Ertragskunde
Waldverjüngung
Waldnaturschutz / Naturwaldforschung
Wachstumsmodellierung / Informatik
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Wachstumsmodellierung/Informatik

Die Aufgabe der Waldwachstumsmodellierung besteht darin, Informationen zu organisieren, Wissen zu aggregieren, Hypothesen zu prüfen, komplexe Prozesse verständlich zu machen und Prognosen über die zukünftige Waldentwicklung abzuleiten.

In diesem Sinne hat das Sachgebiet Wachstumsmodellierung/ Informatik eine integrierende Funktion innerhalb der Abteilung Waldwachstum. Es hilft bei der Eingabe, der Organisation und Auswertung der Versuchsdaten der anderen Sachgebiete und versucht, deren Ergebnisse in einen umfassenderen Kontext zu stellen. Die räumliche Auflösung der Modelle reicht von einzelnen Baumkompartimenten (z.B. Schaft) über den Baum, den Bestand bis zum Betrieb und zur Landschaft. Die wichtigsten zu modellierenden Prozesse sind Verjüngung,  Wachstum und Mortalität sowie die Dynamik der Schaftform und der Krone. Auf der betrieblichen und landschaftlichen Ebene sind insbesondere die Auswirkungen von waldbaulichen Strategien auf die Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren und Diversitätsmaßen von besonderem Interesse. Für eine stabile Baumartenwahl in Zeiten des Klimawandels werden Risiko- und Wachstumsänderungen standortsabhängig untersucht.

Moderne Verfahren der Informatik sind notwendig, um große Datenmengen und um komplexe Modelle anwenden zu können. Das Arbeitsfeld reicht von der mobilen Datenerfassung, über Datenbanken bis zu der Erstellung komplexer Anwendungsprogramme und zur Verbreitung von Wissen über das Internet.

Drei Querschnittsaufgaben leistet das Sachgebiet für die ganze Versuchsanstalt:

  1. Die Koordination der Hard- und Softwarebeschaffung, die Beratung beim Einsatz von Soft- und Hardware, die Betreuung der Netze, die EDV-Schulung von Mitarbeitern der NW-FVA  und Programmierung spezieller Anwendungen. Dazu gehört auch der Einsatz und Test von Programmen aus dem Open Source Bereich, wie FreeBSD, Linux, Samba, Apache, MySQL, PostgreSQL, Java, NetBeans, R-Statistik, Typo3, Studip, Libre Office, Thunderbird, Firefox, etc. mit denen in den letzten Jahren überwiegend positive Erfahrungen gesammelt wurden und die zu einer erheblichen Kostenreduktion beigetragen haben.
  2. Die biometrische Beratung bei Versuchsanlagen, Inventurdesigns und statistischen Auswertungen sowie Schulungen der Wissenschaftler.
  3. Die Konzeption, Erstellung und Wartung von Web-Portalen und Web- Services, wie das Waldschutzmeldewesen, Erntezulassungsregister, Herkunftsempfehlungen und die Darstellung der Flächen zur Nationalen Waldstrategie.