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Grundlagen und Strategien zur Bereitstellung von hochwertigem und anpassungsfähigem forstlichen Vermehrungsgut im Klimawandel (Abkürzung: AdaptforClim)

Kurzbeschreibung: Holz ist ein wichtiger nachwachsender Rohstoff, der den Vorzug hat, CO2 zu speichern. Die Holzproduktion beginnt mit dem Saat- und Pflanzgut, das in den Wald gebracht wird. Mit dem Projekt AdaptForClim werden Grundlagen und Strategien zur Bereitstellung von hochwertigem und anpassungsfähigem forstlichen Vermehrungsgut erarbeitet, um den Waldbesitzern ökonomisch und ökologisch interessante Alternativen zu herkömmlichem Forstvermehrungsgut im Klimawandel anbieten zu können. Dies beinhaltet eine breite genetische Diversität, um auf Änderungen im Klimawandel adäquat reagieren zu können, aber auch entsprechende Erbanlagen, die ein überdurchschnittliches Wachstum, gute Qualitätseigenschaften und eine hohe Widerstandskraft gegenüber Witterungsextremen garantieren.

Eichen- und Ahorn-Pfropflinge im Versuchskamp

Im Wesentlichen geht es darum, die Voraussetzungen für ein produktives Wachstum von stabilen und anpassungsfähigen Beständen zu schaffen. Die angestrebte Steigerung der Wuchsleistung trägt zu einer Erhöhung der CO2-Bindung bei, während die Qualitätserhöhung Voraussetzung dafür ist, dass das Holz ein- oder mehrmalig stofflich genutzt werden kann, bevor es der energetischen Nutzung zugeführt wird (Kaskadennutzung).

Das Verbundvorhaben baut auf den im Projekt „FitForClimausgewählten und vermehrten Plusbäumen auf. Diese sollen als Grundlage für den späteren Aufbau von hochwertigen Samenplantagen langfristig in Klonarchiven gesichert werden. Der Forstpflanzenzüchtung in Deutschland werden so 4.200 Plusbäume, verteilt über die Baumarten (-gruppen) Douglasie (800), Fichte (600), Kiefer (550), Lärchen (450), Eichen (900) und Berg-Ahorn (900), für zukünftige Züchtungsarbeiten bereitgestellt.

Laufzeit des Projektes: Januar 2017 – Dezember 2019 (verlängert bis Juni 2020)

Beteiligte Abteilungen: Waldgenressourcen

Antragsteller: Dr. Alwin Janßen

Kooperationspartner: (1) Bayerisches Amt für Saat- und Pflanzenzucht, Teisendorf Staatsbetrieb (2) SachsenForst, Kompetenzzentrum Wald und Forstwirtschaft–Referat Forstgenetik/Forstpflanzenzüchtung, Pirna OT Graupa (3) Thünen-Institut, Institut für Forstgenetik, Großhansdorf

Unterauftragnehmer: (1) Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg; (2) Landesbetrieb Forst Brandenburg; (3) Landesbetrieb Wald & Holz Nordrhein-Westfalen; (4) Landesforst Mecklenburg-Vorpommern; (5) Landesforsten Rheinland-Pfalz; (6) Thüringen Forst, Anstalt öffentlichen Rechts

Förderung im Rahmen der Fördermaßnahme des Waldklimafonds: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Förderkennzeichen: 28W-B-4-152-01

Kontakt: Dr. Alwin Janßen

Weitere Informationen: www.adaptforclim.de