Laufende Projekte
Abgeschlossene Projekte
 

Herkunftskontrolle an forstlichem Vermehrungsgut mittels Stabilisotopen.

Teilvorhaben 1 und 3 sowie Projektkoordination

Kurzbeschreibung: Das Projekt dient der Verbesserung der Herkunftskontrolle mit Hilfe des Nachweises stabiler Isotopen. Die Methodik gilt als geeignet, wenn der Stichprobenfehler (behandlungs-, umwelt- und pflanzenbedingt) so niedrig gehalten werden kann, daß sich Herkunftsunterschiede signifikant darstellen. Die amtliche Herkunftskontrolle bedient sich bisher überwiegend der Möglichkeiten, die sich aus der Erntekontrolle vor Ort, der Saatgutprüfung und der Kontrolle an Pflanzenbeständen in Baumschulen ergeben. In Einzelfällen wurden genetische Analysen mit Techniken der Isoenzym- und DNA-Analytik veranlaßt. Genetische Analysen beschreiben die genetischen Strukturen von Populationen deren Grenzen jedoch selten mit den Grenzen der ausgewiesenen Herkunftsgebiete übereinstimmen. Populationen ordnen ihre Gene bei jeder Abblüte neu, sodaß Referenzproben nach jeder Ernte und bei jeder weiteren Behandlung hinterlegt werden müssen. Es soll versucht werden effiziente Handlungsanweisungen zu erarbeiten, die die Vorteile der bekannten Methodiken nutzen und die Kosten für Zertifizierung und amtliche Kontrolle minimieren.

Laufzeit:  Juli 2005 bis  März 2008

Beteiligte Abteilungen:  Waldgenressourcen

Antragsteller:  Dr. Karl Gebhardt (Projektkoordination)

Kooperationspartner:  Bay. Amt für Saat- u. Pflanzenzucht, Teisendorf (ASP), Fa. Agroisolab, Jülich

Förderung:  Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF; Förderkennz.: 0330587)

Projektträger:  Forschungszentrum Jülich GmbH

Kontakt:  Dr. Aki Höltken

Weitere Informationen:
Symposium_Tagungsband.pdf (5,16 MB)
http://www.nw-fva.de/Herkunftskontrolle/

Publikation:
Gebhardt, K. (2012): Unterscheidung von Saatgutpartien der Großen Küstentanne (Abies grandis Lindl.) mithilfe stabiler Isotopen. Forstarchiv, 83. Jg., 1, 60-65