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Aktuelles aus der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt

 

Hessen: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Nach der Verbesserung des Kronenzustandes des hessischen Waldes in den Vorjahren hat sich die mittlere Kronenverlichtung in 2014 wieder um 3 %-Punkte erhöht. Sie liegt in diesem Jahr im Durchschnitt bei 23 %.

Das diesjährige Gesamtergebnis wird maßgeblich durch die Entwicklung der Buche, die häufigste Baumart in Hessen, beeinflusst. Die mittlere Kronenverlichtung der über 60-jährigen Buchen stieg um 7 %-Punkte auf aktuell 35 % an. Diese Entwicklung steht vor allem im Zusammenhang mit der Fruchtbildung der Buche. Nach dem Ausbleiben der Buchenmast in den beiden Vorjahren haben 2014 80 % der über 60-jährigen Buchen mittel oder stark fruktifiziert.

Der Kronenzustand der älteren Eichen hat sich 2014 nochmals verbessert. Wesentliche Ursache dafür dürfte der weitere Rückgang der Schäden durch die Eichenfraßgesellschaft sein. Die Kronenverlichtung von Fichte und Kiefer liegt auf dem Niveau des Vorjahres.

Weitere Themen im diesjährigen Bericht sind Witterung und Klima, Trockenstress in Wäldern bei klimatischen Veränderungen, Insekten und Pilze, Entwicklung der Stoffeinträge, Ernährungssituation der Fichte, Bodenvegetation als Indikator von Bodeneigenschaften und die chemische Qualität von hessischen Waldbächen.

Download: Waldzustandsbericht Hessen 2014 [15,2 MB]


 

Niedersachsen: Waldzustandsbericht 2014 veröffentlicht

Während bei der Buche aufgrund von intensiver Blüte und Fruchtbildung die Kronenverlichtung in diesem Jahr zunahm, hat sich der Kronenzustand bei der älteren Fichte und Eiche im Vergleich zu den Vorjahren verbessert.

Seit mehr als 30 Jahren werden im Forstlichen Umweltmonitoring die Reaktionen der Waldökosysteme auf Umwelteinflüsse untersucht. In diesem Zeitraum haben sich die Einflüsse auf die Wälder stark gewandelt. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dies bei der wirkungsvollen Reduzierung der Schwefeleinträge in die Wälder durch Luftreinhaltemaßnahmen.

Im diesjährigen Waldzustandsbericht werden einige Aspekte des Forstlichen Umweltmonitorings vorgestellt: Messungen des Intensiven Monitorings zeigen eine Verminderung der Sulfatschwefeleinträge in die Wälder in den letzten 30 Jahren um fast 90 %, die Waldzustandserhebungen zeigen seit Mitte der 1990er Jahre ein selteneres Auftreten von Vergilbungen der Nadeln und Blätter, landesweite Inventuren zur Waldernährung belegen eine Abnahme der Schwefelkonzentrationen in Fichtennadeln und auch in Waldbächen lässt sich eine Abnahme der Sulfatkonzentration feststellen.

Download: Waldzustandsbericht Niedersachsen 2014 [12,2 MB]


 

Waldschutz-Info Nr. 4 "Massenauftreten von Kurzschwanzmäusen"

Die Dichte oberirdisch fressender Kurzschwanzmäuse hat aktuell einen extremen Anstieg erreicht. Probefänge der NW-FVA ergaben lokal maximale Indexwerte von 53,7 je 100 Fallennächte für Erdmäuse und 16,0 je 100 Fallennächte für Rötelmäuse. Die parallel durchgeführte Überwachung mit Apfelsteckreisern ergab nach 1 Woche im Maximum Annahmeraten von 100 %.
Die Überwachung gefährdeter Laubholzkulturen ist dringend geboten!

Download: Waldschutz-Info Nr. 4/2014 - "Massenauftreten von Kurzschwanzmäusen" (16. Oktober)


 

Naturwaldreservate-Portrait "Weserhänge" erschienen

In der Reihe „Hessische Naturwaldreservate im Portrait“ stellen NW-FVA und HESSEN-FORST seit 2007 Erkenntnisse der Naturwaldreservateforschung einer breiten Öffentlichkeit vor.

Mit dem Heft über das Naturwaldreservat „Weserhänge“ im Reinhardswald (Landkreis Kassel) ist nun die Beschreibung eines in Bezug auf seine Naturausstattung und Waldgeschichte herausragenden bodensauren Buchenwald-Gebietes erschienen.

Alle bisher gedruckten Portraits können als PDF heruntergeladen oder unter naturwald@nw-fva.de kostenlos bestellt werden.

Download: Hessische Naturwaldreservate im Portrait  


 

Waldartenliste um Zeigerarten historisch alter Waldstandorte ergänzt

Die Bedeutung der Waldkontinuität für die Artenzusammensetzung und –vielfalt der Flora und Fauna ist vielfach belegt. Gefäßpflanzen eignen sich in besonderer Weise als Zeigerarten für Wälder, die seit mehr als 200 Jahren bestehen (historisch alte Waldstandorte). Im Sachgebiet Waldnaturschutz/Naturwaldforschung der NW-FVA wurde nun erstmals eine überregional gültige Indikatorartenliste für Nordwestdeutschland erstellt. Sie bietet in Kombination mit der 2011 veröffentlichten Waldartenliste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose und Flechten Deutschlands vielfältige Anwendungsmöglichkeiten.

