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Waldschutzrisiken Sachsen-Anhalts

Studie zu den lokalen Waldschutzrisiken in ausgewählten Regionen Sachsen-Anhalts

Die Ergebnisse der Klimafolgenstudie 2012 für das Land Sachsen-Anhalt zeigen, dass die langfristig operierende Forstwirtschaft besonders vom Klimawandel betroffen ist, da sich Veränderungen bei Produktionsgrundlagen, Risiken und Ertragsaussichten ergeben. Insgesamt müssen sich die Forstbetriebe in Sachsen-Anhalt auf eine Zunahme der abiotischen und biotischen Gefahren einstellen. Vor diesem Hintergrund stellen sich die Fragen, welche Gebiete wie stark gefährdet sind, ob man regionale Schadschwerpunkte definieren kann, wie sich die bestehenden Risiken weiterentwickeln werden und inwiefern für das forstliche Betriebsmanagement Handlungsbedarf besteht.

Um wissenschaftlich abgesicherte Entscheidungshilfen für diese Fragestellungen zu liefern, werden im Rahmen des Projektes hoch aufgelöste Waldschutzdaten für folgende Modellregionen (Elb-Havel-Winkel, Dübener Heide, Annaburger Heide und Glücksburger Heide, Mittlerer Unterharz, Altmark, nördliche Randplatten des Thüringer Beckens, nordwestliches Harzvorland) in Sachsen-Anhalt erhoben. Diese Daten werden auf Hotspots für die weitere Schädlingsüberwachung überprüft. Als Hotspots werden dabei Gebiete ausgewiesen, in denen im Zuge der retrospektiven Arealanalyse eine Konzentration der wichtigsten biotischen Schädlinge festgestellt wird. Diese Gebiete sind zukünftig für eine dauerhafte Schädlingsüberwachung vorgesehen, da angenommen wird, dass Massenvermehrungen der Schadinsekten hier frühzeitig erkannt werden können. Um Aussagen über die weitere Entwicklung der bestehenden Risiken treffen zu können, werden außerdem zeitliche und ökologische Zusammenhänge zwischen den Massenvermehrungen verschiedener Schadorganismen in den Modellregionen und dem dortigen Waldbestand statistisch untersucht.

Laufzeit:
08/2013 bis 02/2015
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Schmetterlinge und Mäuse (Abt. Waldschutz)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Prof. Dr. Hermann Spellmann
In Kooperation mit:
Förderung:

Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

Kontakt: