Käfer / Mittelprüfung
Mitarbeiter/-innen
Arbeitsschwerpunkte
Schmetterlinge / Mäuse
Mykologie / Komplexerkrankungen
Fernerkundung / GIS
Download-Bereich
 

Käfer und Mittelprüfung

Die wichtigste Aufgabe des Sachgebites Käfer und Mittelprüfung ist die Beratung aller Waldbesitzarten der Länder Hessen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein in Waldschutzfragen, bei denen Käfer beteiligt sind. Um diese Aufgabe optimal ausführen zu können, werden Ergebnisse der Grundlagenforschung praxisgerecht aufbereitet und eigene, praxisorientierte Versuche durchgeführt. Für den praktischen Waldschutz werden Konzepte und Methoden entwickelt, die ausreichend wirksam und möglichst umweltschonend sind; dazu geben Ergebnisse eigener Untersuchungen zur Populationsdynamik, Biologie und Ökologie von Insekten wichtige Hinweise.

Bei großflächigen Massenvermehrungen (z.B. Maikäfer) übernehmen Mitarbeiter des Sachgebietes die fachliche Leitung der Gegenmaßnahmen, legen die zu behandelnden Flächen fest, überprüfen den Erfolg der Maßnahmen und untersuchen die Wirkung von Bekämpfungen auf die Lebensgemeinschaften im betroffenen Wald.

Der zweite große Schwerpunkt ist die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln (z.B. Insektizide, Rodentizide, Herbizide), Pheromonen und Geräten zur Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Solche Prüfungen erfolgen teils im Rahmen des amtlichen Verfahrens zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln, teils dienen sie der (gebührenpflichtigen) Information von Herstellern oder Vertriebsfirmen oder schließlich auch der eigenen Information zur Optimierung der Beratung der forstlichen Praxis. Mit dieser Tätigkeit wird ein wichtiges Potential an Erfahrungen erworben, welches allen Waldbesitzarten der betreuten Länder auf dem Wege der Beratung zugute kommt.

Die Beratungs- und Handlungsgrundsätze:

  • Minimierung der Bekämpfungsflächen durch besitzartenspezifische Festsetzung von Schadschwellen und durch gezielte Einzelprognosen (möglichst vor Ort)
  • Bevorzugung biologischer und biotechnischer Maßnahmen (z.B. Pheromonbeköderte Borkenkäfer- Schlitzfallen zur Ergänzung mechanischer Maßnahmen)
  • Schadensvorbeugung durch waldbauliche und holzerntetechnische Maßnahmen
  • Einsatzempfehlung für chemische Pflanzenschutzmittel nur bei existentieller Gefährdung von Wald oder Waldfunktionen
  • Minimierung unerwünschter Nebenwirkungen von Pflanzenschutzmitteln (z.B. durch Empfehlung möglichst selektiv wirkender Mittel)