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Aktuelles

Waldschutzinfo Nr. 2026-01: Einschätzung der Gefährdung von Kulturflächen durch forstschädliche Kurzschwanzmäuse, Herbst/Winter 2025/26

braune Maus auf Moos und trockenen Blättern

Rötelmaus (Foto: R. Krüger)

Die Populationsdichten der oberirdisch fressenden Kurzschwanzmäuse nehmen in der mehrjährigen Betrachtung weiterhin kontinuierlich zu. Die aktuellen Untersuchungen zur Risikoeinschätzung von Schäden durch Kurzschwanzmäuse wurden von der Abteilung Waldschutz der NW-FVA im Herbst 2025 in Südniedersachsen und Nordhessen ausschließlich mit der Steckholzmethode (Apfelsteckreiser) durchgeführt.

Die Auswertung  für das Jahr 2025 zeigt eine durchschnittliche Annahmerate von 28,5 % (2024: 25,4 %). Die auf den Untersuchungsflächen im Durchschnitt leicht erhöhten Annahmeraten zeigen, dass die Kulturen auf den wiederaufgeforsteten Kalamitätsflächen unter den aktuellen Bedingungen weiterhin stark durch Mäuse gefährdet sind. Besonderes Augenmerk sollte auf stark vergraste Laubholzkulturen sowie auf Kulturen in räumlicher Nähe zu Sukzessionsflächen mit ausgeprägter Vergrasung gelegt werden. Auch Rückzugsräume wie Schlagabraumwälle können sich zu stark frequentierten „Mäusebiotopen“ entwickeln.


Verteiler für Waldschutzinfos:
Die Waldschutzinfos richten sich an Verantwortliche in den Forstbetrieben, Waldbesitzende und weitere Interessierte. Sie werden kostenfrei und anlassbezogen per E-Mail verschickt. Wenn Sie in den Verteiler aufgenommen oder ausgetragen werden möchten, wenden Sie sich bitte an: waldschutznw-fva.de.