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ProFiKiD

Produktivitätsvergleich von Fichte, Kiefer und Douglasie entlang eines großräumigen, deutschlandweiten Standortgradienten

Infolge des sich immer stärker abzeichnenden Klimawandels haben sich die Wuchsbedingungen vor allem für die Fichte (Picea abies) aber auch die Kiefer (Pinus silvestris) deutlich verschlechtert. Die Fichte ist dabei besonders durch Winterstürme und von Borkenkäferkalamitäten betroffen. Die Kiefer weist im Vergleich deutlich geringere Schäden auf, hat aber grundsätzlich eine hohe Vulnerabilität gegenüber einer Vielzahl an biotischen Schaderregern und zudem eine relativ geringe Wuchs- und Wertleistung. Die Probleme beider Baumarten werden zukünftig durch den sich verstärkenden Klimawandel weiter zunehmen, wobei auch zusätzlich weitere Risiken wie die Waldbrandgefahr wichtiger werden. Damit stellt sich die Frage nach möglichen Alternativbaumarten. Laubbaumarten sind im Vergleich zur Fichte ausnahmslos und im Vergleich zur Kiefer häufig ertragsschwächer. Damit ergibt sich vor allem die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) als attraktive Baumart, die durch eine hohe Wuchsleistung und Trockentoleranz hervorsticht.

Bislang ist aber kaum untersucht, in wieweit die Mehrleistung der Douglasie gegenüber Fichte und Kiefer standörtlich variiert. Ebenso ist ungeklärt, welchen zeitlichen Veränderungen das Leistungsniveau von Douglasie und Fichte bzw. Kiefer im Vergleich unterliegt. Eine weitere interessante Frage ist, welche Wachstumsreaktionen der drei Baumarten unter dem Einfluss des Klimawandels zu erwarten sind. Im Rahmen dieses Projektes sollen die gegenwärtige und zukünftige Leistungsfähigkeit von Fichte, Kiefer und Douglasie analysiert werden. Bisherige Studien greifen dazu häufig auf einen Space for Time-Ansatz zurück, bei dem Produktivitätsunterschiede entlang eines räumlichen Umweltgradienten modelliert werden. Demgegenüber stehen uns mit den Versuchsflächennetzen der NW-FVA und der FVA-BW echte Zeitreihen zur Verfügung.

Laufzeit:
07/2021 bis 06/2024
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:
Förderung:

Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Förderkennzeichen: 2221NR008B

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Kontakt: