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IKSP-Burgwald

Forsteinrichtung eines forstlichen Modellbetriebs für Klimaschutz-plus im Staatswald des Hessischen Forstamts Burgwald

Das Projekt lässt sich inhaltlich in drei Arbeitsschwerpunkte gliedern:

Im Arbeitspaket 1 werden für jeden Bestand des Forstamtes Burgwald die potentiellen klimasensitiven Waldentwicklungsziele (WEZ) abgeleitet. Aus diesem Pool von möglichen WEZs, wird der klima-optimale WEZ bestimmt, welcher unter Berücksichtigung von betrieblichen Vorgaben von HessenForst, der FSC-Zertifizierung, den FFH-Gebietsverordnungen und den Einschränkungen in den Einzugsgebieten der Waldmoore im Forstamt zulässig ist und unter möglichst geringem waldbaulichen Aufwand aus dem aktuellen Bestand entwickelt werden kann. Die klima-optimale WEZ-Planung wird anschließend mit der regulären Einrichtungsplanung von HessenForst auf Grundlage der Richtlinie für die Bewirtschaftung des Staatswaldes (RiBeS) verglichen.

Das Arbeitspaket 2 erzeugt auf Basis der aktuellen Betriebsstichprobe des Forstamtes Burgwald einzelbaumbasierte Modellbestände, deren Entwicklung bis zum Jahr 2100 mit dem Waldwachstumssimulator WaldPlaner projiziert wird. Es werden zwei Varianten gerechnet, wobei die waldbaulichen Behandlungsfolgen auf Basis der WEZ für Klimaschutz-Plus und RiBeS abgebildet werden. Die Auswirkungen des Klimawandels auf das Einzelbaumwachstum werden mithilfe baumartenspezifischer klimasensitiver Bonitätsfächer projiziert. Abschließend werden die Ergebnisse beider Läufe unter besonderer Berücksichtigung der Kohlenstoffspeicherung in der oberirdischen Biomasse und in Holzprodukten bezüglich der Resilienz bzw. Vulnerabilität gegenüber biotischen und abiotischen Risiken verglichen.

Im Arbeitspaket 3 werden die Baumartenwahl, die Waldstruktur sowie das Pflanzungs-, Pflege- und Nutzungsregime aus dem Blickwinkel des Naturschutzes mit dem Ziel bewertet, die Auswirkungen auf die Biodiversität abzuschätzen. Die naturschutzfachliche Bewertung der Baumartenwahl geschieht nicht nur auf der Grundlage der aktuellen potentiellen natürlichen Vegetation, sondern berücksichtigt auch die mögliche Verschiebung der Baumartenareale in Folge des Klimawandels. Zudem wird auch das Totholzangebot als wichtiger Indikator für die Biodiversität analysiert und in die Bewertung einbezogen.

Laufzeit:
11/2021 bis 10/2024
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Wachstums- und Risikomodellierung (Abt. Waldwachstum), Waldinventur, Informatik und Biometrie (Abt. Waldwachstum), Naturwaldforschung (Abt. Waldnaturschutz)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
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In Kooperation mit:
Förderung:

Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz – Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025 (iKSP2025, L06-TP1)

 

Kontakt: