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EpiGen

Untersuchung von genetischer, epigenetischer und phänotypischer Variation in Douglasien-Nachkommenschaften aus deutschen Saatguterntebeständen und aus Originalherkünften

In Deutschland gehört die Douglasie (Pseudotsuga menziesii (Mirb.) Franco) zu den nichtheimischen Gehölzen, welche den größten Flächenanteil und die höchste Flächenzunahme unter allen nichtheimischen Nadelbäumen aufweist. Wichtige Informationen zur Wuchsleistung repräsentativer Douglasien-Herkünfte unter den in Deutschland herrschenden Umweltbedingungen liefern bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts gut dokumentierte wissenschaftliche Anbau- und Herkunftsversuche. Dort zeigen die Douglasien-Herkünfte ausgeprägte Unterschiede in Vitalitäts- und Wuchseigenschaften. Eine vergleichbare und zum Teil sogar höhere Wuchsleistung als die Originalherkünfte aus denselben Ursprungsregionen zeigen Nachkommenschaften aus deutschen Saatgut-Erntebestände. Unterschiede in der Wuchsleistung sind die Folge unterschiedlicher evolutionärer Anpassung, aber auch Umweltbedingungen während der Reproduktion und Samenreife können Wachstumsmerkmale beeinflussen. So ermöglichen epigenetische Faktoren als „Stellschrauben“ im Genom grundsätzlich eine schnelle physiologische Anpassung an sich ändernde Umweltbedingungen und könnten somit die genetische Anpassung durch gerichtete Selektion begünstigen.

Das Ziel des Projektes ist es, zum ersten Mal sowohl die genetischen als auch epigenetischen Grundlagen der Wuchsleistung bei der Douglasie mithilfe moderner Sequenzier- und Genotypisierungsmethoden zu bestimmen. Die Quantifizierung von genetischen und umweltbedingten Effekten auf die Wuchsleistung bei dieser ökologisch und ökonomisch wichtigen Waldbaumart wird durch die Untersuchung unterschiedlicher Samenjahrgänge aus deutschen Saatguterntebeständen und Originalherkünften aus derselben Ursprungsregion an zwei verschiedenen Standorten ermöglicht. Dieses Projekt eröffnet insbesondere bei der Auswahl und Zusammenstellung von zugelassenen Erntebeständen und Zuchtpopulationen (Samenplantagen) neue Möglichkeiten der Erzeugung von Hochleistungssaatgut mit lokal gewünschten Anpassungseigenschaften.

Laufzeit:
07/2020 bis 09/2023
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
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In Kooperation mit:

Die Koordination des Projektes sowie die Bearbeitung des Teilvorhabens 1 erfolgt durch die Georg-August-Universität Göttingen. Die NW-FVA bearbeitet Teilvorhaben 2: Untersuchung von phänotypischer Variation in Douglasien-Nachkommenschaften

Förderung:

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) gefördert. Förderkennzeichen: 2220NR037B

Kontakt: