologische Vielfalt

 


Waldschutz-Info Nr. 4 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2015 / 2016"

Die Winterliche Puppensuche 2015/2016 wurde in 509 Suchbeständen in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Bei 486 Proben (95%) erfolgte eine Vitalitätsuntersuchung der überwinternden Stadien.

Der Kiefernspanner befindet sich weiter in der Latenz, während sich die Anzahl der Puppenfunde der Forleule im Vergleich zum letzten Jahr leicht erhöht hat. Bei den Kiefernspinnerraupen wurden teilweise hohe Paratisierungsraten festgestellt. Auch ein hoher Anteil der eingesandten Kokons der Buschhornblattwespe waren parasitiert oder leer, so dass Nachsuchen nicht erforderlich sind.

 

Download: Waldschutz-Info Nr. 4 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2015 / 2016"


Waldschutz-Info Nr. 3 "Erhöhte Gefährdung durch Borkenkäfer"

Das Sturmtief Niklas Ende März 2015 mit meist Nester- und Einzelwürfen führte nicht wie befürchtet zu einem schnellen Anstieg der Borkenkäferschäden. Die lokalen Käferpopulationen besiedelten zunächst das frische liegende Sturmholz statt stehender Fichten. Im weiteren Verlauf des Jahres konnte das aufgearbeitete Sturmholz oft vor Ausschlupf der Jungkäfer aus dem Wald entfernt werden.Es muss davon ausgegangen werden, dass Betriebe mit verstreutem Borkenkäferbefall im Jahre 2015 erhebliche Mengen überwinternder Käfer beherbergen. Deshalb werden vorbereitende Maßnahmen empfohlen und die Durchführung einer integrierten Bekämpfung erläutert.

Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass in Folge der zahlreichen Windwürfe  kontinuierlich frische Fichtenstubben vorhanden sind, die dem Großen Braunen Rüsselkäfer (Hylobius abietis) gute Vermehrungsmöglichkeiten bieten.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3 "Erhöhte Gefährdung durch Borkenkäfer"


Waldschutz-Info Nr. 2 "Frostspanner: Fraßprognose für das Frühjahr 2016"

In den letzten Jahren haben die Populationsdichten des Kleinen Frostspanners (Operophtera brumata L.) und des Großen Frostspanners (Erannis defoliaria L.) rückläufige Tendenzen. Die Ergebnisse der in den betreuten Bundesländern durchgeführten Überwachungen mit Leimringen aus dem Herbst/Winter 2015 werden vorgestellt. Die Zahlen und das Fraßgeschehen des Vorjahres in Eichenbeständen belegen, dass sich die Frostspannerpopulationen weiter in der Latenz befinden.

Für 2016 werden keine Bekämpfungen empfohlen. Starker Fraß im Frühjahr 2016 sollte unbedingt im Waldschutz-Meldeportal dokumentiert werden. In wiederholt befressenen Beständen sind angemessene Überwachungsmaßnahmen zwingend erforderlich, denn ohne geeignete Prognoseverfahren (z.B. Leimringe) sind Behandlungen mit  Pflanzenschutzmitteln nicht möglich.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2 "Frostspanner: Fraßprognose für das Frühjahr 2016"


Waldschutz-Info Nr. 1 "Witterung 2015"

Die Witterung vom Winter 2014/15 bis Winter 2015/16 wird für den Zuständigkeitsbereich der NW-FVA dargestellt. Allgemein war das Jahr 2015 zu warm. In weiten Teilen des Zuständigkeitsgebietes der NW-FVA hatten sich bis in den Juni Niederschlagsdefizite aufgebaut. Im Juni spitzte sich das Wasserdefizit in der Landwirtschaft sichtbar zu. Die Bodenfeuchte unter landwirtschaftlichen Kulturen erreichte vielfach die niedrigsten Werte seit 1962, so dass angesichts der extremen Trockenheit örtlich in erheblichem Umfang künstlich beregnet werden musste. Lufttemperaturen über 30 °C und starke Sonneneinstrahlung verschärften Anfang Juli die Situation auch für Waldbäume. Regenfälle ab Anfang Juli und moderate Temperaturen Ende Juli führten gebietsweise zu einer Entspannung. Der Winter 2015/16 (Dez. - Feb.) war einer der wärmsten seit Aufzeichnungsbeginn 1881.

Download: Waldschutz-Info Nr. 1 "Witterung 2015"


Europäische Waldwirtschaft hat sehr wohl zum Klimaschutz beigetragen
- Kommentar zum Science Artikel von Naudts et al. 2016

Die am 5. Februar 2016 in der Zeitschrift Science veröffentlichte Studie mit dem Titel "Europas Waldwirtschaft hat nicht zur Abschwächung der Klimaerwärmung beigetragen" (im Original: Europe´s forest managment did not mitigate climate warming) von Naudts et al. 2016 ist unzutreffend, unvollständig und hat einige gravierende Mängel. Sie sollte nicht dazu herangezogen werden, die Klimaschutzleistung der Europäischen Forstwirtschaft zu diskutieren, so der Kommentar von J. Bauhus, A. Bolte, M. Dieter, F. Lang, J. Rock, und H. Spellmann (2016) mit dem Titel "Der Beitrag der Europäischen Waldwirtschaft zum Klimaschutz".

Lesen Sie hier den Kommentar von Bauhus et al. 2016 als PDF


(v.l.n.r) Prof. Dr. Hermann Spellmann NW-FVA; Dr. Christiane Holländer MELUR SH; Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser HMUKLV; Minister Dr. Hermann Onko Aiekens MLU LSA; Minister Christian Meyer ML NDS

10 Jahre NW-FVA

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt feierte am 26. Februar 2016 ihr 10-jähriges Bestehen. Zur Festveranstaltung kamen Vertreter aus Praxis, Wissenschaft, Verwaltung und Politik aus Nordwestdeutschland. Prof. Dr. Hermann Spellmann, Direktor der NW-FVA, zog in seinem Vortrag Bilanz über die ersten 10 Jahre der Mehrländer-Behörde und gab einen Ausblick. Prof. Dr. Sven Wagner (Professur für Waldbau an der Technischen Universität Dresden) referierte als Festredner über ein ureigenes forstliches Thema: die „Forstliche Nachhaltigkeit – stark, schwach, differenziert“.

Lesen Sie mehr:
Pressemitteilung - Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Pressemitteilung - Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz


Wissenschaftlicher Beirat für Waldpolitik bescheinigt Deutscher Forstwirtschaft überwiegend gute Erreichung der Ziele der Waldstrategie 2020 der Bundesregierung

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Peter Bleser, erhielt am 18. Februar 2016 die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik (WBW) von dessen Vorsitzenden, Prof. Dr. H. Spellmann überreicht.

Der WBW bescheinigt der Forstwirtschaft , dass sie nachhaltig arbeitet und die vielfältigen Ansprüche der Gesellschaft an den Wald in den Bereichen Ökologie, Ökonomie, Erholung und Klimaschutz gut ausbalanciert bedient. Im Hinblick auf die zukünftige Erfüllung der von der Bundesregierung gesteckten Ziele kündigt sich allerdings ein Ungleichgewicht an: während Indikatoren im Bereich Biodiversität und Waldnaturschutz auf eine durchgängig positive Entwicklung verweisen, deuten die Indikatoren aus dem Bereich Eigentum, Arbeit und Einkommen langfristig eher auf eine Verschlechterung hin.

Download: Kurzstellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Waldpolitik


Eingeführte Baumarten - Kompromiss zwischen Vertretern des Naturschutzes und der Forstwirtschaft

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Deutsche Verband Forstlicher Versuchs- und Forschungsanstalten (DVFFA) haben ein gemeinsames Papier zum Thema „eingeführte Baumarten“ herausgegeben, bei dem der Fokus auf Gemeinsamkeiten liegt.

Vorausgegangen war eine kontroverse Diskussion zwischen Forstwirtschaft und Naturschutz nach der Veröffentlichung des BfN-Skripts 352 „Naturschutzfachliche Invasivitäts­bewertungen für in Deutschland wild lebende gebietsfremde Gefäßpflanzen“. Als Antwort darauf und zur Versachlichung der Diskussion wurden von Forstwissenschaftlern in der Schriftenreihe Göttinger Forstwissenschaften (Band 7) Potenziale und Risiken von 15 eingeführten Baumarten auf der Grundlage wissenschaftlicher Literatur und langjähriger Forschungsarbeiten aufgezeigt.

Download: Gemeinsames Papier des BfN und des DVFFA


Pilotstudie zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels auf die Forstwirtschaft in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts

Der Bericht des gleichnamigen Projekts ist als Band 13 der Beiträge aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt erschienen. Darin sind in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts auf der Basis räumlich hoch aufgelöster Klima-, Standort-, Bestandes- und Risikoinformationen Entscheidungshilfen für das operationale Handeln von Forstbetrieben entwickelt worden. Als Modellregionen dienten der Oberharz, der Fläming und die Colbitz-Letzlinger Heide.

Die "Pilotstudie zu den lokalen Auswirkungen des Klimawandels" kann hier als PDF-Datei (ca. 11,4 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (221 S.; 39,- €; ISBN 978-3-86395-239-6).


NW-FVA ist neuer assoziierter Partner im Göttingen Campus

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt und die Universität Göttingen bauen ihre Zusammenarbeit in Forschung, Lehre und Anwendung weiter aus.

Download: Gemeinsame Pressemitteilung der Universität Göttingen und der NW-FVA


 

Archiv aktueller Meldungen:

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Herkunftsempfehlungen online

Wenn Sie wissen möchten, welche Baum-Herkünfte für Ihren Wald in Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein empfohlen werden, klicken Sie auf www.nw-fva.de/HKE/

Termine 2016:  

07. September 2016
Umbau von Reinbeständen unter besonderer Berücksichtigung der Douglasie. Fortbildung von Hessen-Forst in Zusammenarbeit mit der NW-FVA. Ort: hessisches Forstamt Diemelstadt (Anmeldung über Hessen).

21. September 2016
Waldbau und Ertragskunde  (Themen des Tages werden im Sommer 2016 veröffentlicht). Fortbildung der NW-FVA in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Ort: Reinbek. (Anmeldung über die  Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein)

10. bis 11.10.2016
Tagung "Waldböden: Nutzung und Schutz" der AG "Waldböden" der DBG, der Sektion "Wald und Wasser" im DVFFA und der Deutschen Hydrologischen Gesellschaft. Ort: NW-FVA in Göttingen. Anmeldefrist verlängert bis 17.06.2016. Anmeldungsflyer