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Projektsuche

Anfang Mai beginnt die Aufnahme der Kohlenstoffinventur 2027 (CI27) in den Wäldern Niedersachsens. In den kommenden eineinhalb Jahren werden verschiedene Messtrupps an rund 4.000 Stichprobenpunkten verschiedentliche Informationen zu Bäumen und Totholz aufnehmen.

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Viel zu früh und für alle unerwartet ist Prof. Dr. Hermann Spellmann am 17.04. im Alter von 72 Jahren in Göttingen verstorben. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt trauert um ihren Gründungsdirektor und langjährigen Leiter sowie einen hochgeschätzten, in- und außerhalb Deutschlands geachteten Forstwissenschaftler, empathischen Vorgesetzten und lieben Kollegen.

Der Direktor der NW-FVA Dr. Ralf-Volker Nagel: „Mit seinem vorausschauenden und innovativen Denken trug Hermann Spellmann maßgeblich zum 2006 erfolgten Zusammenschluss der damaligen Versuchsanstalten der Länder Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zur Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt bei. Schleswig-Holstein schloss sich diesem Erfolgsmodell 2011 an. Damit sicherte er die Existenz der ihm sehr am Herzen liegenden praxisorientierten forstlichen Forschung in diesen Ländern und stellte sie zukunftsfähig auf.“

Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.
 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Steuerungsausschuss der NW-FVA

 

Nachrufe der NW-FVA:

Meyer P., Schmidt M. (07.05.2026): Hermann Spellmann (1954-2026). Naturschutz und Landschaftsplanung (online).

Nagel R.-V., Dieter M. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. Holz-Zentralblatt 152(19): 264. (PDF)

Nagel R.-V. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. AFZ-DerWald 81(10): 52–52. (PDF wird demnächst verlinkt)

Nagel R.-V. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. Deutscher Waldbesitzer (2): 6–6.
 

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17. April 2026: Mit einer Vorstellung der Projektergebnisse im Waldmoor Wildenkiel bei Neuhaus im Solling endete am 15. April das von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) und den Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam durchgeführte Forschungs- und Umsetzungsprojekt „Birken-Monitoring in Waldmooren nach Wiedervernässungsmaßnahmen“ (BiMoWa).

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Im Verbundprojekt ANTIZOONS werden die Auswirkungen des klimawandelbedingten Waldumbaus auf Wildtierreservoire und Zoonoseerreger untersucht und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis in den Bereichen Gesundheitswesen, Forstwirtschaft und Pflanzenschutz entwickelt.

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Die neueste Ausgabe in der Naturwaldreservate-Portrait-Reihe der NW-FVA über das Waldgebiet „Alsberger Hang“ im hessischen Spessart ist ab sofort kostenlos erhältlich.

Der Spessart ist berühmt für seine ausgedehnten Mischwälder aus Rotbuche und Trauben-Eiche. In diesem Mittelgebirge bieten die oft jahrhundertealten Eichen und Buchen mit Stammhöhlen und anderen Mikrohabitaten zahlreichen seltenen und geschützten Arten wichtige Lebensräume. Hochgewachsene und feinringige Trauben-Eichen liefern wertvolles Furnierholz.

Der Alsberger Hang ist ein Waldgebiet, in dem sich die Forstgeschichte des Spessarts und die wechselhafte Entwicklung der Konkurrenzverhältnisse zwischen Rotbuche und Trauben-Eiche wie in einem Brennglas nachvollziehen und erforschen lassen. Das im Jahr 1997 eingerichtete Naturwaldreservat zeichnet sich durch eine jahrhundertelange Eichen- und Buchenkontinuität sowie durch eine ausgedehnte Sturmwurffläche aus, die der natürlichen Wiederbewaldung überlassen wurde. Neben einer weiterhin bewirtschafteten Vergleichsfläche bietet dies besonders gute Voraussetzungen für die Erforschung einer selbstgesteuerten Walddynamik.

Der Band stellt das Gebiet umfassend vor: Zunächst erfolgt eine allgemeine, geografische und geologische Darstellung, anschließend wird die abwechslungsreiche Forst- und Bestandesgeschichte beleuchtet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den bisherigen Ergebnissen der Langzeitforschung zu Waldstruktur, Vegetation, Holzpilzen und Flechten.

Alle Naturwaldreservate-Portraits können unter https://www.nw-fva.de/veroeffentlichen/waldnaturschutz als PDF-Datei heruntergeladen oder in gedruckter Form unter waldnaturschutznw-fva.de kostenlos bestellt werden.

