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RapidEye-Satellitenbild mit Fraß der Kiefernbuschhornblattwespe in Gardelegen

Optimierung der Überwachung und Erfassung von durch Klimawandel begünstigten abiotischen und biotischen Schäden an Waldbeständen in Sachsen-Anhalt durch den Einsatz von Fernerkundungsverfahren

Kurzbeschreibung: Die Forstbetriebe in Sachsen-Anhalt sehen angesichts des Klimawandels großen Herausforderungen entgegen. Im Bereich des Waldschutzes wird generell mit gesteigerten Produktionsrisiken durch vermehrte Witterungsextreme und Insektenkalamitäten gerechnet. Die Auswirkungen des Klimawandels führen bereits heute zu höheren Arbeitsbelastungen. Gleichzeitig erfordert die Knappheit finanzieller Mittel stetige Rationalisierungen, die sich häufig im Abbau von Personal auf der Fläche zeigen. Um angemessen auf großflächige Schadereignisse reagieren zu können, ist eine schnelle Beschaffung qualitativ hochwertiger Informationen ausschlaggebend. Dies ist unter den gegebenen Umständen mit herkömmlichen Verfahren nur schwer zu gewährleisten und erfordert den Einsatz von Techniken und Verfahren, die eine rationellere Informationsgewinnung und -verarbeitung erlauben. Der Einsatz von Fernerkundungsverfahren bietet solche Möglichkeiten. Der technische Fortschritt der letzten Jahre hat zu leistungsstarken Aufnahmesystemen geführt, die eine schnelle und genaue Datenerfassung gewährleisten. Auch die Fortschritte in der Bildverarbeitung und -auswertung tragen erheblich zur Verbesserung der Informationsgewinnung aus Fernerkundungsdaten bei.

Vor diesem Hintergrund ist das Ziel dieses Projekts die Untersuchung und Bewertung der Leistungsfähigkeit von Fernerkundungsverfahren für die Erfassung von Waldschäden. Es werden Daten unterschiedlicher Aufnahmesysteme (optische Satelliten, Radarsatelliten) und teilautomatisierte Auswertungsverfahren genutzt, um Ausmaß und Verteilung verschiedener Waldschadenstypen (Sturm, Schneebruch, Insektenfraß) zu erfassen. Basierend auf den dadurch gewonnenen Erkenntnissen werden operationale Arbeitsverfahren zur effektiven und kostengünstigen Erfassung von abiotischen Schäden und Insektenschäden entwickelt. Diese Arbeitsverfahren fließen in ein Entscheidungsmodell für den Einsatz von Fernerkundungsverfahren in der forstlichen Praxis ein.

Laufzeit: Oktober 2012 - Dezember 2014

Antragsteller der NW-FVA: Dr. Michael Habermann

Förderung: Das Projekt wird unter der Projektnummer A01/2012 im Rahmen der „pilothaften Unterstützung von Forschungsprojekten im Bereich der Anpassung an den Klimawandel“ vom Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt (MLU) gefördert.

Kontakt: Jörg Ackermann