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Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt (NBS)
Beiträge Niedersachsens zum Ziel „Natürliche Waldentwicklung“ (NWE)

Natürliche Waldentwicklung in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt
Am 7. November 2007 hat die Bundesregierung die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ (kurz: NBS) beschlossen. Sie erfüllt damit Verpflichtungen aus dem internationalen „Übereinkommen über die biologische Vielfalt“, dem Deutschland 1993 beigetreten ist.

Die NBS verfolgt das Ziel, den anhaltenden Verlust an biologischer Vielfalt durch Schutz und nachhaltige Nutzung aufzuhalten. Möglichst viele gesellschaftliche Gruppen sollen für dieses Ziel gewonnen werden.

Wälder mit natürlicher Entwicklung (kurz: NWE) spielen in der NBS eine wichtige Rolle. Sie dienen dem Schutz und der Wiederherstellung der natürlichen Waldlebensgemeinschaften.

Was sind Wälder mit natürlicher Entwicklung (NWE)?
Unter Wäldern mit natürlicher Entwicklung werden alle Waldbestände und waldfähigen Flächen mit einer Größe von mehr als 0,3 Hektar verstanden, die sich dauerhaft und verbindlich gesichert eigendynamisch entwickeln können. Sowohl forstwirtschaftliche Eingriffe als auch naturschutzfachliche Pflegemaßnahmen sind auf diesen Flächen ausgeschlossen.

Welche Flächenanteile sollen Wälder mit natürlicher Entwicklung erreichen?
Nach der NBS sollen Wälder mit natürlicher Entwicklung bis 2020 5 % der gesamten deutschen Waldfläche bzw. 10 % der Waldfläche der öffentlichen Hand des Bundes, der Länder und Kommunen ausmachen.

Aufgrund der Vorbildfunktion der öffentlichen Wälder sollen in Niedersachsen 10 % der Landeswaldfläche dauerhaft einer natürlichen Waldentwicklung überlassen werden. Damit unterstützt Niedersachsen die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“. Der weit überwiegende Teil des Landeswaldes einschließlich der Flächen des Nationalparks Harz befindet sich im Eigentum der AöR Niedersächsische Landesforsten (NLF).

Wie Sie der aktuellen Bilanz entnehmen können, sind bereits 8,2 % erreicht. In Vorbereitung der Entscheidung der niedersächsischen Landesregierung sind Sie eingeladen, mit Blick auf den Lückenschluss auf 10 % bis spätestens 18. Dezember 2015 schriftlich Vorschläge für weitere aus Ihrer Sicht geeignete Landeswald-Waldflächen und/oder allgemeine Stellungnahmen gegenüber dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) abzugeben:

Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Ref. 405
Calenberger Straße 2
30169 Hannover

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