Intensives Umweltmonitoring
Wald- und Bodenzustand
Nährstoffmanagement
Umweltanalytik
 

Abteilung Umweltkontrolle


Die Forstliche Umwelt­kontrolle hat zur Aufgabe, den Ministerien und Forst­betrieben aller Waldbesitz­arten sowie der Gesellschaft  Infor­mationen insbe­sondere zu Gesundheit und Vitalität sowie zur Erfüllung von Schutz­funktionen der Wälder zur Verfügung zu stellen. Im Mittel­punkt stehen die Wirkungen von Umwelt­verän­derungen auf den Wald. Über mehrere Jahr­zehnte hat die weit­räumige Nutzung fossiler Energie zu Säure im Regen geführt, bedingen fossile Energie und intensive Land­wirtschaft hohe Stick­stoff­einträge in Wälder und nicht zuletzt trägt die durch den Menschen verursachte Frei­setzung von Kohlen­dioxid zur Verän­derung des Klimas bei. Welche Ziele und Möglich­keiten hat das Wald­manage­ment in der Steuerung der nach­haltigen und multi­funktionalen Entwicklung der Wälder bei  veränderten Umwelt­bedingungen? Welche Leistungen und Risiken sind bei Bewirt­schaf­tungs­alter­nativen zu erwarten? Mit den erarbeiteten Informationen werden Beiträge zur Ent­scheidungs­findung geleistet.

Um welche Themen geht es vor allem?

  • Wie wirken sich Umwelt­verän­derungen auf den Boden aus, wie entwickeln sich die Bedingungen des Wasser­haushalts, der Nähr- und Schad­stoffe im Boden, wie schnell treten mögliche Veränderungen ein?
  • Eng verbunden mit diesen Frage­stellungen ist das Nähr­stoff­management in den Wäldern. Wo bestehen und entstehen Eng­pässe in der Nährstoff­verfügbarkeit? In welchem Umfang kann unter Berücksichtigung des Nährstoffhaushaltes zusätzliche Biomasse aus dem Wald genutzt werden? Wann und wo ist eine Fortführung der Boden­schutz­kalkung erforderlich?
  • Wie reagieren Bäume etwa auf extreme Klima­ereignisse wie Stürme oder Dürre oder auch auf eine „schleichende“ Veränderung des Wasser­haushalts? Welche Grenz- und Schwellen­werte können für die Baum­arten definiert werden? Welche Risiken können auf welchen Stand­orten entstehen?

Neben der Beantwortung betrieb­licher Frage­stellungen dienen Erhebungen der Forstlichen Umwelt­kontrolle den Aufgaben der Daseins­vorsorge im Wald. Diese betreffen beispielsweise die Rein­haltung der Luft, die Qualität des Wassers, die Viel­falt der Lebewesen, den Schutz des Bodens, die Klima schützende Rolle des Waldes sowie Natur und Umwelt als Ganzes.

Zur Erarbeitung der benötigten Infor­mationen unterhält die Abteilung Umwelt­kontrolle in Hessen, Niedersachsen, Sachsen Anhalt und seit 2011 auch in Schleswig-Holstein ein Netz an Beobachtungs­flächen mit unter­schiedlichen Mess­intensitäten und Frage­stellungen:

  • Die ältesten Flächen des sog. „Intensiven Monitorings“ bestehen seit Ende der 60er Jahre. Auf den Flächen werden Daten zu ökologisch relevanten Prozessen erhoben.
  • Ergänzt werden die intensiven Unter­suchungen auf diesen Flächen durch Übersichts­erhebungen an einem  Netz von Stich­proben­punkten, die jährlich aktuelle Ergebnisse mit Landes­bezug  ermöglichen. 
  • Für manche Frage­stellungen wie etwa die Boden­schutz­kalkung liegen zudem experi­mentelle Ansätze unter Wald­bedingungen vor.