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Projekte

RiMa-Wald

Verbundvorhaben: Zukunftsorientiertes Risikomanagement für biotische Schadereignisse in Wäldern zur Gewährleistung einer nachhaltigen Waldwirtschaft

Teilvorhaben 4: Erstellung bundeseinheitlicher Leitlinien für den integrierten Pflanzenschutz in der Forstwirtschaft und Demonstration der Verfahren in Beispielbetrieben Deutschlands

Im Rahmen des Verbundprojekts RiMa-Wald wurde die Abteilung Waldschutz (Sachgebiet Käfer und Mittelprüfung) im Teilvorhaben 4 mit der Aufgabe betraut, bundeseinheitliche Leitlinien des integrierten Waldschutzes in Zusammenarbeit mit maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren der Forstwirtschaft und des Pflanzenschutzes zu erstellen und abzustimmen. Ziel ist es, Belastungen für die Menschen, die Tiere und die Umwelt zu vermeiden und die Menge verwendeter Pflanzenschutzmittel auf ein notwendiges Maß zu begrenzen. Vor dem Hintergrund, dass an den Waldschutz im Zuge gesetzlicher und selbstverpflichtender Maßnahmen zunehmend striktere Anforderung gestellt werden, sich die Zahl der zugelassenen Pflanzenschutzmittel verringert und die Gesellschaft den Pflanzenschutz immer stärker diskutiert, ist eine gemeinsame Position im Waldschutz erstrebenswert.

Sechs Beispielbetriebe, deren betriebliche Schwerpunkte in der Fichten-, Kiefern-, Buchen- oder Eichenwirtschaft liegen, veranschaulichen anderen Forstbetrieben und -beratenden als auch der Öffentlichkeit die Umsetzung der Leitlinien. Diese Betriebe werden dazu im Rahmen des Projektes in allen Fragen des Waldschutzes besonders intensiv durch Projektbearbeiter:innen und Waldschutzexpert:innen der NW-FVA betreut und beraten, sodass Verfahren des integrierten Pflanzenschutzes beispielhaft realisiert und Innovationen erprobt werden können. Des Weiteren werden für interessierte Waldbesitzende und Forstbetriebe Informationen zum Waldschutzmanagement im Rahmen von Exkursionstagen bereitgestellt.

Das Institut für Strategien und Folgenabschätzung am Julius Kühn-Institut unterstützt die Erarbeitung der Leitlinie. Es wirkt bei der Betreuung der Beispielbetriebe mit und bewertet die Umsetzung des integrierten Pflanzenschutzes anhand von ökologischen Begleituntersuchungen. Gegebenenfalls kann das Institut bei der Modellierung von ökologischen Auswirkungen der Pflanzenschutzmaßnahmen im Forst mit dem anzupassenden Indikatorsystem SYNOPS-GIS einen weiteren Beitrag liefern.

Laufzeit:
10/2015 bis 09/2018
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Käfer und Mittelprüfung (Abt. Waldschutz)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Dr. Michael Habermann
In Kooperation mit:
  • Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen – Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und Forst, Quedlinburg (gleichzeitig Verbundprojektkoordination)
  • Landesbetrieb Forst Brandenburg, Potsdam
  • Technische Universität München, München
  • Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Freising

 

Förderung:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

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