Ertragskunde
Waldverjüngung
Wachstums- und Risikomodellierung
Mitarbeiter/-innen
Arbeitsschwerpunkte
Waldinventur / Informatik / Biometrie
 
Kronenschirmflächenkarte für einen 43-jährigen Buchen-Edellaubholz-Bestand im Elm

Arbeitsschwerpunkte des Sachgebietes Wachstums- und Risikomodellierung

Die Entwicklung von Wachstums- und Risikomodellen stellt das Kerngeschäft des Sachgebiets dar. Die erarbeiteten Modelle bilden die Grundlage für die:

  • Datenkontrolle und -ergänzung im ertragskundlichen Versuchswesen und in Betriebs- und Großrauminventuren
  • (klimasensitive) Fortschreibungen von Beständen und Betrieben in zukünftigen Szenarien der Waldentwicklung unter Berücksichtigung von biotischen und abiotischen Risiken
  • Projektionen des Holzaufkommens und der Kohlenstoffspeicherung
  • Ableitung von planungsrelevanten Größen wie Holzvolumina, Sortimenten, Holzqualitätsverteilungen, Biomassekompartimenten und Kohlenstoffvorräten
  • Überarbeitung klassischer Ertragstafeln zu Bestandesmodellen, die sowohl veränderte Zuwachsniveaus als auch moderne Waldbaukonzepte abbilden
  • Analyse von Mischbestandseffekten auf das Waldwachstum

 

 

Die Weiterentwicklung der Modelle muss die Behandlungssensitivität klassischer Wachstumsmodelle mit einer expliziten Standort- bzw. Klimasensitivität verknüpfen, um für die Entscheidungsunterstützung der forstlichen Praxis realistische Projektionen unter Klimawandel durchführen zu können. Die Entscheidungsstützung bei der Waldbewirtschaftung umfasst beispielsweise Empfehlungen für die:

  • Baumartenwahl unter Klimawandel in räumlich hoher Auflösung 
  • an den Klimawandel angepasste waldbauliche Maßnahmenfolgen für die aktuelle Bestockung
Sturmschaden durch Orkantief Friederike am 18.01.2018 (Foto: J. Evers)

Die realistische Beschreibung von Mortalitätsprozessen ist eine weitere entscheidende Voraussetzung für valide Projektionen unter Klimawandel. In Modellentwicklungen der Waldwachstumsforschung wurde bisher überwiegend die dichtebedingte Mortalität im engeren Sinne untersucht. Auch hier müssen die existierenden Modelle um eine explizit standortsensitive Komponente erweitert werde, um dynamische Veränderungen der Stammzahlhaltefähigkeit und des Ertragsniveaus abschätzen zu können. Eine überragende Bedeutung gewinnt jedoch zunehmend die Projektion der Mortalität aufgrund von abiotischen und biotischen Risiken. Zukünftig sollen bereits existierende Modelle zur Abschätzung des:

  • Sturmschadensrisikos
  • Buchdruckerschadholzrisikos und
  • Überlebenszeitmodelle

weiterentwickelt und laufend an aktuelle Daten angepasst werden.