Aktuelles
Staatssekretärin Frauke Patzke besucht die NW-FVA
Er bedankte sich für die 2 Millionen Euro an Forschungsmitteln, die die NW-FVA vom Land Niedersachsen im Rahmen des Maßnahmenpakets Stadt.Land.Zukunft (SLZ) in den Jahren 2022 bis 2024 erhalten hat. Von den über 10 an der NW-FVA geförderten Projekten wurden folgende fünf Projekte im Rahmen der Veranstaltung in Kürze vorgestellt:
- Auswertung vorhandener genetischer und phänologischer Daten aus niedersächsischen Vorkommen der Vogelkirsche und zum Eichenartenkomplex (Projektabkürzung: KirEiGen), Dr. Aki Höltken (Leiter der Abteilung Waldgenressourcen)
- Auswirkungen großflächiger abiotischer und biotischer Waldschäden auf Wasserdienstleistungen (AUWADI), Dr. Ulrike Talkner (Leiterin der Abteilung Umweltkontrolle)
- Ersterfassung von Biodiversität, Waldstruktur und Kohlenstoffspeicher in den Wäldern mit natürlicher Entwicklung im Vergleich zum Wirtschaftswald (NWE-Monitoring-NI), Dr. Peter Meyer (Leiter der Abteilung Waldnaturschutz)
- Entscheidungsunterstützung für die Wiederbewaldung aktueller Kalamitätsflächen (WieWaKa), Sabine Rumpf (Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sachgebiet „Waldverjüngung“)
- Entwicklung und Integration von Fernerkundungs- und GIS-Komponenten zur Optimierung der Überwachungs- und Prognoseverfahren für Kieferngroßschädlinge (KGS-SAT), Dr. Philip Beckschäfer (Leiter des Sachgebietes „Fernerkundung/GIS“)
Auf einem Rundgang wurde das Labor der Abteilung Umweltkontrolle vorgestellt. Dort werden Analysen von Boden-, Humus-, Pflanzen- und Wasserproben durchgeführt. Der größte Teil der Proben stammt aus den Umweltmonitoring-Programmen der vier Trägerländer und wird mit standardisierten Methoden unter Einsatz modernster Analysegeräte untersucht. Anhand der Ergebnisse können Aussagen zur Nährstoffverfügbarkeit, Schadstoffbelastung und Versauerung unserer Waldökosysteme getroffen werden. Bei dem Rundgang wurde an drei Arbeitsstationen anschaulich gemacht, wie die Nährstoffverfügbarkeit eines Waldstandorts konkret im Labor bestimmt wird.
Weiter ging es beim Rundgang ins Labor des Sachgebietes „Mykologie und Komplexerkrankungen“ der Abteilung Waldschutz mit seinen molekularbiologischen und forstpathologischen Bereichen. Dort werden hauptsächlich Gewebeproben von erkrankten Waldbäumen analysiert, um die Schadursache festzustellen. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Isolation und Identifikation von schaderregenden Pilzen. Zu deren Bestimmung sind in der Regel moderne DNA-Analysemethoden notwendig. Pilze haben einen großen Einfluss auf die Vitalität und Gesundheit unserer Waldbäume, insbesondere unter dem Aspekt des Klimawandels.