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INKA

Integriertes forstliches Informationssystem für den kleinparzellierten Nicht-Staatswald

Im Rahmen des Verbundprojektes "Integriertes forstliches Informationssystem für den kleinparzellierten Nicht-Staatswald" wird in der Abteilung Waldwachstum das Teilvorhaben 4: Forsteinrichtungsservices bearbeitet.

Mit einer Gesamtwaldfläche von ca. 11,4 Mio. Hektar ist Deutschland eines der waldreichsten Länder Europas. Ca. 49 % dieser Fläche gehören privaten Waldbesitzenden, weitere 19 % gehören kommunalen Gebietskörperschaften. Eine Besonderheit des deutschen Privatwaldes wie auch des Kommunalwaldes ist seine kleinflächige Parzellierung – rund 80 % der privaten und kommunalen Forstbetriebe bewirtschaften weniger als 500 ha Waldfläche. Für diese Betriebsgrößen gibt es kein kostenoptimales forstliches Informationssystem, das aktuelle Inventurergebnisse für Zwecke der Betriebssteuerung zur Verfügung stellt.

Für die Zielgruppen der kleinen und mittleren Nichtstaatswaldbetriebe  und der Forstdienstleister soll in dem Verbundprojekt ein Konzept für ein integriertes, auf mobilen Endgeräten (wie Laptop oder Tablet) lauffähiges, forstliches Informationssystem entwickelt werden, das eine nachhaltige Planung der Waldbewirtschaftung auf aktuellem Kenntnisstand ohne den Kauf einer speziellen Software ermöglicht. Dadurch werden die Kosten gegenüber der herkömmlichen Forsteinrichtung deutlich reduziert.

Das  Verbundprojekt INKA beinhaltet drei Kernaufgaben. Das Erfassen der notwendigen Basisdaten, die Simulationen der Waldentwicklung über Web-Dienste und die Erstellung von waldbaulichen Handlungsoptionen. Während andere Projektbeteiligte neue fernerkundungsbasierte Verfahren zur kostengünstigen Erfassung von Bestandesdaten entwickeln und erproben, konzipiert die NW-FVA eine Programmierschnittstelle (API) auf REST-Basis, die Zuwachsschätzungen in Rein- und Mischbeständen sowohl auf Basis des Waldwachstumssimulators der NW-FVA (TreeGrOSS) als auch auf Basis von Ertragstafeln ermöglicht. Dabei können Vorratsprognosen abgerufen werden, die auf verschiedenen Behandlungsszenarien basieren. Die Bestandesentwicklung kann mit oder ohne waldbaulichen Eingriffen simuliert werden. Über eine optionale Waldentwicklungstypen-Zuweisung kann auch ein Waldumbau abgebildet werden.

Die zu entwickelnde App soll bundesweit einsetzbar sein und sowohl Online- als auch Offline-Funktionen anbieten.

Laufzeit:
08/2018 bis 12/2021
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Prof. Dr. Hermann Spellmann
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In Kooperation mit:

INTEND Geoinformatik GmbH (Projektkoordination); IABG: Umwelt & Geodaten Services; ThüringenForst, Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum (FFK Gotha); Georg-August-Universität Göttingen: Abteilung: Forstökonomie

 

Förderung:

Förderung: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Förderkennzeichen: 22024217

Kontakt: