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Projektsuche

Die neueste Publikation zum Waldgebiet „Kniebrecht“ aus der Naturwaldreservate-Portrait-Reihe der NW-FVA ist ab sofort kostenlos erhältlich.

Das an der hessischen Bergstraße bei Seeheim-Jugenheim gelegene Naturwaldreservat „Kniebrecht“ ist das südlichste aller Naturwaldreservate, die von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) betreut werden. Die extreme Zerfurchung des Gebietes durch Erosionsrinnen ist eine topografische Besonderheit, die natürliche und kulturbedingte Ursachen hat. Die bäuerliche Landnutzung und die bewegte Geschichte der nahegelegenen Burg Tannenberg hinterließen vielfältige Spuren. Heute ist das Gebiet von Buchenwald mit viel Berg-Ahorn, Linde, Wildkirsche und Lärche geprägt. Der Wald wird seit Mitte der 1980er-Jahre nicht mehr bewirtschaftet und unterliegt seitdem einer systematischen wissenschaftlichen Langzeitforschung. Diese wird im Rahmen des hessischen Naturwaldreservate-Programms durch die NW-FVA betrieben. Im Mittelpunkt steht die langfristige, vom Menschen unbeeinflusste Entwicklung von Waldstruktur und Vegetation. Im jetzt veröffentlichten Heft werden neben einer allgemeinen Gebietsbeschreibung und der Landnutzungsgeschichte vor allem die Ergebnisse der bisherigen Forschung dargestellt. Dazu gehört eine aufwendige Erhebung der vorkommenden Pilzarten, die so nur in wenigen Naturwaldreservaten durchgeführt wird. Für die Zukunft ist interessant, wie sich die noch relativ jungen Waldbestände, die seit ihrem Aufwachsen kaum forstlich beeinflusst wurden, unter den klimatischen Bedingungen der kommenden Jahrzehnte entwickeln werden.

Alle Naturwaldreservate-Portraits können hier über die Website der NW-FVA als PDF heruntergeladen oder in gedruckter Form unter waldnaturschutznw-fva.de kostenlos bestellt werden.

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Im Rahmen des Projekts „Kleingebietsschätzer für die forstliche Planung ...“ soll ein praxisreifes Verfahren entwickelt werden, das mit Hilfe von Fernerkundungsmetriken in Kombination mit großräumigen terrestrischen Inventuren kostengünstig und verlässlich in regelmäßigen Zeitabständen den Holzvorrat sowie die Struktur des Holzvorrats auf Ebene von Kleingebieten (z. B. Beständen) modellgestützt schätzt.

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Der wuchskräftigen Douglasie wird unter sich ändernden Klimabedingungen ein hohes Potenzial zugeschrieben. Es bestehen jedoch Defizite bei der Beurteilung der Nährstoffansprüche, die zu Mangelernährung und Vitalitätsschwäche führen können. Durch erweiterte Kenntnis der Nährstoffansprüche und Risikofaktoren sollen in diesem Verbundprojekt die Entscheidungsgrundlagen zum Douglasienanbau verbessert werden.

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Am 10.05.2023 und 11.05.2023 richten die Forstlichen Versuchs- und Forschungseinrichtungen des deutschsprachigen Raumes gemeinschaftlich eine wissenschaftliche Tagung zur Zukunft der Buche im Klimawandel (WiBuTa 2023) in Würzburg aus. 

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Am Mittwoch, den 22. März 2023 wurden die neuen Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut im Land Sachsen-Anhalt vorgestellt. Anlässlich einer Fortbildungsveranstaltung der Abteilung Waldgenressourcen der NW-FVA und des Ministeriums für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten im Haus des Waldes auf Schloss Hundisburg wurden Grundlagen, Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten der neuen Herkunftsempfehlungen erläutert und ausgewählte Projekte der NW-FVA vorgestellt.

Der Klimawandel verändert die waldbaulichen Rahmenbedingungen grundlegend. Mehr denn je ist die Wahl standortsangepasster und forstlich geeigneter Herkünfte entscheidend für den waldbaulichen Erfolg und die Stabilität zukünftiger Wälder.

Mit den „Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut im Land Sachsen-Anhalt“ erhalten Waldbesitzende und Forstbetriebe/Zusammenschlüsse die für die Herkunftswahl notwendigen Grundlagen. Gleichzeitig sollen mit den Empfehlungen die Forstsamen- und Forstpflanzenbetriebe in die Lage versetzt werden, sich mittelfristig auf eine herkunftsgerichtete Nachfrage einzustellen.

Als Neuerung steht den Anwendenden neben der Downloadversion im PDF-Format auch eine Online-Version der Herkunftsempfehlungen zur Verfügung. Hier kann interaktiv mittels Kartenauswahl das geeignete Vermehrungsgut angezeigt werden: https://www.nw-fva.de/HKE/st/st_county.jsp.

 

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet auch in diesem Jahr Lehrgänge zur klimaangepassten Baumartenwahl an. Hessische Waldbesitzende können sich praxisnah durch die NW-FVA in ihrem Wald fortbilden lassen. Möglich sind nach Absprache sowohl Exkursionen vor Ort als auch Online-Schulungen. Diese Fortbildungen werden im Rahmen eines Projektes angeboten und sind kostenlos.

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Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt bietet auch in diesem Jahr Lehrgänge zur klimaangepassten Baumartenwahl an. Hessische Waldbesitzende können sich praxisnah durch die NW-FVA in ihrem Wald fortbilden lassen. Möglich sind nach Absprache sowohl Exkursionen vor Ort als auch Online-Schulungen. Diese Fortbildungen werden im Rahmen eines Projektes angeboten und sind kostenlos.

