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Arten- und Biotopschutz

Wälder beherbergen eine große Vielfalt von Arten und Lebensräumen. Für deren Erhaltung, Entwicklung und Wiederherstellung erarbeitet das Sachgebiet Arten- und Biotopschutz Konzepte auf wissenschaftlicher Grundlage. Dabei stehen natürliche und naturnahe Waldlebensgemeinschaften sowie Biotope, die durch kulturhistorische Waldnutzungsformen entstanden sind, im Zentrum der Betrachtung.

Für die Ausbildung typischer und vollständiger Lebensgemeinschaften sind neben den standörtlichen Bedingungen und dem Ausbreitungspotenzial der Arten auch die Landnutzungs- und Landschaftsgeschichte von wesentlicher Bedeutung. Vor diesem Hintergrund werden praxisorientierte Konzepte für die Renaturierung von Lebensräumen (z. B. Waldmoore) oder die Wiederaufnahme historischer Waldnutzungsformen unter heutigen Rahmenbedingungen (z. B. Mittel- und Hutewälder, Streunutzung in Flechten-Kiefernwäldern) entwickelt. Weitere Tätigkeitsschwerpunkte des Sachgebiets sind die Erarbeitung, Weiterentwicklung und Anwendung von Indikatorensystemen für die biologische Vielfalt sowie von Konzepten für Monitoring und Wirkungskontrolle im Waldnaturschutz.

Zu den Daueraufgaben des Sachgebiets gehört die Vegetationserfassung in Naturwaldreservaten und auf weiteren Versuchsflächen. Darüber hinaus ist es künftig auch für das Monitoring der biologischen Vielfalt von Wäldern mit natürlicher Entwicklung (NWE) zuständig.