Intensives Umweltmonitoring
Mitarbeiter/innen
Arbeitsschwerpunkte
Wald- und Bodenzustand
Nährstoffmanagement
Umweltanalytik
 

Intensives Umweltmonitoring

Wälder erfüllen vielfältige Nutz- und Schutz­funktionen und bilden eine unent­behr­liche Lebens­grund­lage für die Men­schen. Sie können gleich­zeitig Holz für die stoff­liche oder ener­ge­tische Ver­wertung liefern, als Wasser­speicher, Kohlen­stoff­senke, Schad­stoff­filter, Erho­lungs- und Lebens­raum dienen, solange ihre Bewirt­schaf­tung nach­haltig ist und nicht mensch­liche oder natür­liche Ein­flüsse die Sta­bilität beein­trächtigen.

Das forst­liche Umwelt­monitoring hat das Ziel, Ver­änderungen der Wald­ökosysteme infolge von Luft­verunrei­nigungen, klima­tischen und anderen Stress­faktoren zu erkennen, zu doku­mentieren, konkrete Hand­lungs­empfeh­lungen für die forstliche Praxis zu formulieren und Entschei­dungs­hilfen für die Umwelt­politik bereitzustellen. Dabei werden zeitliche Verän­derungen von Eigen­schaften der Wald­bestände, der Böden sowie der Boden­vegetation beobachtet und Bilanzierungen von Wasser­flüssen sowie Nähr- und Schadstoffen vorgenommen.

Ziele der Arbeit des Sachgebiets sind

  • die kontinuierliche Erfassung der Umwelt­einflüsse auf Wälder
  • die Beobachtung der Reaktion der Wald­ökosysteme auf natürlichen und anthropo­genen Stress
  • die Erweiterung der Kenntnisse über die Dynamik in Wald­ökosysteme
  • das Erkennen von Ursache-Wirkungs­beziehungen
  • das Benennen kritischer Grenzwerte für Belastungen
  • die Erarbeitung von Empfehlungen zur forstlichen Bewirt­schaftung unter sich ändernden Umwelt­bedingungen

Die Untersuchungen erfolgen auf Intensiv­monitoring­flächen, die repräsentativ für wichtige Standorts- und Be­stockungs­verhältnisse der vier Bundes­länder sind. Diese Flächen sind Bestand­teil verschiedener forstlicher Umwelt­monitoring-Programme wie das europäische Level II- Programm (seit 1994), die Wald­öko­system­studie Hessen (seit 1984), das niedersächsische Boden-Dauer­beob­achtungs­programm (seit 1991), das Boden-Dauer­beobachtungs­programm in Sachsen-Anhalt (seit 1991) sowie forst­hydro­logischer Forschungs­gebiete.

Intensivmonitoringflächen der NW-FVA
Intensivmonitoringflächen der NW-FVA (Klick zum Vergrößern)