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Aktuelles aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

 

Synopse der Hauptmerkmale der forstlichen Standortskartierungsverfahren der Nordwestdeutschen Bundesländer

Mit diesem Titel ist Band 12 der "Beiträge aus der NW-FVA" erschienen.

In den im Zuständigkeitsbereich der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt liegenden Bundesländern Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig- Holstein werden unterschiedliche Standortskartierungsverfahren angewandt. Dies erschwert länderübergreifende Auswertungen und Vergleiche. In diesem Band wird von Standortskartierern und Bodenkundlern versucht, die Ergebnisse unterschiedlicher Standortskartierungsverfahren miteinander vergleichbar zu machen. Dazu werden die länderspezifischen Verfahren zur Erfassung der Hauptmerkmale des Standortes bezüglich Klima, Nährstoff- und Wasserhaushalt kurz beschrieben und analysiert. Die vergleichbaren Merkmale der Verfahren der betrachteten Bundesländer sind einander in Form von umfangreichen Übersetzungstabellen gegenübergestellt. Sie stellen eine operationale Arbeitsgrundlage für die forstliche Forschung und Praxis dar.

Die Synopse der Hauptmerkmale der forstlichen Standortskartierungsverfahren der Nordwestdeutschen Bundesländer kann hier als PDF-Datei (ca. 2,8 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (138 S.; 20,- €; ISBN 978-3-86395-188-7).


 

Waldschutz-Info Nr. 4 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2014 / 2015"

Die Winterliche Puppensuche in den Kiefernwäldern Sachsen-Anhalts wurde in 592 Suchbeständen durchgeführt. Zur Untersuchungen von Parasitierung der überwinternden Stadien wurden Proben zur NW-FVA nach Göttingen verschickt und dort ausgewertet.

In der Waldschutz-Info werden die Ergebnisse dargestellt und darauf aufbauend, Empfehlungen zum weiteren Vorgehen gegeben.

Download: Waldschutz-Info Nr. 4 / 2015 "Ergebnisse der Winterlichen Puppensuche in Sachsen-Anhalt 2014 / 2015" (31. März)

 


 

Waldschutz-Info Nr. 3 "Zulassung von Pflanzenschutzmitteln"

Die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) wird von Verbänden der Land- und Forstwirtschaft, den Herstellern, Politikern und Naturschutzorganisationen sowie den beteiligten Behörden oft kontrovers diskutiert. Es werden Harmonisierung bei der Zulassung, größere Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln, mehr Schutz für Verbraucher und Natur, gelegentlichauch Zulassungsverbote gefordert. In dieser Waldschutz-Info wird das komplexe Verfahren der Zulassung von Pflanzenschutzmittel in groben Zügen erläutert.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3 / 2015 "Zulassung von Pflanzenschutzmitteln" (31. März)

 


 

Aktualisierte Praxis-Information Nr. 1 "Integrierte Bekämpfung rindenbrütender Borkenkäfer"

Die Praxis-Information wurde überarbeitet und mit Stand April 2015 veröffentlicht. Neben kleineren Aktualisierungen wird vor allem das seit Herbst 2014 zugelassene Fangsystem Trinet P beschrieben.

 Zum Online-Lesen oder als Download für den normalen Ausdruck wird das Format DIN A4 empfohlen. Wenn beidseitiger Druck möglich ist, kann der zweite Download als Broschüre augedruckt und anschließend im Format DIN A5 gefaltet werden.

Öffnet internen Link im aktuellen FensterZu den Downloads

 


 

Waldschutz-Info Nr. 2 "Frostspannerprognose für das Jahr 2015"

Die Ergebnisse der Leimringüberwachung des Kleinen und Großen Frostspanners aus dem Herbst/Winter 2014 und die Fraßereignisse des letzten Jahres werden für die Prognose 2015 ausgewertet. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt befinden sich die Frostspannerarten in der Latenzphase. In Hessen ist regional auch dieses Jahr wieder mit vereinzeltem Fraß zu rechnen.

Zusammenfassend wird 2015 allgemein zum Verzicht auf Bekämpfungen der Eichenfraßgesellschaft mit Pflanzenschutzmitteln geraten.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2/2015 "Frostspannerprognose für das Jahr 2015" (02. März)

 


 

Waldschutz-Info Nr. 1 "Witterung 2014"

Deutschlandweit führten die Witterungsbedingungen 2014 zu dem mit Abstand wärmsten Jahr seit dem Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881.
Im Zuständigkeitsgebiet der NW-FVA erreichte die Jahresmitteltemperatur etwa 10,6 °C und lag damit im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990 um 2,1 °C höher. Bei den Niederschlagsmengen des Gesamtjahres 2014 gab es nur geringfügige Abweichungen von den langjährigen Mitteln.

Download: Waldschutz-Info Nr. 1/2015 "Witterung 2014" (23. Februar)

 


 

Schleswig-Holstein: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht 

Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Schleswig-Holstein beträgt in diesem Jahr 16 %. Für die ältere Buche wurde - mitbeeinflusst durch eine intensive Fruchtbildung - ein Anstieg der mittleren Kronenverlichtung gegenüber dem Vorjahr festgestellt. Die älteren Eichen, Fichten und Kiefern zeigten dagegen eine leichte Verbesserung des Kronenzustandes.  

Seit Ende der 1980er Jahre zeigt sich für Schleswig-Holstein die Tendenz zu überdurchschnittlichen Temperaturen im Vergleich zur Referenzperiode 1960 - 1991. In der Vegetationszeit (Mai-September) wurde seit 1988 in 24 von 27 Jahren der Referenzwert überschritten. Unter heutigen Klimabedingungen weisen die meisten Waldstandorte hohe Grundwasserneubildungsraten auf. Untersuchungen zum Wasserhaushalt an BZE-Standorten zeigen, dass in Zukunft unter der Annahme des Klimaszenarios RCP8.5 besonders im Osten von Schleswig-Holstein mit einer Abnahme der Grundwasserneubildung gerechnet werden muss. 

Messungen auf der Intensiv-Monitoringfläche Bornhöved belegen einen eindrucksvollen Rückgang der Sulfatschwefeleinträge in den Wald. Im Jahr 2013 waren die Sulfatschwefeleinträge im Vergleich zum Zeitraum 1989 - 1991 um 72 % reduziert.

Download: Waldzustandsbericht Schleswig-Holstein 2014 [11,9 MB]


 

Waldschutz-Info Nr. 6 "Kieferngroßschädlinge und Nonne"

In den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Niedersachsen werden die Populationsdichten von Forleule, Kiefernspinner und Nonne mit Pheromonfallen überwacht. Die Fangergebnisse von 2014 werden in der aktuellen Waldschutz-Info Nr. 6 dargestellt. Bei Forleule und Nonne wurden keine Überschreitungen der Warnschwellen festgestellt. Auch die Situation beim Kiefernspinner scheint sich in Sachsen-Anhalt zu entspannen. In Niedersachsen wurde an einem Fallenstandort die Warnschwelle erreicht.

Download: Waldschutz-Info Nr. 6/2014 "Kieferngroßschädlinge und Nonne" (09. Dezember)

 


 

Sachsen-Anhalt: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Die mittlere Kronenverlichtung der Waldbäume in Sachsen-Anhalt beträgt in diesem Jahr 15 %. Damit ist das Gesamtergebnis für alle Baumarten und Alter seit dem Jahr 2009 unverändert.

Der weitgehend stabile Verlauf der mittleren Kronenverlichtung für den Gesamtwald wird ganz wesentlich durch die Kiefer – die häufigste Baumart in Sachsen-Anhalt – geprägt und auch die anderen Laub- und Nadelbäume, die einen Anteil von 17 % an der WZE-Stichprobe einnehmen, wirken mit vergleichsweise günstigen Verlichtungswerten ausgleichend auf die höheren Verlichtungswerte bei Buche, Eiche und Fichte.

Messungen auf den Flächen des Intensiven Monitorings zeigen einen eindrucksvollen Rückgang der Sulfatschwefeleinträge in die Wälder um mehr als 50 % (2013 im Vergleich zum Zeitraum 1998-2000). Die Änderungen der Stoffeinträge wirken sich vielfältig aus, wie die Untersuchungen zur Ernährungssituation der Fichte und zur Wasserqualität von Waldbächen im Harz zeigen.

Weitere Themen im diesjährigen Bericht sind Witterung und Klima, Insekten und Pilze, Bodenvegetation als Indikator von Bodeneigenschaften und die Grundwasserneubildung unter sich ändernden Klimabedingungen.

Download: Waldzustandsbericht Sachsen-Anhalt 2014 [10,3 MB]


 

Hessen: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Nach der Verbesserung des Kronenzustandes des hessischen Waldes in den Vorjahren hat sich die mittlere Kronenverlichtung in 2014 wieder um 3 %-Punkte erhöht. Sie liegt in diesem Jahr im Durchschnitt bei 23 %.

Das diesjährige Gesamtergebnis wird maßgeblich durch die Entwicklung der Buche, die häufigste Baumart in Hessen, beeinflusst. Die mittlere Kronenverlichtung der über 60-jährigen Buchen stieg um 7 %-Punkte auf aktuell 35 % an. Diese Entwicklung steht vor allem im Zusammenhang mit der Fruchtbildung der Buche. Nach dem Ausbleiben der Buchenmast in den beiden Vorjahren haben 2014 80 % der über 60-jährigen Buchen mittel oder stark fruktifiziert.

Der Kronenzustand der älteren Eichen hat sich 2014 nochmals verbessert. Wesentliche Ursache dafür dürfte der weitere Rückgang der Schäden durch die Eichenfraßgesellschaft sein. Die Kronenverlichtung von Fichte und Kiefer liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

Weitere Themen im diesjährigen Bericht sind Witterung und Klima, Trockenstress in Wäldern bei klimatischen Veränderungen, Insekten und Pilze, Entwicklung der Stoffeinträge, Ernährungssituation der Fichte, Bodenvegetation als Indikator von Bodeneigenschaften und die chemische Qualität von hessischen Waldbächen.

Download: Waldzustandsbericht Hessen 2014 [15,2 MB]


 

Niedersachsen: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Während bei der Buche aufgrund von intensiver Blüte und Fruchtbildung die Kronenverlichtung in diesem Jahr zunahm, hat sich der Kronenzustand bei der älteren Fichte und Eiche im Vergleich zu den Vorjahren verbessert.

Seit mehr als 30 Jahren werden im Forstlichen Umweltmonitoring die Reaktionen der Waldökosysteme auf Umwelteinflüsse untersucht. In diesem Zeitraum haben sich die Einflüsse auf die Wälder stark gewandelt. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies bei der wirkungsvollen Reduzierung der Schwefeleinträge in die Wälder durch Luftreinhaltemaßnahmen.

Im diesjährigen Waldzustandsbericht werden einige Aspekte des Forstlichen Umweltmonitorings vorgestellt: Messungen des intensiven Monitorings zeigen eine Verminderung der Sulfatschwefeleinträge in die Wälder in den letzten 30 Jahren um fast 90 %, die Waldzustandserhebungen zeigen seit Mitte der 1990er Jahre ein selteneres Auftreten von Vergilbungen der Nadeln und Blätter, landesweite Inventuren zur Waldernährung belegen eine Abnahme der Schwefelkonzentrationen in Fichtennadeln und auch in Waldbächen lässt sich eine Abnahme der Sulfatkonzentration feststellen.

Download: Waldzustandsbericht Niedersachsen 2014 [12,2 MB]


 

Waldschutz-Info Nr. 4 "Massenauftreten von Kurzschwanzmäusen"

Die Dichte oberirdisch fressender Kurzschwanzmäuse hat aktuell einen extremen Anstieg erreicht. Probefänge der NW-FVA ergaben lokal maximale Indexwerte von 53,7 je 100 Fallennächte für Erdmäuse und 16,0 je 100 Fallennächte für Rötelmäuse. Die parallel durchgeführte Überwachung mit Apfelsteckreisern ergab nach 1 Woche im Maximum Annahmeraten von 100 %.
Die Überwachung gefährdeter Laubholzkulturen ist dringend geboten!

Download: Waldschutz-Info Nr. 4/2014 - "Massenauftreten von Kurzschwanzmäusen" (16. Oktober)


 

Naturwaldreservate-Portrait "Weserhänge" erschienen

In der Reihe „Hessische Naturwaldreservate im Portrait“ stellen NW-FVA und HESSEN-FORST seit 2007 Erkenntnisse der Naturwaldreservateforschung einer breiten Öffentlichkeit vor.

Mit dem Heft über das Naturwaldreservat „Weserhänge“ im Reinhardswald (Landkreis Kassel) ist nun die Beschreibung eines in Bezug auf seine Naturausstattung und Waldgeschichte herausragenden bodensauren Buchenwald-Gebietes erschienen.

Alle bisher gedruckten Portraits können als PDF heruntergeladen oder unter naturwald@nw-fva.de kostenlos bestellt werden.

Download: Hessische Naturwaldreservate im Portrait  


 

Waldartenliste um Zeigerarten historisch alter Waldstandorte ergänzt

Die Bedeutung der Waldkontinuität für die Artenzusammensetzung und –vielfalt der Flora und Fauna ist vielfach belegt. Gefäßpflanzen eignen sich in besonderer Weise als Zeigerarten für Wälder, die seit mehr als 200 Jahren bestehen (historisch alte Waldstandorte). Im Sachgebiet Waldnaturschutz/Naturwaldforschung der NW-FVA wurde nun erstmals eine überregional gültige Indikatorartenliste für Nordwestdeutschland erstellt. Sie bietet in Kombination mit der 2011 veröffentlichten Waldartenliste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Flechten Deutschlands vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Zur aktualisierten Waldartenliste


 

Waldwachstumskundliche Softwaresysteme auf Basis von TreeGrOSS - Anwendung und theoretische Grundlagen“

Unter diesem Titel ist der elfte Band der „Beiträge aus der NW-FVA“ jetzt erschienen. Vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen und steigender Anforderungen an eine multifunktionale Forstwirtschaft wird die Entscheidungsfindung für die Waldbewirtschafter zunehmend komplexer. Rechnerbasierte forstliche Entscheidungsunterstützungssysteme leisten Hilfestellung bei der Lösung komplexer Planungsaufgaben und können an veränderte Rahmenbedingungen und Fragestellungen angepasst werden.

An der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt wurden drei für verschiedene Einsatzfelder und Zielgruppen ausgelegte Entscheidungsunterstützungssysteme implementiert, welche fortlaufend aktualisiert und weiterentwickelt werden: der ForestSimulator, der WaldPlaner und der WebBetriebsPlaner. Dieser Band richtet sich sowohl an Anwender dieser Programme als auch an Programmierer. Im ersten Teil des Werkes werden der Funktionsumfang und die Bedienung aller drei Systeme beschrieben. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf der Systemkonzeption, den verwendeten Modellen und Verfahren, die eingehend erläutert und dokumentiert werden. Dabei wird insbesondere auf das in allen drei Programmen eingebundene TreeGrOSS-Paket (Tree Growth Open Source Software) eingegangen. Um den theoretischen Teil abzurunden, werden am Ende der generelle Aufbau von Entscheidungsunterstützungssystemen beschrieben und die Besonderheiten forstlicher Systeme erläutert.

Das Buch ist gebunden über den Buchhandel und den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen zu beziehen (224 S.; 24,- €; ISBN: 978-3-86395-149-8) oder als PDF-Datei über die Homepage der NW-FVA als freie Onlineversion verfügbar. 


 

Gefährdungen der Ökosystemdienstleistungen von Wäldern

Unter diesem Titel findet am 9. und 10. Oktober 2014 in Göttingen die 11. gemeinsame Tagung der AG "Waldböden" der DBG, der Sektion "Wald und Wasser" im DVFFA und der DHG an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt statt.

Umwelteinflüsse beeinflussen die Ökosystemdienstleistungen von Wäldern in unter­schiedlicher Weise. Während in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts vorwiegend die Einträge versauernder und eutrophierender Stoffe betrachtet wurden, rücken zunehmend die Folgen des bereits zu beobachtenden und des erwarteten Klimawandels in den Fokus.

Auf der Tagung sollen insbesondere die Gefährdungen der "Wasserdienstleistungen" und Regulationsfunktionen von Wäldern durch Umwelteinflüsse und entsprechende Anpassungsstrategien diskutiert werden.

Zur Einladung                    Zur Anmeldung                    Zum Programm


 

Neue, interaktive Herkunftsempfehlungen für Niedersachsen online

Am 23.06.2014 sind die überarbeiteten Herkunftsempfehlungen („Empfohlene Herkünfte forstlichen Vermehrungsgutes für Niedersachsen“) auf den Internetseiten der NW-FVA veröffentlicht worden. Sie lösen die Vorgängerversion von 2004 ab und stehen wie bereits zuvor die hessischen Herkunftsempfehlungen in einem interaktiven Online-System zur Verfügung, das eine gezielte Abfrage für einzelne Arten und Anbaugebiete ermöglicht. Die neuen Herkunftsempfehlungen wurden auf einem Lehrgang über Forstliches Vermehrungsgut in Münchehof am 23./24.06.2014 vorgestellt.

Laut Runderlass des ML vom 06.06.2014 (Nds. MBl. Nr. 23/2014, S. 447; Inkrafttreten am 26.06.2014) sind diese Herkunftsempfehlungen im niedersächsischen Landeswald anzuwenden, für den übrigen Waldbesitz wird ihre Anwendung empfohlen.

Zu den niedersächsischen Herkunftsempfehlungen


 

Erhebliche Zweifel an der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung einiger forstlich relevanter Baumarten 

äußern 21 Forstwissenschaftler in einem offenen Brief an das Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Invasive Pflanzen- und Tierarten können die biologische Vielfalt negativ beeinflussen. Eine vom BfN beauftragte Autorengruppe hat erstmalig eine bundesweite naturschutzfachliche Bewertung von in Deutschland lebenden gebietsfremden Gefäßpflanzen vorgelegt (BfN-Skripte 340 und 352). Die  21 Forstwissenschaftler weisen in einem offenen Brief an das BfN auf Mängel der angewandten Bewertungsmethode und den daraus entstandenen Ergebnissen hin. Sie kündigen eine eigene Bewertung des Invasivitätspotenzials von Gehölzarten an, die in Kürze von einer Expertengruppe aus Waldökologen und Forstwissenschaftlern vorgelegt wird.

Zum offenen Brief


 

Waldschutz-Info Nr. 3 "Borkenkäfer, Rüsselkäfer, Parallelimporte"

In vielen Regionen wurden meist kleinere Brutherde mit Stehendbefall der 2. Generation des Buchdruckers aus dem Sommer 2013 gefunden, in denen die Borkenkäfer ungestört überwintern konnten. Kontrollen sind hier unverzichtbar.

Eine Zulassung für das Fangsystem TriNET der BASF ist noch nicht erfolgt.

Aufgrund der Windwürfe des vergangenen Winters sind verstreut und häufig frische Fichtenstubben vorhanden, die oftmals gute Vermehrungsmöglichkeiten für den Großen braunen Rüsselkäfer bieten.

Das EU-Recht ermöglicht es, dass zu einem in einem Land zugelassenen Pflanzenschutzmittel für in anderen EU-Ländern zugelassene, „baugleiche“ Pflanzenschutzmittel ein Parallelimport genehmigt wird. Daher beantragen Händler zunehmend Genehmigungen auf Parallelhandel für im EU-Ausland erhältliche Mittel in Deutschland.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3/2014 - " Borkenkäfer; Rüsselkäfer, Parallelimporte" (08. April)


 

Waldschutz-Info Nr. 2 "Witterung 2013"

Hinsichtlich der  Jahresmittelwerte war das Jahr 2013 recht durchschnittlich. Die Temperatur lag im Zuständigkeitsgebiet der NW-FVA (Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) etwa 0,4 - 0,5 °C über dem vieljährigen Mittel der  international  gültigen Klimareferenzperiode  1961-1990.  Die  Niederschlagsmengen  und  die Sonnenscheindauer  pendelten  sich  je  nach  Bundesland geringfügig  über  oder  unter  den  vieljährigen Vergleichswerten ein. 2013 war aber auch ein Jahr mit starken Witterungsschwankungen und einigen Extremereignissen.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2/2014 "Witterung 2013"


 

Waldentwicklungsszenarien für das Hessische Ried - Entscheidungsunterstützung vor dem Hintergrund sich beschleunigt ändernder Wasserhaushalts- und Klimabedingungen und den Anforderungen aus dem europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000

Unter diesem Titel sind in Band 10 der „Beiträge aus der NW-FVA“ die Ergebnisse des gleichnamigen Verbundprojektes erschienen. In dem Projekt wurden mit einem modellorientierten Ansatz die Auswirkungen der sich ändernden Umweltbedingungen auf die Leistungen und Wirkungen der Wälder sowie auf die Handlungsspielräume der Forstbetriebe im Hessischen Ried für einen 30-jährigen Prognosezeitraum abgebildet. Hierdurch erhalten Politik, Fachverwaltungen und Waldbesitzer eine raumbezogene Wissens- und Entscheidungsbasis um die Waldfunktionen bzw. die gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald in der Fläche neu zu gewichten, Vermeidungs- bzw. Anpassungsstrategien zu entwickeln und gezielte Maßnahmen zur Sanierung der bereits stark geschädigten Waldgebiete einzuleiten.

Der Band „Waldentwicklungsszenarien für das Hessische Ried“ kann hier als PDF-Datei (ca. 11 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (398 S.; 48,- €; ISBN 978-3-86395-110-8).


 

Waldschutz-Info Nr. 1 "Frostspannerprognose für das Jahr 2014"

Die Ergebnisse der Leimringüberwachung des letzten Jahres weisen unterschiedliche Ergebnisse auf, die für die Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein dargestellt werden. Zusammenfassend wird für 2014 allgemein zum Verzicht auf Bekämpfung geraten. Wenn durch die bisherigen multiplen Fraßereignisse bereits eine Devitalisierung der Eiche vorliegt, kann diese mit einer Bekämpfung in der Retrogradationsphase nicht behoben werden. 

Download: Waldschutz-Info Nr. 1/2014 "Frostspannerprognose für das Jahr 2014"


 

Archiv aktueller Meldungen:

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Herkunftsempfehlungen jetzt online

Wenn Sie wissen möchten, welche Baum-Herkünfte für Ihren Wald in Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein empfohlen werden, klicken Sie auf www.nw-fva.de/HKE/

Termine 2015:  

2. Juni 2015
Forstliches Vermehrungsgut. Fortbildung der NW-FVA. Ort: NW-FVA Hannoversch-Münden. Anmeldung gemäß der Fortbildungsprogramme der Trägerländer der NW-FVA: Hessen, Niedersachsen, (Sachsen-Anhalt nur Personal der öffentl. Verwaltung), Schleswig-Holstein.

2. - 3. Juni 2015
Zielstärkennutzung in unseren Altbeständen. Seminar im Rahmen der Waldbaulehrwanderung. Fortbildung der NW-FVA und der Niedersächsischen Landesforsten. Ort: Niedersächsisches Forstamt Neuhaus. (Anmeldung: Niedersachsen).

9. Juni 2015
Das neue Waldschutzmeldeportal - Auffrischung und Vertiefung. Fortbildung der NW-FVA. Ort: NW-FVA in Göttingen. Anmeldung: Abteilung Waldschutz der NW-FVA.

25. Juni 2015
Diagnose Eschentriebsterben - was nun? Fortbildung von Hessen-Forst unter Beteiligung der NW-FVA. Ort: Forstamt Schotten. (Anmeldung über Hessen).

1. - 2. Juli 2015
Zielstärkennutzung in unseren Altbeständen. Seminar im Rahmen der Waldbaulehrwanderung. Fortbildung der NW-FVA und der Niedersächsischen Landesforsten. Ort: Niedersächsisches Forstamt Nienburg. (Anmeldung: Niedersachsen).

15. - 16. Juli 2015
LÖWE 2015. Küstennaher Wald - nicht viel, aber vielfältig. Fortbildung der NW-FVA . Ort: Niedersächsisches Forstamt Neuenburg. (Anmeldung: Niedersachsen).

16. September 2015
Workshops für Waldbautrainer. Fortbildung von Hessen-Forst unter Beteiligung der NW-FVA. Ort: Weilburg; verschiedene Forstämter. (Anmeldung über Hessen).

17. September 2015
25 Jahre Naurgemäße Waldwirtschaft. Fortbildung von Hessen-Forst unter Beteiligung der NW-FVA. Ort: FENA Gießen; Hessisches Forstamt Nidda. (Anmeldung über Hessen).

23. bzw. 24. September 2015 (jeweils 1 Tag)
Verjüngung und waldbauliche Steuerung von Mischbeständen. Eintägige Fortbildung der NW-FVA in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst. Ort: Hessisches Forstamt Fulda. (Anmeldung über Hessen).

30. September - 01. Oktober 2015
Verkehrssicherungspflicht im Wald - Rechtliche Grundlagen und forstfachliche Fragen bei Baumkontrollen. Fortbildung der Niedersächsischen Landesforsten unter Beteiligung der NW-FVA. Ort: Niedersächsisches Forstliches Bildungszentrum Münchehof (Anmeldung: Niedersachsen).

15. Oktober 2015
Waldbau und Ertragskunde: Buchenwirtschaft und Voranbauten. Fortbildung der NW-FVA in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Ort: Südwest-Schleswig-Holstein. (Anmeldung: Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein)