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Bilanz der Wälder mit natürlicher Entwicklung in den Niedersächsischen Landesforsten

Wieviel Wald mit natürlicher Entwicklung gibt es in den Niedersächsischen Landesforsten (NLF)?

In der Stichtagsbilanz werden zum 01.11.2019 dargestellt:

  • die Referenzfläche (Gesamtwaldfläche inkl. waldfähiger Offenlandbereiche)
  • der gegenwärtige Bestand der NWE-Flächen

Bezogen auf die Waldfläche der NLF von rund 329.500 Hektar entspricht der Flächenumfang von 32.947 Hektar zum Stichtag 01.11.2019 einem NWE-Anteil von 10,0 % (Tabelle 1). Hierin sind auch zwei größere Moorflächen in der Hannoverschen Moorgeest enthalten. Da diese noch nicht räumlich abgegrenzt sind, werden sie lediglich symbolisch in Form eines Kreises dargestellt. Auch in den derzeitigen Naturentwicklungszonen des Nationalparks Harz ausschließlich der nicht waldfähigen Flächen wird eine konkrete Festlegung der NWE-Flächen vor Ort noch nach dem Jahr 2020 erfolgen.

Tabelle 1: Bilanz der Wälder mit natürlicher Entwicklung (NWE) in den Niedersächsischen Landesforsten zum 01.11.2019 (Flächenangaben in Hektar, gerundet)
Niedersächsische Landesforsten
Referenz 329.500
NWE aktuell 32.947
NWE Prozent 10,0 %

Über die Bilanz in den NLF hinaus können auf dieser Plattform auch Wälder anderer Waldbesitzarten dargestellt werden, um den niedersächsischen Beitrag zur NBS möglichst umfassend abzubilden.

Sie möchten NWE-Flächen in Ihrem Wald in die Bilanz einbringen?

Über den Landeswald hinaus sind ausdrücklich auch Kommunen, Stiftungen, Verbände, Kirchen und der Privatwald eingeladen, geeignete Wälder mit natürlicher Entwicklung auszuweisen und auf dieser Internetseite zu melden. Die hier dargestellten Informationen sind mindestens erforderlich, um eine NWE-Fläche zu melden.

Besonders gut sind Waldbestände als NWE-Flächen geeignet, wenn sie zusätzlich zu den Mindestvoraussetzungen weitere naturschutzfachliche Kriterien erfüllen.
Ihre Ansprechpartner für weitere Informationen finden Sie hier.

Zukunftsperspektive

Wälder mit natürlicher Entwicklung werden wissenschaftlich beobachtet (Monitoring), um ihren Beitrag zur Sicherung der biologischen Vielfalt zu überprüfen. Die entsprechenden Ergebnisse werden in der Fachpresse publiziert. Sollten sich Entwicklungen auf Einzelflächen ergeben, die dem Schutz der biologischen Vielfalt entgegenstehen, ist eine Wiederaufnahme von Pflegeeingriffen nach sorgfältiger Abwägung grundsätzlich möglich. Dies gilt insbesondere für kleinflächig eingestreute waldfreie Biotope wie Moore oder Felsrasen, die Erhaltungsziele von FFH-Gebieten bzw. Habitate hochgradig gefährdeter Arten sind.