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VITAWald

Vitalitätsverluste von niedersächsischen Waldbäumen infolge des Klimawandels – Folgen von Dürre und Hitze sowie potenzielle Anpassungsmaßnahmen

Im Projekt „VitaWald“ werden Vitalitätsverluste von Waldbäumen infolge des Klimawandels untersucht, sowie potenzielle Anpassungsmaßnahmen erarbeitet. Die langanhaltenden hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschläge in den Jahren 2018 und 2019 führten zu außergewöhnlichen klimatischen Verhältnissen, hatten eine Devitalisierung fast aller Baumarten in Niedersachsen zur Folge. Insbesondere die 13-monatige zu warme Phase vom März 2018 bis zum April 2019 führte in niedersächsischen Wäldern zu einem hohen Schadholzaufkommen. Besonders betroffen sind die Baumarten Fichte und Buche. Großflächige Absterbeerscheinungen im Starkholzbereich der Buche, die im Wesentlichen dem komplexen Schadbild der Buchen-Vitalitätsschwäche zugeordnet werden können, stellen waldbaulich und ökonomisch große Herausforderungen dar. Betroffen von dieser neuen Witterungsbedingung sind viele Forstbetriebe unabhängig von ihrer Eigentumsform. Auch andere Baumarten wie die Waldkiefer und die Weißtanne zeigten infolge der besonderen Witterungsverhältnisse Vitalitätseinbußen und es kam zu großflächigem Auftreten von komplexen oder pilzlichen Erkrankungen, z. B. Diplodia-Triebsterben der Kiefer oder Tannen-Rindennekrose.

Die Ziele dieses Projektes beziehen sich auf die Unterstützung der Schadenserhebung und Aufnahme von Vitalitätsschwächen niedersächsischer Waldbäume mit besonderem Blick auf die Rotbuche, Tannen- und Kiefern-Arten. Es soll eine Zustandserfassung mit Blick auf pathologische und waldbauliche Fragestellungen in Altbeständen und Verjüngungen hinsichtlich der Holz-Einschlagssaison 2022/2023 erstellt werden. Zudem gilt es, standörtliche Prädispositionen (Boden, Klima, Exposition) für Vitalitätsschwächungen im Klimawandel sowie Zusammenhänge zur bisherigen waldbaulichen Bestandesbehandlung und zum Baum- bzw. Bestandesalter  zu erfassen. Schadmerkmale an Bäumen sollen erfasst und der zeitliche Verlauf der Vitalitätsschwäche in Abgrenzung zu anderen Krankheits- und Schadverläufen unter Berücksichtigung phytopathogener und klimatischer Faktoren evaluiert werden. Möglichen Konsequenzen für die weitere Bestandesbehandlung der geschädigten Bestände, insbesondere die Verjüngung, sollen erörtert werden.

Laufzeit:
05/2022 bis 04/2024
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:
Förderung:

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Maßnahmenpaket Stadt.Land.ZUKUNFT, Maßnahme: „Forschung zur Anpassung klimaresilienter Wälder“

Kontakt: