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MultiRiskSuit

Klimawandelbedingte Mortalitäts- und Wachstumstrends als Grundlage für bundesweit vergleichende Baumarteneignungsbeurteilungen

Als Grundlage für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel werden verbesserte multikriterielle Eignungsempfehlungen für heute wichtige Baumarten (Fichte, Kiefer, Europäische Lärche, Douglasie, Tanne, Buche, Trauben- und Stieleiche, Birke, Bergahorn, Hainbuche, Roteiche) erarbeitet. Hierfür werden im Verbundprojekt „Klimawandelbedingte Mortalitäts- und Wachstumstrends als Grundlage für bundesweit vergleichende Baumarteneignungsbeurteilungen“ (Kürzel: MultiRiskSuit) existierende Verfahren zur Baumarteneignungsbeurteilung aus allen Bundesländern zusammengestellt und verglichen. Entsprechend ergibt sich eine Pluralität der Eignungseinstufungen in den Ländern, die die Grundlage für die angestrebten Verbesserungen darstellen. Diese verbesserten Eignungsempfehlungen sollen für differenziertere strategische Waldbauplanungen und mittelfristige forstbetriebliche Entscheidungen bereitgestellt werden. Das Verwertungsziel liegt in der Abschätzung der Zukunftsfähigkeit von Baumarten und Baumartenmischungen unter sich verändernden Umweltbedingungen. Diese Eignungsempfehlungen und die sie bestimmenden Risiko- und Leistungsprojektionen werden am bundesweiten Punkteraster der Bodenzustandserhebung (BZE), Waldzustandserhebung (WZE) und Bundeswaldinventur (BWI) sowie für einige länderübergreifende „Nachbarschaftsregionen” flächig abgeleitet bzw. angewendet. Auf dieser Grundlage erfolgen anschließend Vergleiche der Eignungsempfehlungen in den „Nachbarschaftsregionen” benachbarter Länder sowie zwischen den aktuellen (häufig nur regional gültigen) expertenbasierten Verfahren und den modellgestützt adaptierten Verfahren. Dieser Vergleich wird durch Sensitivitätsanalysen über große Standortgradienten ergänzt. Ausgehend von rezenten Klimabedingungen (1981-2010) werden als zeitliche Korridore die nahe (2021-2050) und ferne Zukunft (2071-2100) unter Berücksichtigung der zwei Klimaszenarien RCP 4.5 und RCP 8.5 betrachtet.

Die NW-FVA bearbeitet das Teilvorhaben 6 „Projektionen abiotischer und biotischer Risiken sowie der Wuchsleistung, Klima­stabile­ Waldbauplanung".
Arbeitspakete (AP) der NW-FVA:

Laufzeit:
11/2022 bis 10/2027
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Wachstums- und Risikomodellierung (Abt. Waldwachstum), Schmetterlinge und Mäuse (Abt. Waldschutz), Intensives Umweltmonitoring (Abt. Umweltkontrolle), Wald- und Bodenzustand (Abt. Umweltkontrolle)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:
  • Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (Koordination des Verbundprojekts)
  • Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz
  • Landesbetrieb Forst Brandenburg
  • Landesforst Mecklenburg-Vorpommern
  • Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
  • ThüringenForst
  • Landesbetrieb Wald und Holz, Nordrhein-Westfalen
  • Staatsbetrieb Sachsenforst
  • Saarforst Forstplanung, Saarland
Förderung:

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) im Rahmen der Förderrichtlinie des Waldklimafonds gefördert (Förderkennzeichen: 2220WK41F4).

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