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Aktuelles

Waldschutzinfo Nr. 06 – Herbstprognose Kurzschwanzmäuse 2021

Die aktuellen Populationsdichten der oberirdisch fressenden Kurzschwanzmäuse befinden sich langfristig im Anstieg. Die Populationsdichten der Erd- und Feldmäuse haben im Vergleich zum Vorjahr zwar abgenommen, liegen aber immer noch auf einem hohen Niveau. Die Dichten der Rötelmäuse haben wieder stark zugenommen.

Diese insgesamt hohen Mäusedichten sind besorgniserregend, und in den kommenden Monaten ist lokal mit erheblichen Schäden vor allem in den Laubholzkulturen zu rechnen.

Nicht nur Acker- und Wiesenaufforstungen, sondern insbesondere auch Kulturen auf wiederaufgeforsteten Kalamitätsflächen sind unter den aktuellen Bedingungen einer starken Gefährdung durch Mäuse ausgesetzt.

Nach den Grundsätzen der guten fachlichen Praxis und dem integrierten Pflanzen­schutz muss unmittelbar vor jeder Bekämpfungsmaßnahme eine geeignete Prognose der Gefährdung vor Ort erfolgen.

 

Am 8. September 2021 ist die fünfte Verordnung zur Änderung der Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung (PflSchAnwV), zuletzt geändert durch Art. 2 der Verordnung vom 2. September 2021 (BGBl. I S. 4111), in Kraft getreten. Diese Änderungen sind Teil des Aktionsprogramms Insektenschutzes der Bundesregierung. Mit dieser Novellierung wurden die Anwendungsmodalitäten für einige Pflanzenschutzmittel (wie z.B. Rodentizide) in Gebieten mit Bedeutung für den Naturschutz (u.a. in FFH-Gebieten) eingeschränkt.