Zum Hauptinhalt springen

natWald100

Auswirkungen natürlicher Waldentwicklung auf Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität

Mehrheitlich wird angenommen, dass die natürliche Entwicklung unserer Wälder einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Wiederherstellung der waldtypischen Biodiversität leistet, u. a. weil sich naturschutzfachlich wertvolle Strukturelemente, wie Totholz und Habitatbäume, anreichern. Stärker umstritten sind bisher die Klimaschutzwirkungen nutzungsfreier Wälder.  Da bisherige Untersuchungen dieser Fragestellungen meist auf Einzelflächen beruhen, schafft dieses bundesweit durchgeführte Verbundprojekt eine übertragbare und allgemein belastbare Datengrundlage.

Um die mittelfristigen Effekte natürlicher Waldentwicklung besser zu verstehen, werden im Vorhaben natWald100 zahlreiche Naturwaldreservate (www.naturwaelder.de) in ganz Deutschland untersucht, die sich hinsichtlich der Dauer der Nutzungsfreiheit unterscheiden.

In den insgesamt 100 Gebieten werden Daten über die Waldstruktur, den Kohlenstoffspeicher (lebende Biomasse, Totholz, Humus und Mineralboden) und die Artenvielfalt von Gefäßpflanzen, Moosen und Arthropoden erfasst. Der Vergleich zwischen kurz- und längerfristig aus der Nutzung entlassenen Naturwaldreservaten erlaubt eine belastbare Abschätzung der Auswirkungen natürlicher Waldentwicklung. Zudem wird durch die repräsentative Flächenauswahl und die vergleichsweise große Zahl der Untersuchungsgebiete eine großflächige Übertragbarkeit der Ergebnisse erwartet.

Damit sollen verbesserte Entscheidungshilfen zur Frage der Stilllegung von Waldflächen für Politik und Praxis geliefert werden. Darüber hinaus entwickelt das Vorhaben auch einen Baustein für ein Nationales Biodiversitätsmonitoring.

Teilprojekt 1: Koordination, Waldstruktur und Kohlenstoffspeicherung (Federführung: NW-FVA)

Teilprojekt 2: Biodiversität von Vegetation und Arthropoden (Federführung: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)

Laufzeit:
01/2020 bis 01/2023
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Naturwaldforschung (Abt. Waldnaturschutz)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Prof. Dr. Hermann Spellmann, Dr. Peter Meyer
no logo
In Kooperation mit:

AIM - Advanced Identification Methods GmbH;   Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz; Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg; Institut für Ökologie und Landschaft, Fakultät Wald und Forstwirtschaft, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf; Landesforst Mecklenburg-Vorpommern, BT Forstplanung, Versuchswesen, Informationssysteme; Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde; Zoologische Staatssammlung München (SNSB, ZSM); Julius-Maximilian-Universität Würzburg, Ökologische Station Fabrikschleichach; Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha, Forschungskoordination, Zentrale Dienste; Wald und Holz NRW, FB IV, Waldnaturschutz; Nationalparkamt Müritz, Dezernat Grundlagen und Planung

Förderung:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) im Rahmen des Waldklimafonds (Förderkennzeichen: 2218WK31A4)

Kontakt:
Weitere Informationen: