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VITADOU

Eine optimale Vitalität von Douglasien für die Zukunft multifunktionaler Wälder

Im Projekt „Eine optimale Vitalität von Douglasien für die Zukunft multifunktionaler Wälder“ bearbeitet die NW-FVA das Teilvorhaben 3: Schadensinventur, Kausalanalysen, Flächenauswahl, Komplexanalyse.

Die aus Nordamerika stammende Douglasie (Pseudotsuga menziesii Mirb.) wird in Europa seit vielen Jahrzehnten angebaut. Heute ist sie erfolgreich in den deutschen Wäldern etabliert und stellt einen wichtigen Rohstofflieferanten für die Holz- und Papierwirtschaft dar. Seit wenigen Jahren werden jedoch vermehrt Vitalitätsstörungen bei dieser Baumart festgestellt, die durch ungewöhnlich „schüttere“ Kronen sowie Absterben von Baumindividuen ersichtlich sind. Als Hauptursachen werden der Befall durch die Rußige Douglasienschütte (Nothophaeocryptopus gaeumannii T. Rohde) und andere pilzliche Schaderreger sowie durch Douglasien-Gallmücken (Contarinia sp.) vermutet.

Das Forschungsprojekt VITADOU untersucht Douglasienbestände in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und in den Trägerländern der NW-FVA. Das Ziel ist die im Projektraum auftretenden Schadkomplexe bei der Douglasie vollständig zu erfassen und Kenntnisse über deren Entstehung und den Schadensfortschritt zu erlangen.

 

Im Teilvorhaben 3 „Schadensinventur, Kausalanalysen, Flächenauswahl, Komplexanalyse“ sollen zunächst das Ausmaß und die Ursachen der Schädigungen in den Douglasienbeständen erfasst und analysiert werden. Darüber hinaus wird der Zusammenhang zwischen Zuwachs, Devitalisierung und Kronenverlichtungen von Einzelbäumen und Beständen quantifiziert.

Die Arbeitsschwerpunkte der NW-FVA liegen bei der Isolation, Identifizierung und Charakterisierung der an Douglasie vorkommenden pilzlichen Schaderreger sowie der Analyse der Wechselwirkungen zwischen biotischen und abiotischen Schadfaktoren (= Schadkomplexe).

VITADOU wird als Verbundprojekt in enger Zusammenarbeit mit der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt und der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA-BaWü) in Freiburg i.Br. durchgeführt. Gesamtziel des Verbundvorhabens ist es, waldbauliche Maßnahmen und Empfehlungen zu entwickeln, die ökologisch und ökonomisch sinnvolle und stabile Anbaumöglichkeiten der Douglasie in Deutschland sichern.

Laufzeit:
01/2022 bis 12/2024
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:

Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF), Hauptstr. 16, 67705 Trippstadt (Verbundkoordinator: Dr. Stefan Seegmüller) (Teilvorhaben 1)
Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA-BaWü), Wonnhaldestraße 4, 79100 Freiburg i.Br. (Teilvorhaben 2)

Förderung:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V., Förderprogramm: „Nachwachsende Rohstoffe“, Förderkennzeichen: 2220NR290C
Das Projekt wird aus Mitteln der Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), Kapitel 1005, Titel 6811 gefördert.

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Kontakt:
Publikationen:
Weitere Informationen:

FNR-Pressemitteilung (vom 13.01.2022): Vitalität der Douglasie ernsthaft gefährdet