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Projektsuche

Der wuchskräftigen Douglasie wird unter sich ändernden Klimabedingungen ein hohes Potenzial zugeschrieben. Es bestehen jedoch Defizite bei der Beurteilung der Nährstoffansprüche, die zu Mangelernährung und Vitalitätsschwäche führen können. Durch erweiterte Kenntnis der Nährstoffansprüche und Risikofaktoren sollen in diesem Verbundprojekt die Entscheidungsgrundlagen zum Douglasienanbau verbessert werden.

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Am 10.05.2023 und 11.05.2023 richten die Forstlichen Versuchs- und Forschungseinrichtungen des deutschsprachigen Raumes gemeinschaftlich eine wissenschaftliche Tagung zur Zukunft der Buche im Klimawandel (WiBuTa 2023) in Würzburg aus. 

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Am Mittwoch, den 22. März 2023 wurden die neuen Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut im Land Sachsen-Anhalt vorgestellt. Anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung der Abteilung Waldgenressourcen der NW-FVA und des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten im Haus des Waldes auf Schloss Hundisburg wurden Grundlagen, Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten der neuen Herkunftsempfehlungen erläutert und ausgewählte Projekte der NW-FVA vorgestellt.

Der Klimawandel verändert die waldbaulichen Rahmenbedingungen grundlegend. Mehr denn je ist die Wahl standortsangepasster und forstlich geeigneter Herkünfte entscheidend für den waldbaulichen Erfolg und die Stabilität zukünftiger Wälder.

Mit den „Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut im Land Sachsen-Anhalt“ erhalten Waldbesitzende und Forstbetriebe/Zusammenschlüsse die für die Herkunftswahl notwendigen Grundlagen. Gleichzeitig sollen mit den Empfehlungen die Forstsamen- und Forstpflanzenbetriebe in die Lage versetzt werden, sich mittelfristig auf eine herkunftsgerichtete Nachfrage einzustellen.

Als Neuerung steht den Anwendenden neben der Downloadversion im PDF-Format auch eine Online-Version der Herkunftsempfehlungen zur Verfügung. Hier kann interaktiv mittels Kartenauswahl das geeignete Vermehrungsgut angezeigt werden: https://www.nw-fva.de/HKE/st/st_county.jsp.

 

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet auch in diesem Jahr Lehrgänge zur klimaangepassten Baumartenwahl an. Hessische Waldbesitzende können sich praxisnah durch die NW-FVA in ihrem Wald fortbilden lassen. Möglich sind nach Absprache sowohl Exkursionen vor Ort als auch Online-Schulungen. Diese Fortbildungen werden im Rahmen eines Projektes angeboten und sind kostenlos.

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet auch in diesem Jahr Lehrgänge zur klimaangepassten Baumartenwahl an. Hessische Waldbesitzende können sich praxisnah durch die NW-FVA in ihrem Wald fortbilden lassen. Möglich sind nach Absprache sowohl Exkursionen vor Ort als auch Online-Schulungen. Diese Fortbildungen werden im Rahmen eines Projektes angeboten und sind kostenlos.

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Auffallend hohe Speicherraten von Kohlen- und Stickstoff im Waldboden, hohe Nährstoffvorräte durch den Einfluss von Flugascheeinträgen und einen Rückgang von Magnesium im Waldboden ergab die zweite Bodenzustandserhebung im Wald (BZE II) im Vergleich zur BZE I in Sachsen-Anhalt. Viele Kiefern wiesen einen latenten Mangel an Magnesium und unharmonische Stickstoff/Magnesium-Quotienten auf, die Ernährungssituation der Eichen und Buchen ist noch angespannter.

Neben der eingehenden Analyse chemischer Eigenschaften verschiedener Waldböden stehen außerdem Ergebnisse zur Baumernährung, zur Waldvegetation und zum Intensiven Monitoring im Fokus dieser Veröffentlichung. Der Waldbodenzustandsbericht für Sachsen-Anhalt ist erschienen als Band 20 der Beiträge aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und steht unter https://www.nw-fva.de/veroeffentlichen/schriftenreihe als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Er liefert wichtige Entscheidungsgrundlagen für Wissenschaft, Praxis und Politik.


Hintergrund:
Die Bodenzustandserhebung im Wald (BZE) gibt ein umfassendes Bild des aktuellen Zustands der Waldböden und deren Veränderungen im Laufe der Zeit. Die BZE in Sachsen-Anhalt basiert auf einem Rasternetz mit insgesamt 76 Aufnahmepunkten. Die BZE I (1992-1994) ergab deutlich kritische Zustände der Waldböden, vor allem infolge von Einträgen aus der Luft. Die Wiederholungsinventur (BZE II, 2006-2008) gibt nun Aufschluss über Veränderungen in den Waldböden vor dem Hintergrund zurückgehender Säure- und Flugascheeinträge und weiterhin erhöhter Stickstoffeinträge.

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Die aktuelle Waldschutzinfo der NW-FVA beschreibt die für die Waldschutzsituation des vergangenen sowie des kommenden Jahres bedeutsame Witterung des Jahres 2022. Das Jahr 2022 war europaweit betrachtet das zweitwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Es gehörte mit den sieben vorausgegangenen Jahren zu den wärmsten Jahren seit Messbeginn und zeichnete sich regional durch intensive Hitze- und Dürreperioden aus. In Deutschland war das Jahr 2022 um 2,3°C zu warm gegenüber der Referenzperiode 1961-1990. Abgesehen vom September waren alle Monate wärmer als die vieljährigen Monats- und Jahreszeitenmittel des Vergleichszeitraums.

