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Totholz und Strukturen alter Waldentwicklungsstadien

Kurzbeschreibung: Das Projekt ist Teil des Verbundvorhabens „WiNat – Wildnis Naturerbe, Naturwaldentwicklung und Wildnisgebietumsetzung im Nationalen Naturerbe“ und dient der Umsetzung der Ziele der Nationalen Biodiversitätsstrategie zur natürlichen Entwicklung von Wäldern in Deutschland. Bis zum Jahr 2020 werden demnach eine natürliche Waldentwicklung auf 5 Prozent der gesamten Waldfläche und die Einrichtung von Wildnisgebieten auf 2 Prozent der Landesfläche angestrebt. Im Rahmen des Projekts soll ein überregional gültiges Bewertungs- und Monitoringssystem für die Naturnähe von Wäldern im Norddeutschen Tiefland entwickelt und erprobt werden. Ziel ist die Ableitung eines aus mehreren Kenngrößen aufgebauten Naturnähe-Index, der Kenngrößen zu Biodiversität, Struktur und Funktionen von Wäldern abbildet. Ein weiteres Ziel ist es, die Frage zu klären, ob Maßnahmen zur aktiven Erhöhung der Naturnähe von Kiefernreinbeständen auf Flächen des Nationalen Naturerbes naturschutzfachlich sinnvoll und praktikabel sind. Hierzu werden entsprechende Maßnahmen auf Liegenschaften der DBU Naturerbe GmbH erprobt, hinsichtlich ihrer Effekte untersucht und ihre Erfolgsaussichten bewertet.

Das Projekt ist überregional angelegt. Es umfasst sowohl Flächen des Nationalen Naturerbes der DBU Naturerbe GmbH im gesamten Norddeutschen Tiefland als auch Naturwaldreservate und forstwirtschaftlich genutzte Referenzflächen. Die Ergebnisse des Projektes werden in Form von Praxis-Leitfäden für das Monitoring und die Behandlung von Flächen mit dem Ziel einer naturnahen Waldentwicklung aufbereitet, die von weiteren Flächeneigentümern u. a. zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie genutzt werden können.

Laufzeit: September 2014 –bis August 2019 (verlängert bis Juli 2020)

Beteiligte Abteilungen der NW-FVA: Waldwachstum

Antragsteller: Dr. Peter Meyer, Prof. Dr. Hermann Spellmann

Kooperationspartner: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Abteilung Pflanzenökologie und Ökosystemforschung (Universität Göttingen)

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung mit Mitteln des Bundesprogramms Biologische Vielfalt

Kontakt: Dr. Peter Meyer, Maria Aljes