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Grauspecht (Picus canus)
Naturwald-Entwicklungsfläche in Harste

Entwicklung eines Monitoringkonzepts für ein vergrößertes System von Naturwäldern in den Niedersächischen Landesforsten

(Abkürzung: NWE10_NI)

Hintergrund

In Niedersachsen werden 10 % der Waldfläche im Landeseigentum - mehr als 33.000 Hektar - dauerhaft ihrer natürlichen Entwicklung überlassen. Der weitaus überwiegende Anteil befindet sich in den Niedersächsischen Landesforsten. Die mehr als 3.000 Flächen verteilen sich mit Flächengrößen von weniger als einem bis zu mehreren  tausend Hektar über alle Naturräume Niedersachsens. Große Gebiete liegen vor allem im Nationalpark Harz und anderen Teilen des niedersächsischen Berglandes.

Eine langfristig ausgerichtete und systematische Beobachtung dieser Flächen im Hinblick auf die Entwicklung von Waldzusammensetzung, Waldstrukturen und Arten einschließlich der diese verbindenden Prozesse ist Basis zur Erfolgsbeurteilung und bietet darüber hinaus ein hohes Erkenntnispotenzial zu grundlegenden Fragen und Optionen der Biodiversitätserhaltung in Wäldern.

Die Möglichkeiten für das Monitoring von Lebensräumen und Arten haben sich in den letzten Jahren inhaltlich wie technisch deutlich verbessert, sodass sehr gute Perspektiven für die Entwicklung eines gleichermaßen effizienten wie aussagekräftigen Verfahrens bestehen.

Zielsetzung

Zielsetzung des von den Niedersächsischen Landesforsten finanzierten und an der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt durchgeführten Vorhabens ist die Entwicklung einer Monitoring-Konzeption, die die weitere Entwicklung dieser Flächen und ihre Annäherung an natürliche Verhältnisse verfolgt sowie ihre langfristige Beobachtung im Hinblick auf ihren Beitrag zur Biodiversitätserhaltung ermöglicht. Dieses kann sowohl Vergleiche zu genutzten Wäldern als auch zu nie genutzten Referenzflächen einschließen.

Darüber hinaus sollen im Zuge einer Intensitätsabstufung geeignete Flächen und Flächenkonstellationen für ein vertiefendes Monitoring identifiziert werden. Dessen inhaltliche und methodische Ansätze können sich sowohl auf die Validierung des Basismonitorings als auch auf weitere Forschungsfelder wie Naturwalddynamik, Störungs- und Restaurationsökologie sowie den Einfluss globaler Effekte (Stoffeinträge, Klimaerwärmung) auf Biodiversität erstrecken.

Laufzeit: Januar 2019 bis Juli 2021

Beteiligte Abteilungen der NW-FVA: Waldwachstum

Antragsteller: Prof. Dr. Hermann Spellmann, Dr. Peter Meyer

Förderung: Niedersächsische Landesforsten

Kontakt: Dr. Hermann Hondong, David Singer