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Reinschnuppern, mitmachen, ausprobieren: Am Zukunftstag am 23. April 2026 öffnet die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA) wieder ihre Türen für neugierige Jugendliche. Nachtrag: Alle Plätze in Göttingen und Hann. Münden sind mittlerweile vergeben.

Einen Tag lang können die Jugendlichen den Waldforscher:innen bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen und selbst aktiv werden. Auf dem Programm stehen spannende Einblicke in die Welt der Waldforschung, kleine Experimente zum Mitmachen und viele Antworten auf die Frage: Wie funktioniert eigentlich Forschung im und für den Wald? In Hann. Münden geht es unter anderem um Saatgut aus dem Wald, Pflanzenzüchtung im Labor, Waldnaturschutz und Arbeiten im Gewächshaus. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich – Neugier reicht völlig aus.

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Am 18. Februar 2026 besuchte Staatssekretärin Frauke Patzke, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt (NW-FVA). Der Direktor der NW-FVA, Dr. Ralf Nagel, stellte die gemeinsame Forschungseinrichtung der Länder Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein vor und erläuterte die Aufgaben der Abteilungen Waldwachstum, Waldschutz, Waldgenressourcen, Umweltkontrolle und Waldnaturschutz.

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Die Überwachung der Populationsdichten des Kleinen und des Großen Frostspanners (Operophtera brumata L. und Erannis defoliaria CL.) erfolgte im Herbst 2025 in den Trägerländern der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt mit Hilfe von Leimringen. Auf nahezu allen Überwachungsflächen befanden sich die Populationsdichten auf sehr niedrigem Niveau (Latenz). Lediglich auf zwei Flächen in Niedersachsen (Forstamt Rotenburg) wurde an wenigen Bäumen eine erhöhte Dichte festgestellt. Somit besteht für das Frühjahr keine erhöhte Gefährdung durch die Frostspannerarten. Da aber Eichenwickler und Eichenprozessionsspinner im Vorjahr lokal spürbaren Fraß verursacht hatten, sollten die Eichenbestände auch im kommenden Frühjahr hinsichtlich möglicher Fraßereignisse aufmerksam beobachtet und bei Bedarf Fraßbonituren durchgeführt werden.


Verteiler für Waldschutzinfos:
Die Waldschutzinfos richten sich an Verantwortliche in den Forstbetrieben, Waldbesitzende und weitere Interessierte. Sie werden kostenfrei und anlassbezogen per E-Mail verschickt. Wenn Sie in den Verteiler aufgenommen oder ausgetragen werden möchten, wenden Sie sich bitte an: waldschutznw-fva.de.

 

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet noch bis April 2026 Lehrgänge zur klimaangepassten Baumartenwahl an. Hessische Waldbesitzende können sich praxisnah durch die NW-FVA in ihrem Wald fortbilden lassen. Möglich sind nach Absprache sowohl Exkursionen vor Ort als auch Online-Schulungen. Diese Fortbildungen werden im Rahmen eines Projektes angeboten und sind kostenlos.

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Das Jahr 2025 war deutschlandweit sehr warm, sonnenreich und niederschlagsarm. Dieser Befund spiegelt sich auch in den Witterungsdaten der Trägerländer der NW-FVA wider. Die deutschlandweite Mitteltemperatur lag mit 10,1 °C um 1,9 °C über dem Wert der Klimanormalperiode. Damit gehört 2025 als viertes Jahr in Folge zu den zehn wärmsten Jahren seit 1881. Mit nur 655 l/m2 Niederschlag (-17 %) war das Jahr 2025 sehr trocken. Ausschlaggebend hierfür war insbesondere eine Trockenphase von Februar bis Mai, die auch durch die teils sehr hohen Niederschläge im Juli und September nicht ausgeglichen werden konnte. 

Trotz dieser insgesamt nicht günstigen Bedingungen kam es zu einer weiteren Entspannung hinsichtlich der durch rindenbrütende Borkenkäfer an Nadelholz verursachten Schäden, und bei der Eiche konnten erstmals deutliche Abwehrreaktionen gegenüber den Larven des Eichenprachtkäfers festgestellt werden. Allerdings begünstigten die Witterungsbedingungen Schäden durch pilzliche Schaderreger oder führten zu komplexen Schadensursachen bei verschiedenen Baumarten. 


Verteiler für Waldschutzinfos:
Die Waldschutzinfos richten sich an Verantwortliche in den Forstbetrieben, Waldbesitzende und weitere Interessierte. Sie werden kostenfrei und anlassbezogen per E-Mail verschickt. Wenn Sie in den Verteiler aufgenommen oder ausgetragen werden möchten, wenden Sie sich bitte an: waldschutznw-fva.de.

 

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