Zu Beginn des Jahres 2022 waren die Böden regional trotz des durchschnittlich feuchten Jahres 2021 besonders in tieferen Bodenschichten noch nicht wieder vollständig mit Wasser aufgefüllt. Im Frühjahr 2022 setzte eine ausgedehnte Trockenheit ein und führte zum neunten zu trockenen Frühling in Folge. Lediglich im April gab es reichlich Niederschlag. In weiten Teilen Deutschlands (abgesehen von z. B. Nordfriesland) lag die Bodenfeuchte der obersten 30 cm zum Frühsommer hin nur zwischen 10 und 30 % der nutzbaren Feldkapazität und somit im Bereich von Trockenstress für unsere Waldbäume. Der Sommer war dann der sonnigste seit Messbeginn sowie einer der vier wärmsten und der fünfttrockenste. Diesem extremen Sommer folgte der drittwärmste Herbst in Deutschland seit Messbeginn, allerdings war es leicht überdurchschnittlich nass. Der Winter begann ebenfalls recht mild und mit unterschiedlichen Niederschlagsmengen.

Bei vielen Bäumen und Sträuchern wurden durch Trockenstress verursachte Symptome sichtbar, und zahlreiche pilzliche Erkrankungen führten zu Absterbeerscheinungen. Ebenso verursachte Borkenkäferbefall an geschwächten Fichten auch in 2022 wieder regional erhebliche Schäden. Die Waldbrandgefahr war sehr hoch, und es kam vermehrt zu Waldbränden.

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Der Leiter der Abteilung Waldnaturschutz an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, Dr. Peter Meyer, ist für die vierte Sitzungsperiode ab Januar 2023 in den Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung berufen worden. Peter Meyer bringt seine Expertise auf den Gebieten der Naturwaldforschung und des Waldnaturschutzes in das Gremium ein. In seiner wissenschaftlichen Arbeit hat er immer wieder die Bedeutung der langfristigen Untersuchung natürlicher Waldentwicklung unter Beweis gestellt. Mit dem Credo: „Im Naturschutz reicht es nicht aus, das Gute, sondern das Richtige zu tun“, vertritt er evidenzbasierte und praxistaugliche Konzepte für den Waldnaturschutz. „Auf den Erfahrungsaustausch im Wissenschaftlichen Beirat freue ich mich und möchte mit meiner Arbeit zum Interessenausgleich in der Waldpolitik beitragen“, sagt Peter Meyer.

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik berät und unterstützt die Bundesregierung bei der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Das Gremium entwickelt Lösungswege für einen Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald. Er besteht aus Vertreter:innen unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachgebiete, die die verschiedenen gesellschaftlichen Blickwinkel auf den Wald widerspiegeln.

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet auch am diesjährigen Zukunftstag am 27.04.2023 wieder insgesamt zwölf Schüler:innen die Möglichkeit, den Waldforscher:innen bei deren Arbeit über die Schulter zu blicken. Dabei lernen die Jugendlichen viel über den Wald, die Waldforschung und führen kleine Experimente sogar selber durch. Sechs Schüler:innen können am Standort in Hannoversch Münden und sechs in Göttingen teilnehmen (Nachtrag: Alle Plätze sind bereits vergeben.). Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Anmeldungen bitte über die Zentrale der NW-FVA  per E-Mail an zentralenw-fva.de oder Tel.: 0551-69401-0. Bitte nennen Sie den Namen des Kindes, Geburtsdatum, Anschrift, Schule, Klasse und die Telefonnummer einer/eines Erziehungsberechtigten. Der Zukunftstag ist ein bundesweiter Aktionstag zur klischeefreien Berufsorientierung für Jungen und Mädchen der 5. bis 9. Klasse.

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Dürre und Hitze der letzten Jahre gingen auch an unseren Eichenwäldern nicht spurlos vorbei. In vielen Regionen zeichnet sich aktuell eine Absterbewelle bei den heimischen Eichenarten ab, die bisher unbekannte Ausmaße annehmen könnte. Auch wertvolle Naturräume sind dabei, einen bedeutenden Anteil ihrer Eichen zu verlieren.

Neben augenscheinlich rein durch den verbreitet herrschenden Wassermangel verursachten Symptomen wie früher Herbstfärbung, frühem Laubfall oder Kleinblättrigkeit werden auch zurücksterbendes Feinreisig und das Absterben ganzer Kronenteile beobachtet. In einigen Beständen kommen zu diesen abio­tischen Schäden noch solche durch Blattfraß (Eichenfraßgesellschaft, Schwammspinner, Eichenprozessionsspinner etc.), Eichen­mehltau und Wurzelpilze (z. B. Hallimasch, Spindeliger Rübling). Allgemein muss von einer erheb­lichen Schwächung der Abwehrkraft gegen jegliche Schaderreger ausgegangen werden.

Als primärer Schaderreger in der Ereigniskette des Eichensterbens sind verschiedene Prachtkäferarten beteiligt. Diese konnten sich, begünstigt durch Wassermangel, Hitze und andere Faktoren, massenhaft vermehren und bedrohen nun auch Eichen, die sich sonst bei weniger extremer Witterung wieder erholen würden. 

Wir bitten dringend um Meldung gefundener Schäden mit Angabe des Schaderregers "Eichenprachtkäfer" im Waldschutz-Meldeportal der NW-FVA.

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