Skip to main navigation Skip to main content Skip to page footer

Aktuelles

Pressemitteilung: Neue Leiterin der Abteilung „Waldschutz“ der NW-FVA – Dr. Gitta J. Langer

21. September 2026: Am 01.09.2026 hat Frau Dr. Gitta J. Langer die Leitung der Abteilung „Waldschutz“ an der NW-FVA übernommen. Sie trat damit die Nachfolge von Herrn Dr. Martin Rohde an, der am 1. Oktober 2026 in den Ruhestand eintritt. Frau Dr. Langer ist bereits seit 2009 als Wissenschaftlerin im Bereich Waldschutz der NW-FVA tätig und hat ab 2018 das Sachgebiet „Mykologie und Komplexerkrankungen“ geleitet.

Die in Nordhessen geborene Diplom-Biologin studierte von 1984 bis 1991 an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Zu ihren Studienfächern gehörten Botanik, Mikrobiologie, Pharmazeutische Biologie und Geologie. Sie promovierte 1994 am dortigen Lehrstuhl „Spezielle Botanik und Mykologie“ und wurde 1996 für Ihre Forschungsleistungen mit dem Anton-de-Bary-Preis der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft ausgezeichnet. Sowohl in ihrer Diplom- als auch in ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit holzbewohnenden Pilzen und forschte in temperaten und tropischen Wäldern. Dabei entdeckte sie zahlreiche Pilzarten und beschrieb sie erstmals für die Wissenschaft. Von 1992 bis 1997 war sie Koordinatorin des DFG-Graduiertenkollegs „Organismische Interaktionen in Waldökosystemen” der Universität Tübingen. 

Frau Dr. Langer gilt als ausgewiesene Expertin im Bereich Mykologie und Forstpathologie. In ihrer neuen Funktion als Abteilungsleiterin Waldschutz unterstützt sie Waldbesitzende dabei, Schäden an ihren Wäldern zu verhindern oder wenigstens zu vermindern. Dazu entwickelt sie mit ihrem Team integrierte Waldschutzkonzepte und berät bei deren Umsetzung. Bei eventuell durchzuführenden Waldschutzmaßnahmen wird großer Wert auf Umweltverträglichkeit und vorbeugende Maßnahmen gelegt. Die Risikoabschätzungen für forstliche Schaderreger schließen auch die neuen Herausforderungen durch den erwarteten Klimawandel mit ein. Neben der Abteilungsleitung liegen ihr auch die Forschungsprojekte ihrer Abteilung, insbesondere die aktuellen wissenschaftlichen Projekte wie FraxRecoveryDouReVital oder AOD-Risk (AOD = Acute Oak Decline) am Herzen. Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen berät die Abteilung Waldschutz die forstliche Praxis, Verwaltungen und die Politik auf fachlicher Grundlage und erarbeitet Entscheidungshilfen. Wissenschaftliche und praxisnahe Veröffentlichungen sowie Schulungen für die Forstpraxis sind wesentliche Elemente des Wissenstransfers der Abteilung Waldschutz.