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Graduiertenkolleg 2300: Der Einfluss funktionaler Eigenschaften beigemischter Koniferen auf die Funktionsweise von Rotbuchenökosystemen

Weltweit steigen die gesellschaftlichen Ansprüche an Wälder, eine Vielzahl ökosystemarer Güter und Dienstleistungen zu erbringen. Eine Möglichkeit dieser Herausforderung zu begegnen besteht darin, bei der Bewirtschaftung Aspekte der forstlichen Produktion mit Aspekten des Naturschutzes zu verbinden. In diesem Zusammenhang sind Mischbestände aus örtlich natürlich vorkommenden Baumarten und solchen, die zwar hochproduktiv sind, aber außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes angebaut werden, von besonderem Interesse. Der Einfluss derartiger Mischungen auf Ökosystemfunktionen ist bislang allerdings kaum untersucht worden.

Das an der Universität Göttingen verortete Graduiertenkolleg (GRK) 2300 untersucht daher in einem holistischen Ansatz die Effekte der Beimischung von Fichte (Picea abies) und Douglasie (Pseudotsuga menziesii) in Buchenbeständen (Fagus sylvatica). Elf eng verbundene Teilprojekte (SP) eruieren in 40 Beständen die Auswirkungen auf die unterschiedlichen Teile und Funktionen des Ökosystems, von Kleinsäugern und Arthropoden über Mykorrhiza bis hin zu Wasseraufnahme und Trockenstress. Im an der NW-FVA angesiedelten SP9 werden vorrangig Wachstum und Struktur der Bestände analysiert.

Hierzu wird das Wachstum der Bestände unter Verwendung des Klimaszenarios RCP 8.5 in die Zukunft projiziert. Somit kann die Auswirkung sich ändernder Temperaturen, Niederschläge und Stickstoffdepositionen auf die Entwicklung der Bestände dargestellt werden. Um dies zu erreichen, werden statistische Modelle auf einem großskaligen Datensatz gefittet, welcher einen möglichst breiten Bereich an klimatischen und standörtlichen Bedingungen abbildet. Berücksichtigt werden hierbei ebenfalls Kenngrößen des Bestandes und des Bodens.

Besagte Modelle sollen sowohl Höhen-, als auch Durchmesserwachstum abbilden können. Ersteres wird hierbei auf die bereits vorhandene Standort-Leistungs Modellierung aufbauen, für letzteres wird ein eigener Satz Modelle entwickelt. Die resultierenden Projektionen des Wachstums werden anschließend durch SP11 ökonomisch ausgewertet, um waldbauliche Empfehlungen ableiten zu können.

Laufzeit:
01/2021 bis 12/2023
Beteiligte Sachgebiete der NW-FVA:
Antragsteller:in für die NW-FVA:
In Kooperation mit:

Universität Göttingen (Projektkoordination)

Förderung:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG); Förderkennziffer: 316045089

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