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GenMon

Einrichtung eines genetischen Monitorings für Buche und Fichte zur Bewertung der genetischen Anpassungsfähigkeit gegenüber Umweltveränderungen

Die genetische Vielfalt spielt für die Anpassung und das Überleben von Baumarten unter sich ändernden Umweltbedingungen eine entscheidende Rolle. Sie ist das Fundament für die langfristige Stabilität und Produktivität von Waldbeständen.

Im Klimawandel wird ein häufigeres Auftreten von Extremereignissen wie z. B. Trockenheit, Sturm, Unwetter und Spätfrost erwartet. Diese Störungen haben u. a. Einfluss auf das Blüh- und Fruktifikationsverhalten sowie die Verjüngungsdynamik von Baumarten. Die langfristige Einwirkung von abiotischen und biotischen Schadereignissen kann zur Veränderung genetischer Strukturen innerhalb von Waldbaumpopulationen führen. Mithilfe DNA-basierter Studien sollen diese äußerlich kaum sichtbaren Prozesse durch wiederkehrende und vergleichende Untersuchungen an unterschiedlichen Baumgenerationen der Buche und Fichte sichtbar gemacht werden. Das forstgenetische Monitoring soll damit als ein Frühwarnsystem für mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Stabilität und Vitalität von Waldbeständen genutzt werden.

Ziel des Verbundprojektes ist die erstmalige Einrichtung eines genetischen Monitoringnetzes für die Rotbuche (14 Flächen) und die Gemeine Fichte (10 Flächen). Die NW-FVA betreut insg. sechs Monitoring-Flächen in den Bundesländern Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (jeweils eine Fläche pro Baumart und Bundesland). Auf diesen Flächen werden der gegenwärtige Zustand der genetischen Strukturen und des genetischen Systems sowie die räumlichen und zeitlichen Veränderungen nach einem einheitlichen Verfahren beobachtet. Folgende Erhebungen werden in einem festgesetzten Turnus durchgeführt:

  • Genetische Untersuchungen an Altbäumen, Verjüngung und Samen
  • Erfassung der Vitalität der Altbäume
  • Beobachtungen des Austriebsverhaltens sowie der Blüh- und Fruktifikationsintensität
  • Bewertung der Saatgutqualität
Laufzeit:
06/2016 bis 03/2020
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Forstgenetische Analysen (Abt. Waldgenressourcen)
Antragsteller:in für die NW-FVA:
Dr. Aki Höltken, Dr. Alwin Janßen
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In Kooperation mit:
  • Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht (ASP)
  • Forstliche Versuchsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
  • Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE)
  • Landesforst Mecklenburg-Vorpommern (Betriebsteil Forstplanung, Versuchswesen, Forstliche Informationssysteme)
  • Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF)
  • Staatsbetrieb Sachsenforst (Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft)
  • Thüringen Forst (Forstliches Forschungs- und Kompetenzzentrum Gotha, FFK)
  • ISOGEN am Institut für Forstgenetik der Universität Göttingen
  • Thünen-Institut für Forstgenetik
Förderung:

Im Rahmen der Fördermaßnahme des Waldklimafonds: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit (BMU) (FKZ: 28W-C-4-092-05)

Projektträger: Bundesanstalt für Landwirtschaft u. Ernährung (BLE)

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