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Projektsuche

Die 2025 ins Leben gerufene Reihe „Praxis-Information Waldnaturschutz“ richtet sich an die Forst- und Naturschutzpraxis. Sie bereitet Ergebnisse der Forschung im Bereich des Waldnaturschutzes in praxisnaher Form auf und stellt sie Forstbetrieben, Waldbesitzenden und anderen Akteur:innen im Naturschutz zur Verfügung. 

Die nun erschienene dritte Ausgabe befasst sich mit der „Durchgängigkeit und Vernetzung von Fließgewässern im Rahmen des Waldwegebaus“: Entscheidend für das Vorkommen typischer und vollständiger Lebensgemeinschaften der Fließgewässer ist neben dem chemischen Zustand auch die Gewässerstruktur. Wurden Bachläufe zerschnitten oder verrohrt, dann ist in den meisten Fällen ihre Durchgängigkeit für die im Wasser lebenden Organismen nicht gewährleistet und die Artenvielfalt ist häufig reduziert. Das Gewährleisten der Durchgängigkeit von Fließgewässern im Wald ist somit als wichtiges Ziel einer nachhaltigen multifunktionalen Forstwirtschaft anzusehen.

In den letzten Jahrzehnten wurden vonseiten der Forstbetriebe schon zahlreiche Anstrengungen unternommen, um Fehler der Vergangenheit zu beheben. Dabei wurden bereits viele Erfahrungen mit dem Entfernen von Wanderbarrieren für Arten der Fließgewässer gesammelt. Tatsächlich lassen sich fast immer geeignete Lösungen finden, um die Durchgängigkeit der Bäche zu gewährleisten.

Die vorliegende Praxis-Information will dazu beitragen, für das Thema zu sensibilisieren und gleichzeitig Wissen in kompakter und praxisorientierter Form bereitstellen, das für die Umsetzung geeigneter Maßnahmen unerlässlich ist. 

Sie finden die Reihe und weitere Veröffentlichungen zum Waldnaturschutz unter https://www.nw-fva.de/veroeffentlichen/waldnaturschutz.

 

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Vom 18. bis 20. September 2026 können Sie an vier spannenden Veranstaltungen in Göttingen teilnehmen. Informieren Sie sich am Freitag bei einem Vortrag über die Erhaltung der Esche und nehmen Sie am Sonntag an der dazu passenden Wald-Exkursion teil. Am Samstag können Sie verschiedenste Methoden der Waldforschung live im Göttinger Stadtwald kennenlernen und abends bei einem interaktiven Vortrag über die zukünftige Waldgestaltung im Klimawandel mitdiskutieren.

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Am Freitag, den 12.6. von 14.00–17.00 Uhr findet eine Exkursion in die Hutewälder des Naturschutzgebiets Oberes Lempetal im Naturpark Reinhardswald statt. Der Reinhardswald ist Verbreitungsschwerpunkt historischer Hutewälder in Deutschland. Diese besonderen Wälder wurden durch Vieh beweidet und beeinflusst. Sie besitzen heute durch ihre große biologische Vielfalt eine hohe Relevanz im Waldnaturschutz und können am besten durch eine Wiederaufnahme der Beweidung erhalten werden. Die Exkursion führt zu einer besonderen historischen Hutewaldfläche, die gepflegt und entwickelt werden soll.

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Im Verbundprojekt „Waldmanagementstrategien zur Sicherung der Wasserdienstleistungen nach Borkenkäferkalamitäten“ wird im Harz untersucht, wie sich das Absterben der Fichten und die anschließende unterschiedliche waldbauliche Behandlung der Kalamitätsflächen auf den Wasserhaushalt und die Wasserqualität auswirken.

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Das Verbundprojekt „Weidetiere schaffen Landschaft – Gemeinsam für mehr Vielfalt im Hotspot 17“ kombiniert bewährte Maßnahmen der Landschaftspflege mit innovativen Modellversuchen zur Biotopentwicklung, um die naturschutzfachlichen Qualitäten des Hotspots der biologischen Vielfalt 17 (Werratal mit Hohem Meißner und Kaufunger Wald) zielgerichtet zu entwickeln.

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Im Verbundprojekt „Optimale Steuerung von Talsperrensystemen unter sich ändernden Bedingungen im globalen Wandel" werden innovative Instrumente und Managementstrategien zur optimalen dynamischen Steuerung von Talsperrensystemen und Wasserwerken im niedersächsischen Harz entwickelt.

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Im Verbundprojekt „Waldreallabore – Experimente, Synthese und Governance zur Optimierung des natürlichen Klimaschutzes in Waldökosystemen“ wird auf Fichten-Kalamitätsflächen untersucht, wie sich verschiedene Wiederbewaldungsstrategien auf Ökosystemleistungen (u. a. Wasserdienstleistungen und Kohlenstoffspeicherung) und die Biodiversität auswirken.

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Anfang Mai beginnt die Aufnahme der Kohlenstoffinventur 2027 (CI27) in den Wäldern Niedersachsens. In den kommenden eineinhalb Jahren werden verschiedene Messtrupps an rund 4.000 Stichprobenpunkten verschiedentliche Informationen zu Bäumen und Totholz aufnehmen.

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Viel zu früh und für alle unerwartet ist Prof. Dr. Hermann Spellmann am 17.04. im Alter von 72 Jahren in Göttingen verstorben. Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt trauert um ihren Gründungsdirektor und langjährigen Leiter sowie einen hochgeschätzten, in- und außerhalb Deutschlands geachteten Forstwissenschaftler, empathischen Vorgesetzten und lieben Kollegen.

Der Direktor der NW-FVA Dr. Ralf-Volker Nagel: „Mit seinem vorausschauenden und innovativen Denken trug Hermann Spellmann maßgeblich zum 2006 erfolgten Zusammenschluss der damaligen Versuchsanstalten der Länder Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zur Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt bei. Schleswig-Holstein schloss sich diesem Erfolgsmodell 2011 an. Damit sicherte er die Existenz der ihm sehr am Herzen liegenden praxisorientierten forstlichen Forschung in diesen Ländern und stellte sie zukunftsfähig auf.“

Unser tiefstes Mitgefühl gilt seiner Familie und allen, die ihm verbunden waren.
 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Steuerungsausschuss der NW-FVA

 

Nachrufe der NW-FVA:

Meyer P., Schmidt M. (2026): Nachruf auf Prof. Dr. Hermann Spellmann. Natur und Landschaft 101(7): 335–335. (PDF)

Meyer P., Schmidt M. (07.05.2026): Hermann Spellmann (1954-2026). Naturschutz und Landschaftsplanung (online).

Nagel R.-V., Dieter M. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. Holz-Zentralblatt 152(19): 264. (PDF)

Nagel R.-V. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. AFZ-DerWald 81(10): 52–52. (PDF)

Nagel R.-V. (2026): Prof. Dr. Hermann Spellmann verstorben. Deutscher Waldbesitzer (2): 6–6.
 

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17. April 2026: Mit einer Vorstellung der Projektergebnisse im Waldmoor Wildenkiel bei Neuhaus im Solling endete am 15. April das von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (NW-FVA) und den Niedersächsischen Landesforsten gemeinsam durchgeführte Forschungs- und Umsetzungsprojekt „Birken-Monitoring in Waldmooren nach Wiedervernässungsmaßnahmen“ (BiMoWa).

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