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Auffallend hohe Speicherraten von Kohlen- und Stickstoff im Waldboden, hohe Nährstoffvorräte durch den Einfluss von Flugascheeinträgen und einen Rückgang von Magnesium im Waldboden ergab die zweite Bodenzustandserhebung im Wald (BZE II) im Vergleich zur BZE I in Sachsen-Anhalt. Viele Kiefern wiesen einen latenten Mangel an Magnesium und unharmonische Stickstoff/Magnesium-Quotienten auf, die Ernährungssituation der Eichen und Buchen ist noch angespannter.

Neben der eingehenden Analyse chemischer Eigenschaften verschiedener Waldböden stehen außerdem Ergebnisse zur Baumernährung, zur Waldvegetation und zum Intensiven Monitoring im Fokus dieser Veröffentlichung. Der Waldbodenzustandsbericht für Sachsen-Anhalt ist erschienen als Band 20 der Beiträge aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und steht unter https://www.nw-fva.de/veroeffentlichen/schriftenreihe als PDF-Datei zum Download zur Verfügung. Er liefert wichtige Entscheidungsgrundlagen für Wissenschaft, Praxis und Politik.


Hintergrund:
Die Bodenzustandserhebung im Wald (BZE) gibt ein umfassendes Bild des aktuellen Zustands der Waldböden und deren Veränderungen im Laufe der Zeit. Die BZE in Sachsen-Anhalt basiert auf einem Rasternetz mit insgesamt 76 Aufnahmepunkten. Die BZE I (1992-1994) ergab deutlich kritische Zustände der Waldböden, vor allem infolge von Einträgen aus der Luft. Die Wiederholungsinventur (BZE II, 2006-2008) gibt nun Aufschluss über Veränderungen in den Waldböden vor dem Hintergrund zurückgehender Säure- und Flugascheeinträge und weiterhin erhöhter Stickstoffeinträge.

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Die aktuelle Waldschutzinfo der NW-FVA beschreibt die für die Waldschutzsituation des vergangenen sowie des kommenden Jahres bedeutsame Witterung des Jahres 2022. Das Jahr 2022 war europaweit betrachtet das zweitwärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn. Es gehörte mit den sieben vorausgegangenen Jahren zu den wärmsten Jahren seit Messbeginn und zeichnete sich regional durch intensive Hitze- und Dürreperioden aus. In Deutschland war das Jahr 2022 um 2,3°C zu warm gegenüber der Referenzperiode 1961-1990. Abgesehen vom September waren alle Monate wärmer als die vieljährigen Monats- und Jahreszeitenmittel des Vergleichszeitraums.

Zu Beginn des Jahres 2022 waren die Böden regional trotz des durchschnittlich feuchten Jahres 2021 besonders in tieferen Bodenschichten noch nicht wieder vollständig mit Wasser aufgefüllt. Im Frühjahr 2022 setzte eine ausgedehnte Trockenheit ein und führte zum neunten zu trockenen Frühling in Folge. Lediglich im April gab es reichlich Niederschlag. In weiten Teilen Deutschlands (abgesehen von z. B. Nordfriesland) lag die Bodenfeuchte der obersten 30 cm zum Frühsommer hin nur zwischen 10 und 30 % der nutzbaren Feldkapazität und somit im Bereich von Trockenstress für unsere Waldbäume. Der Sommer war dann der sonnigste seit Messbeginn sowie einer der vier wärmsten und der fünfttrockenste. Diesem extremen Sommer folgte der drittwärmste Herbst in Deutschland seit Messbeginn, allerdings war es leicht überdurchschnittlich nass. Der Winter begann ebenfalls recht mild und mit unterschiedlichen Niederschlagsmengen.

Bei vielen Bäumen und Sträuchern wurden durch Trockenstress verursachte Symptome sichtbar, und zahlreiche pilzliche Erkrankungen führten zu Absterbeerscheinungen. Ebenso verursachte Borkenkäferbefall an geschwächten Fichten auch in 2022 wieder regional erhebliche Schäden. Die Waldbrandgefahr war sehr hoch, und es kam vermehrt zu Waldbränden.

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Der Leiter der Abteilung Waldnaturschutz an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, Dr. Peter Meyer, ist für die vierte Sitzungsperiode ab Januar 2023 in den Wissenschaftlichen Beirat für Waldpolitik der Bundesregierung berufen worden. Peter Meyer bringt seine Expertise auf den Gebieten der Naturwaldforschung und des Waldnaturschutzes in das Gremium ein. In seiner wissenschaftlichen Arbeit hat er immer wieder die Bedeutung der langfristigen Untersuchung natürlicher Waldentwicklung unter Beweis gestellt. Mit dem Credo: „Im Naturschutz reicht es nicht aus, das Gute, sondern das Richtige zu tun“, vertritt er evidenzbasierte und praxistaugliche Konzepte für den Waldnaturschutz. „Auf den Erfahrungsaustausch im Wissenschaftlichen Beirat freue ich mich und möchte mit meiner Arbeit zum Interessenausgleich in der Waldpolitik beitragen“, sagt Peter Meyer.

Der Wissenschaftliche Beirat für Waldpolitik berät und unterstützt die Bundesregierung bei der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung. Das Gremium entwickelt Lösungswege für einen Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüchen an den Wald. Er besteht aus Vertreter:innen unterschiedlicher wissenschaftlicher Fachgebiete, die die verschiedenen gesellschaftlichen Blickwinkel auf den Wald widerspiegeln.

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