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Nadelrohholz

Holzaufkommen und verwendungsorientierte Waldbauplanung für Nadelbaumarten

Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens "Sicherung der Nadelrohholzversorgung in Norddeutschland". Bereits heute zeichnen sich Versorgungsengpässe beim Nadelholz ab, die sich in Zukunft noch weiter verschärfen werden. Ein ausreichendes Angebot an Nadelrohholz ist aber eine wichtige Grundvoraussetzung zur Verbesserung der Ertragssituation vieler Forstbetriebe, zum Fortbestand der heimischen Nadelholzindustrie sowie zum Erhalt zahlreicher Arbeitsplätze im ländlichen Raum.

Das Teilprojekt der NW-FVA entwickelt Entscheidungshilfen zur Sicherung der Produktion und Bereitstellung von Nadelrohholz für die forstliche Praxis in Norddeutschland. Dabei sollen die sich abzeichnenden Veränderungen der Produktionsgrundlagen, Risiken und Ertragsaussichten durch den Klimawandel und die Stoffeinträge ebenso berücksichtigt werden wie berechtigte naturschutzfachliche Anforderungen an eine multifunktionale Forstwirtschaft.

Anhand von national, regional und betrieblich verfügbaren Statistiken, Standorts- und Bestandesdaten werden Ist-Zustände charakterisiert, die bestehenden naturschutzfachlichen Restriktionen erfasst sowie der Einfluss der derzeit gültigen Förderprogramme auf die Entwicklung der Baumartenanteile analysiert. Diese Inventurdaten bilden zudem die Eingangsgrößen für rechnergestützte Szenariosimulationen zur Prognose des Holzaufkommens für verschiedene Nutzungs- und Anbaustrategien bis zum Jahre 2042. Hierbei kommt der Überprüfung der Auswirkungen einer erweiterten standörtlichen Zuordnung der Waldentwicklungstypen mit führendem Nadelholz auf das Nadelrohholzaufkommen eine besondere Bedeutung zu.

Während die Analyse der Ist-Zustände und der heutigen Bewirtschaftungskonzepte Schwächen offen legen soll, dient die Überprüfung von Handlungsoptionen in der biologischen Produktion dazu, Lösungswege zur Sicherung bzw. Verbesserung der Nadelrohholzversorgung aufzuzeigen.

Laufzeit:
06/2012 bis 08/2014
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Prof. Dr. Hermann Spellmann
In Kooperation mit:

Die Koordination des Verbundprojektes erfolgt durch die NW-FVA. Die Universität Hamburg / Zentrum Holzwirtschaft ist mit dem Teilvorhaben "Einbindung der Nadelholz-Bedarfsanalyse in den Markt für Holzbiomassen und Regionalisierung", das Fraunhofer Institut für Holzforschung / Wilhelm-Klauditz-Institut / Verfahrenstechnik/  Holzwerkstoffe mit dem Teilvorhaben "Effizienter Rohstoffeinsatz in der Säge- und Holzwerkstoffindustrie" und die Georg-August Universität Göttingen / Abteilung Forstökonomie und Forsteinrichtung mit dem Teilvorhaben "Ökonomische Bedeutung von Nadelholz für Forstbetriebe" am Verbundprojekt beteiligt.

Förderung:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), Förderkennzeichen des Gesamtprojekts: 10NR095

Kontakt:
Publikationen:

Spellmann H., Rudolph J., Döbbeler H., Nagel J. (2015):  Verbundvorhaben: Sicherung der Nadelrohholzversorgung in Norddeutschland; Teilvorhaben 1a: Holzaufkommen und verwendungsorientierte Waldbauplanung für Nadelbaumarten. Schlussbericht der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (Förderkennzeichen 220 09510; www.fnr-server.de/ftp/pdf/berichte/22009510.pdf) 106 S. 

Spellmann H., Döbbeler H., Rudolph J. (2015): Entwicklung des Nadelrohholz-Angebotes in Norddeutschland. AFZ-DerWald 70(17): 16–19. (pdf)