Zur aktualisierten Waldartenliste


 

Waldwachstumskundliche Softwaresysteme auf Basis von TreeGrOSS - Anwendung und theoretische Grundlagen“

Unter diesem Titel ist der elfte Band der „Beiträge aus der NW-FVA“ jetzt erschienen. Vor dem Hintergrund sich ändernder Rahmenbedingungen und steigender Anforderungen an eine multifunktionale Forstwirtschaft wird die Entscheidungsfindung für die Waldbewirtschafter zunehmend komplexer. Rechnerbasierte forstliche Entscheidungsunterstützungssysteme leisten Hilfestellung bei der Lösung komplexer Planungsaufgaben und können an veränderte Rahmenbedingungen und Fragestellungen angepasst werden.

An der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt wurden drei für verschiedene Einsatzfelder und Zielgruppen ausgelegte Entscheidungsunterstützungssysteme implementiert, welche fortlaufend aktualisiert und weiterentwickelt werden: der ForestSimulator, der WaldPlaner und der WebBetriebsPlaner. Dieser Band richtet sich sowohl an Anwender dieser Programme als auch an Programmierer. Im ersten Teil des Werkes werden der Funktionsumfang und die Bedienung aller drei Systeme beschrieben. Im zweiten Teil liegt der Schwerpunkt auf der Systemkonzeption, den verwendeten Modellen und Verfahren, die eingehend erläutert und dokumentiert werden. Dabei wird insbesondere auf das in allen drei Programmen eingebundene TreeGrOSS-Paket (Tree Growth Open Source Software) eingegangen. Um den theoretischen Teil abzurunden, werden am Ende der generelle Aufbau von Entscheidungsunterstützungssystemen beschrieben und die Besonderheiten forstlicher Systeme erläutert.

Das Buch ist gebunden über den Buchhandel und den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen zu beziehen (224 S.; 24,- €; ISBN: 978-3-86395-149-8) oder als PDF-Datei über die Homepage der NW-FVA als freie Onlineversion verfügbar. 


 

Gefährdungen der Ökosystemdienstleistungen von Wäldern

Unter diesem Titel findet am 9. und 10. Oktober 2014 in Göttingen die 11. gemeinsame Tagung der AG "Waldböden" der DBG, der Sektion "Wald und Wasser" im DVFFA und der DHG an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt statt.

Umwelteinflüsse beeinflussen die Ökosystemdienstleistungen von Wäldern in unter­schiedlicher Weise. Während in den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts vorwiegend die Einträge versauernder und eutrophierender Stoffe betrachtet wurden, rücken zunehmend die Folgen des bereits zu beobachtenden und des erwarteten Klimawandels in den Fokus.

Auf der Tagung sollen insbesondere die Gefährdungen der "Wasserdienstleistungen" und Regulationsfunktionen von Wäldern durch Umwelteinflüsse und entsprechende Anpassungsstrategien diskutiert werden.

Zur Einladung                    Zur Anmeldung                    Zum Programm


 

Neue, interaktive Herkunftsempfehlungen für Niedersachsen online

Am 23.06.2014 sind die überarbeiteten Herkunftsempfehlungen („Empfohlene Herkünfte forstlichen Vermehrungsgutes für Niedersachsen“) auf den Internetseiten der NW-FVA veröffentlicht worden. Sie lösen die Vorgängerversion von 2004 ab und stehen wie bereits zuvor die hessischen Herkunftsempfehlungen in einem interaktiven Online-System zur Verfügung, das eine gezielte Abfrage für einzelne Arten und Anbaugebiete ermöglicht. Die neuen Herkunftsempfehlungen wurden auf einem Lehrgang über Forstliches Vermehrungsgut in Münchehof am 23./24.06.2014 vorgestellt.

Laut Runderlass des ML vom 06.06.2014 (Nds. MBl. Nr. 23/2014, S. 447; Inkrafttreten am 26.06.2014) sind diese Herkunftsempfehlungen im niedersächsischen Landeswald anzuwenden, für den übrigen Waldbesitz wird ihre Anwendung empfohlen.

Zu den niedersächsischen Herkunftsempfehlungen


 

Erhebliche Zweifel an der naturschutzfachlichen Invasivitätsbewertung einiger forstlich relevanter Baumarten 

äußern 21 Forstwissenschaftler in einem offenen Brief an das Bundesamt für Naturschutz (BfN).

Invasive Pflanzen- und Tierarten können die biologische Vielfalt negativ beeinflussen. Eine vom BfN beauftragte Autorengruppe hat erstmalig eine bundesweite naturschutzfachliche Bewertung von in Deutschland lebenden gebietsfremden Gefäßpflanzen vorgelegt (BfN-Skripte 340 und 352). Die  21 Forstwissenschaftler weisen in einem offenen Brief an das BfN auf Mängel der angewandten Bewertungsmethode und den daraus entstandenen Ergebnissen hin. Sie kündigen eine eigene Bewertung des Invasivitätspotenzials von Gehölzarten an, die in Kürze von einer Expertengruppe aus Waldökologen und Forstwissenschaftlern vorgelegt wird.

Zum offenen Brief


 

Waldschutz-Info Nr. 3 "Borkenkäfer, Rüsselkäfer, Parallelimporte"

In vielen Regionen wurden meist kleinere Brutherde mit Stehendbefall der 2. Generation des Buchdruckers aus dem Sommer 2013 gefunden, in denen die Borkenkäfer ungestört überwintern konnten. Kontrollen sind hier unverzichtbar.

Eine Zulassung für das Fangsystem TriNET der BASF ist noch nicht erfolgt.

Aufgrund der Windwürfe des vergangenen Winters sind verstreut und häufig frische Fichtenstubben vorhanden, die oftmals gute Vermehrungsmöglichkeiten für den Großen braunen Rüsselkäfer bieten.

Das EU-Recht ermöglicht es, dass zu einem in einem Land zugelassenen Pflanzenschutzmittel für in anderen EU-Ländern zugelassene, „baugleiche“ Pflanzenschutzmittel ein Parallelimport genehmigt wird. Daher beantragen Händler zunehmend Genehmigungen auf Parallelhandel für im EU-Ausland erhältliche Mittel in Deutschland.

Download: Waldschutz-Info Nr. 3/2014 - " Borkenkäfer; Rüsselkäfer, Parallelimporte" (08. April)


 

Waldschutz-Info Nr. 2 "Witterung 2013"

Hinsichtlich der  Jahresmittelwerte war das Jahr 2013 recht durchschnittlich. Die Temperatur lag im Zuständigkeitsgebiet der NW-FVA (Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein) etwa 0,4 - 0,5 °C über dem vieljährigen Mittel der  international  gültigen Klimareferenzperiode  1961-1990.  Die  Niederschlagsmengen  und  die Sonnenscheindauer  pendelten  sich  je  nach  Bundesland geringfügig  über  oder  unter  den  vieljährigen Vergleichswerten ein. 2013 war aber auch ein Jahr mit starken Witterungsschwankungen und einigen Extremereignissen.

Download: Waldschutz-Info Nr. 2/2014 "Witterung 2013"


 

Waldentwicklungsszenarien für das Hessische Ried - Entscheidungsunterstützung vor dem Hintergrund sich beschleunigt ändernder Wasserhaushalts- und Klimabedingungen und den Anforderungen aus dem europäischen Schutzgebietssystem Natura 2000

Unter diesem Titel sind in Band 10 der „Beiträge aus der NW-FVA“ die Ergebnisse des gleichnamigen Verbundprojektes erschienen. In dem Projekt wurden mit einem modellorientierten Ansatz die Auswirkungen der sich ändernden Umweltbedingungen auf die Leistungen und Wirkungen der Wälder sowie auf die Handlungsspielräume der Forstbetriebe im Hessischen Ried für einen 30-jährigen Prognosezeitraum abgebildet. Hierdurch erhalten Politik, Fachverwaltungen und Waldbesitzer eine raumbezogene Wissens- und Entscheidungsbasis um die Waldfunktionen bzw. die gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald in der Fläche neu zu gewichten, Vermeidungs- bzw. Anpassungsstrategien zu entwickeln und gezielte Maßnahmen zur Sanierung der bereits stark geschädigten Waldgebiete einzuleiten.

Der Band „Waldentwicklungsszenarien für das Hessische Ried“ kann hier als PDF-Datei (ca. 11 MB) heruntergeladen werden oder als gedrucktes Buch im Buchhandel bzw. über den Onlineshop des Universitätsverlages Göttingen bestellt werden (398 S.; 48,- €; ISBN 978-3-86395-110-8).


 

Waldschutz-Info Nr. 1 "Frostspannerprognose für das Jahr 2014"

Die Ergebnisse der Leimringüberwachung des letzten Jahres weisen unterschiedliche Ergebnisse auf, die für die Bundesländer Niedersachsen, Hessen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein dargestellt werden. Zusammenfassend wird für 2014 allgemein zum Verzicht auf Bekämpfung geraten. Wenn durch die bisherigen multiplen Fraßereignisse bereits eine Devitalisierung der Eiche vorliegt, kann diese mit einer Bekämpfung in der Retrogradationsphase nicht behoben werden. 

Download: Waldschutz-Info Nr. 1/2014 "Frostspannerprognose für das Jahr 2014"


 

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Jahr der Nachhaltigkeit 2013

 

Herkunftsempfehlungen jetzt online

Wenn Sie wissen möchten, welche Baum-Herkünfte für Ihren Wald in Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein empfohlen werden, klicken Sie auf www.nw-fva.de/HKE/