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Entscheidungsunterstützung für die Wiederbewaldung aktueller Kalamitätsflächen

Die extremen Witterungsereignisse der vergangenen Jahre, eingeleitet durch den Sturm Friederike Anfang 2018 und die anschließenden Dürrejahre, haben in Niedersachsen zu kalamitätsbedingten Freiflächen in einer Größenordnung von etwa 40.000 Hektar geführt (Waldzustandsbericht Niedersachsen 2021).
Die Niedersächsischen Landesforsten und private Waldbesitzende stehen jetzt vor der großen Herausforderung der Wiederbewaldung der Schadflächen unter Wiederherstellung aller Waldfunktionen. Gleichzeitig liegt darin die Chance, eine hohe Struktur- und Baumartenvielfalt sowie die Klimaangepasstheit dieser neuen Wälder durch die Wahl standortsgerechter Waldentwicklungstypen (WET) zu gewährleisten.
Freiflächensituationen stellen für eine Waldbegründung u. a. aufgrund ihres Strahlungsregimes und damit verbundener extremer Temperaturunterschiede einschließlich einer hohen Spätfrostgefahr eine sehr schwierige waldbauliche Ausgangssituation dar. Volle Einstrahlung und fehlende Windruhe führen zu einem hohen Verdunstungsanstoß und starker Austrocknung des Oberbodens. Außerdem entwickelt sich häufig eine konkurrenzstarke Begleitvegetation aus krautigen Pflanzen und Sträuchern und es treten freiflächenspezifische erhöhte Waldschutzgefahren auf (Rüsselkäfer, Mäuse, Wildverbiss).

Die Wiederbewaldung ist aufgrund immenser Flächenausmaße mit gewaltigen Investitionen verbunden und wird zwangsläufig längere Zeiträume in Anspruch nehmen. Daraus ergibt sich, dass nicht alle Flächen gleichzeitig und mit gleicher Intensität bearbeitet werden können. Neben aktiver Wiederbewaldung sollen und müssen Potenziale natürlicher Prozesse genutzt und möglichst zielgerichtet einbezogen werden.
Angesichts der Situation und der skizzierten Anforderungen an die Wälder besteht für die Wiederbewaldung ein akuter Bedarf an Entscheidungshilfen. Ziel des Projektes ist deshalb die systematische Evaluierung des Erfolges der Wiederbewaldung nach Kyrill, hauptsächlich im niedersächsischen Bergland, nach objektiven und reproduzierbaren standorts- und bestandesbezogenen Kriterien. Vorrangig sollen wichtige Erfolgsfaktoren sowohl für die natürliche als auch die investive Wiederbewaldung herausgearbeitet werden.

Laufzeit:
04/2022 bis 03/2024
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Waldverjüngung (Abt. Waldwachstum)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:

-

Förderung:

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) im Rahmen des Förderprogramms „Stadt.Land.ZUKUNFT“ aus dem niedersächsischen Sondervermögen "Wirtschaftsförderfonds – ökologischer Bereich"

Kontakt: